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Janine Brühwiler

Gründerin und Geschäftsführerin von Corsando

Janine Brühwiler ist Gründerin eines digitalen Marktplatzes für Freizeitbeschäftigungen. Die Grundlagen für ihr Unternehmertum erwarb sie in ihrem Studium der Angewandten Psychologie an der FHNW.

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Absolventin des Master of Science Angewandte Psychologie FHNW

Interview mit Janine Brühwiler

Janine, du bist Gründerin der Plattform Corsando. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Die Idee entstand aus meiner eigenen Not, als ich meiner Schwägerin einen Kursgutschein schenken wollte. Nach stundenlanger Suche im Internet konnte ich nichts Passendes finden und war erstaunt, dass es dafür noch keine solche Plattform gibt. Als ich dann die Startup Night in Winterthur besuchte, wurde ich vom Startup-Virus infiziert und es blieb nicht länger nur bei einer Idee.

Wie funktioniert deine Businessidee?

Corsando funktioniert ähnlich wie Airbnb oder Booking.com, wo Angebote auf einer einzigen Webseite gesammelt und nach Ort, Datum, Kategorie usw. gefiltert werden können. Jede Kursanbieterin, jeder Kursanbieter kann seine Kurse kostenlos auf die Plattform stellen. Erst bei einer Buchung wird eine Provision vom Buchungsbetrag abgezogen.

Welche Ziele hast du mit der Plattform für die nächsten Jahre?

Ich möchte, dass möglichst viele Leute ihre Freizeit über Corsando planen und Kurse buchen. Nach der Schweiz wollen wir auch in weitere Länder expandieren. Freizeit und Lebensfreude sollten überall Platz haben, egal wo auf der Welt man ist. Zuerst konzentrieren wir uns aber auf den Schweizer Markt, hier gibt es unzählige interessant Kurse, welche entdeckt werden können.

Vorher hast du bei der Stadt Winterthur gearbeitet. Fiel dir der Schritt in die Selbständigkeit schwer?

Natürlich war es mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Aber es war auch befreiend. Ich bin eine Person, die tausend Ideen hat und diese immer sofort umsetzen möchte. Jetzt kann ich umsetzen, was ich plane, und habe alles selber in der Hand. Zu Beginn standen die Idee und die Motivation, diese umzusetzen, im Vordergrund. Zudem half es mir, zu wissen, dass ich jederzeit auf den Entrepreneur Club Winterthur zugehen kann und von ihm Unterstützung erhalte.

Du hast bei uns an der FHNW Angewandte Psychologie studiert. Wo hast du deine Schwerpunkte gesetzt?

Die Schwerpunkte habe ich auf Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Personalpsychologie gesetzt, weil ich immer im Human Resources arbeiten wollte. Gleichzeitig habe ich aber versucht, in möglichst viele Fachgebiete einen Einblick zu erhalten, damit ich so viel wie möglich aus dem Studium mitnehmen kann.

Von welchen Themen hast du besonders profitiert?

Das sind ganz viele und ganz unterschiedliche. Herausstechend sind sicherlich die Personalauswahl und -entwicklung, sowie die verschiedenen Forschungsmethoden, welche ich auch in meinem Corsando-Alltag anwenden kann.

Welche Kompetenzen aus dem Studium kannst du in deinem heutigen Tätigkeitsgebiet einsetzen?

Im Studium konnte ich sehr vielseitiges Know-how aufbauen. Während des Studiums ist einem dies nicht so bewusst, aber in der Arbeitswelt merkte ich, dass ich im Studium viel gelernt habe. Durch die vielen Gruppenarbeiten konnte ich meine Teamkompetenzen und auch meine Kritikfähigkeit stärken. Besonders hilfreich ist für mich, dass ich lernen konnte strukturiert vorzugehen und ein Projekt gezielt aufzugleisen. Auch die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen und auf Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden einzugehen, ist für mich sehr nützlich.

Wie sieht deine heutige Tätigkeit als Gründerin von Corsando aus?

Der Tätigkeitsbereich verschiebt sich mit dem Wachstum des Unternehmens. Zurzeit versuche ich viel in mein Netzwerk zu investieren und Co-Founder sowie Mitarbeitende oder geeignete Personen für das Advisory Board zu finden. Ein weiterer wichtiger Teil ist die Nähe zu den Kunden, mit ihnen zu reden, zu spüren was sie möchten und dann die entsprechenden Massnahmen auf der Plattform und in der ganzen Strategie umzusetzen. Obendrauf kommt das ganze Marketing, und viele kleine Aufgaben, die in einem Unternehmen erledigt werden müssen.

Was würdest du anderen Studierenden in Bezug auf ihre berufliche Entwicklung raten?

So früh wie möglich mit einem Praktikum oder als Werkstudentin in der Berufswelt Fuss zu fassen. Dabei steht nicht nur die Arbeitserfahrung für den Lebenslauf im Vordergrund, sondern auch, die eigenen Bedürfnisse zu klären und zu testen, ob es nur die Vorlesung ist, die einen interessiert, oder ob es der ganze Tätigkeitsbereich ist.

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