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Games as Critical Practice

Internationaler Kongress

Datum und Zeit

26.01.2023 - 29.01.2023 iCal

Ort

Tagsüber: Theater Basel, Foyer Public und Nebenräume

Donnerstag- und Samstagabend: Campus der Hochschule für Musik FHNW und der Musikakademie Basel

Freitagabend: Jazzclub am Jazzcampus

Veranstaltet durch

Fachhochschule Nordwestschweiz

Die Hochschule für Musik Basel veranstaltet im Januar 2023 den inter- und transdisziplinären Kongress Games as Critical Practice. Ausgehend von der Musik als kreatives Aktionsfeld, pädagogische Praxis und Forschungsgegenstand werden Schnittstellen zu kulturphilosophischen, soziologischen und technologischen Diskursen rund um Spiele und entsprechende Anwendungen des Spielparadigmas (z.B. in der zeitgenössischen Musik, im Game Design oder in der gamifizierten Pädagogik) kritisch beleuchtet.

„A society without games is one sunk in the zombie trace of the automation“, schrieb Marshall McLuhan 1964 und umreisst dabei ein Diskursfeld von hoher Aktualität. Games werden hier als kontingente Zonen sozialen Handelns einer toten Automatisierung gegenübergestellt – jedoch mit dialektischem Unterton: Mit Game (statt des offeneren Begriffs Play) impliziert McLuhan ebengerade regelgeleitete, bisweilen algorithmisch prozessualisierte Kulturtechniken. Diese Ambiguität des Spiels (Brian Sutton-Smith) zwischen Freiheitsversprechen und ebendieses aufs Spiel zu setzen, zwischen konstitutiver Regulierung und operationaler Handlungsermächtigung hat Kunst und Wissenschaft in den letzten 70 Jahren wesentlich geprägt. Dabei sind viele Konzepte und Begriffe, darunter Indetermination, Prozesshaftigkeit, Kollaboration und Improvisation, ideengeschichtlich eng verbunden mit der musikalischen Praxis. Umgekehrt prägen Playfulness, Gamification und Social Design mehr und mehr die ästhetische und musikpädagogische Arbeit. In diesem Spannungsfeld veranstaltet die HSM Basel im Januar 2023 einen transdisziplinären Kongress. Ausgehend von der Musik als transitorischer Kunstform, als kreatives Aktionsfeld und zugleich epistemologisches Modell, werden Schnittstellen zu soziologischen, systemtheoretischen und kulturphilosophischen Diskursen rund um das Spiel und entsprechende Anwendungen des Spielparadigma kritisch beleuchtet.  Lectures und Diskussionsforen interagieren dabei mit Musikperformances, künstlerischen Interventionen, Installationen und partizipativen Vermittlungsformaten basierend auf der Überzeugung, dass wesentliche Faktoren und Potenziale eines Spiels erst in seiner Performanz erkennbar werden. Der Kongress setzt sich folglich zum Ziel, das Spielthema auch zum Modus seiner Vermittlung zu machen und so neue Diskurs- und Kollaborationsformate zu entwickeln. 

Nebst renommierten internationalen Gästen aus Musik, Design, angewandter Wissenschaft und Grundlagenforschung sind viele lokale und nationale Partner und Künstlerpersönlichkeiten eingebunden. Lectures und Diskussionsforen interagieren dabei mit Musikperformances, künstlerischen Interventionen, Installationen und partizipativen Vermittlungsformaten basierend auf der Überzeugung, dass wesentliche Potenziale eines Spiels erst in seiner Performanz erkennbar werden. Der Kongress setzt sich folglich zum Ziel, das Spielthema auch zum Modus seiner Vermittlung zu machen und neue Diskurs- und Kollaborationsformate zu entwickeln. Dazu findet ein Grossteil der Veranstaltungen frei zugänglich im öffentlichen Raum, im Foyer Public des Theater Basel statt.

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