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David Rüfenacht

Product Owner, Swisscom

David Rüfenacht hat an der FHNW ein Psychologiestudium – Master of Science – mit dem Schwerpunkt Arbeits-, Organisation- und Wirtschaftspsychologie absolviert. Heute arbeitet er als Product Owner bei der Swisscom.

David Rüfenacht

Absolvent des Master of Science Angewandte Psychologie FHNW

Interview mit David Rüfenacht

David, hättest du gedacht, dass du einmal Product Owner bei der Swisscom wirst, als du das Studium bei uns begonnen hast?

Nein, und schon gar nicht, dass ich mich in meiner täglichen Arbeit mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzen werde.

Könntest du kurz erklären, was ein Product Owner macht?

Der Product Owner ist eine Rolle im agilen Projektmanagement. Als Product Owner bin ich einem agilen Team für die Definition der Arbeitspakete verantwortlich und treibe die benutzerorientierte Weiterentwicklung von Produkten oder Softwarelösungen voran.

Wie sieht deine heutige Tätigkeit bei der Swisscom aus?

Heute bieten wir als interdisziplinäres Team für interne und externe Kunden Softwarelösungen an, welche mit künstlicher Intelligenz repetitive Tätigkeiten mit hohen Volumina automatisieren. Als Beispiel nutzen wir künstliche Intelligenz, um eingehende schriftliche Kommunikation zu verstehen und sie - basierend auf dem Inhalt - an die richtige Stelle im Unternehmen weiterzuleiten, Prozesse anzustossen oder direkt eine passende Antwort zu verschicken.

Welche Kompetenzen aus dem Studium kannst du in deinem heutigen Tätigkeitsgebiet einsetzen?

Da wir repetitive Arbeitsprozesse von Kunden automatisieren, sind in meiner täglichen Arbeit besonders die im Studium erworbenen Kompetenzen aus den Bereichen Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie, Mensch-Maschine-Interaktion und Usability entscheidend.

Mit welchen Erwartungen hast du das Studium bei uns aufgenommen?

Mich hat von Anfang an die Schnittstellenfunktion zwischen Technik, Business und Unternehmensführung fasziniert. Meine Erwartung war daher von Anfang an, mehr über das Zusammenspiel dieser drei Elemente zu erfahren und wie man diese so aufeinander abstimmen kann, dass für alle Beteiligten einen Mehrwert entsteht.

Welche Schwerpunkte hast du gewählt?

Nach den breit aufgestellten Grundlagenmodulen habe ich mich auf Grund meiner Interessen schon im Bachelor stark auf Mensch-Maschine-Interaktionen und User Experience fokussiert und praktisch jedes Modul besucht, das in diesen Bereichen angeboten wurde. Im Master habe ich dann versucht, mein Profil weiter abzurunden, etwa mit Themen wie Unternehmensführung, Change- und Risk-Management.

Auf welchem Weg hast du deine Arbeitgeberin gefunden?

Ein Freund von mir war bei Swisscom im Bereich Human Centric Design tätig und teilte mir mit, dass eine Arbeitskollegin von ihm für sechs Monate in den Mutterschaftsurlaub gehen würde. Ich habe mich noch am selben Tag direkt bei der Vorgesetzten dieser Mitarbeiterin gemeldet und ihr angeboten, die Mutterschaftsvertretung in Form eines Praktikums zu übernehmen. In den Interviews konnte ich mit den im Studium erworbenen Kompetenzen in der benutzerfokussierten Gestaltung von Interaktionsschnittstellen sowie im Usability Testing überzeugen. Während des Praktikums habe ich dann Prototypen auf ihre Usability getestet und in enger Zusammenarbeit mit internen und externen Kunden schrittweise weiterentwickelt. In die Rolle des Product Owners bin ich dann nach dem Praktikum nach und nach hineingerutscht.

Was würdest du anderen Studierenden in Bezug auf den Berufseinstieg raten?

Sei neugierig und proaktiv! Wenn dich etwas interessiert, fokussiere dich darauf! Gehe auf Praxispartner zu, schreibe spannende Firmen an und gehe an ihre Infoveranstaltungen zu Praktika- und Traineeprogrammen!

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