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NOMINATION DESIGN PREIS SCHWEIZ // EDITON 2017/2018 // STEFANIE BIGGEL + OTTOLINGER

Stefanie Biggel

Hinter der Mode-Kollektion mit dem programmatischen Namen HYSTERIA steht eine professionelle Designerin, die nach vier Jahren Arbeit im Modezirkus von Paris und London einen radikalen Schnitt machte: weg aus den grossen Modemetropolen und hinein in das Epizentrum der europäischen Krise, nach Athen.

Die Kollektion, die nicht saisonal gebunden ist und deren Outfits nur auf Bestellung produziert werden, markiert einen Ausstieg und einen Neuanfang. Sie ist ein Dokument der persönlichen Entschleunigung und der Rückbesinnung auf Qualität. Sie entstand als Reaktion auf die neue Umgebung und auf die damit verbundenen Eindrücke und Probleme. Sie baut auf Gegensätzen auf und nutzt Techniken der Collage und der Camouflage.

HYSTERIA ist aber auch inspiriert von verschiedenen Facetten des «Frauseins», dem Umgang mit Informationsüberfluss, Social Medias, Kollaps, Weltuntergangsstimmung, Hysterie, Sex. Wichtige Impulse vermittelte die fortgesetzte Zusammenarbeit mit dem Textil-Künstler Klaus Jürgen Schmidt, die etwa in den Prints sichtbar wird.

Design Preis Schweiz

Ottolinger // Christa Bösch Alumna 2014 // Alumna 2012

Hinter dem jungen, 2015 gegründeten Label Ottolinger stehen zwei Schweizer Designerinnen, die sich am Institut Mode Design der HGK Basel kennen gelernt haben und mittlerweile von Berlin aus arbeiten. Ihre Kollektionen, die sie zuerst an der Fashion Week in London, dann an der Fashion Week in New York präsentierten, erregten aus dem Stand grosses Aufsehen in der Branche. Die Arbeit des Duos zeichnet sich durch einen unkonventionellen, frisch-frechen Ansatz aus. Ihre Entwürfe besitzen, wie sie selbst beschreiben, «einen prozessorientierten Charakter und sind von einer raueren Natur». Rabiat wird selbst mit edlen Materialien umgegangen: «Textilien werden manipuliert und dekonstruiert; zerrissen, mit groben Stichen zusammengenäht oder sogar angezündet. Ein Kreislauf von Konstruktion, Dekonstruktion und Rekonstruktion.» Dabei geht es auch in der Mode von Ottolinger um Schönheit – freilich nicht im klassischen Sinn: «Uns geht es um eine Grenze zur Schönheit, die Platz für das Komische lässt und auf den ersten Blick etwas Ungewohntes hat.»

Design Preis Schweiz

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