CAS GeoBIM: Jeder einzelne Tag war spannend
Alexandra Siegenthaler, Absolventin des CAS GeoBIM. Sie erzählt, warum sie sich für den Zertifikatslehrgang entschieden hat und welche neuen Perspektiven sie dadurch für die Verknüpfung von Planung und Geomatik gewinnen konnte.
Nach 8.5 Jahren in der Geoinformatik und 5.5 Jahren in der Projektleitung Tiefbau und Umwelt fühlte ich mich distanziert - viel zu weit weg - von der Vermessung, aber ich wollte auch nicht wieder in den klassischen Arbeitsbereich eines Vermessers zurück – ich wollte all meine Berufserfahrung weitgehend vereinen! Mit dieser intrinsischen Motivation stiess ich auf das CAS GeoBIM, für welches ich mich, ohne zu zögern und mit dem Wissen, komplett selbst dafür aufzukommen, im September 2024 für den Lehrgang Februar bis Juni 2025 angemeldet habe.
Durch das grosse Geomatik-Netzwerk, welches wir in der Schweiz haben (gefühlt kennt man über eine andere/zusätzliche Person fast jede/n GeomatikerIn, GeomatiktechnikerIn oder -IngenieurIn) erfährt man viele Entwicklungen und hört sich den Arbeitsalltag von Kolleginnen und Kollegen an, was einen dann – in dem Fall mich – dazu bringt, mehr darüber zu recherchieren und zu erfahren. Strassen-Bestandesaufnahmen (Mobile Mapping) und die digitale Bewirtschaftung waren auch bei uns im Tiefbau klar ein Thema, aber gewisse Hürden (Ressourcen, Finanzierung, Politik) waren noch zu gross. Somit bin ich als Geomatiktechnikerin und Generalist Tiefbau lediglich mit meiner reinen Motivation ins CAS gestartet.
Welche Vorteile bringt dir diese Weiterbildung für deine berufliche Zukunft?
Bereits bei der Anmeldung zum CAS GeoBIM wusste ich, dass ich beruflich neue Wege einschlagen will. Was dann auch schon während dem CAS mit einem neuen Arbeitsvertrag bei meinem heutigen Arbeitgeber (GeoPlanIng AG, Tafers) so geschah und mir bestätigte, dass ich alles richtig gemacht habe! Ich habe nun den Auftrag, den Bereich BIM/VDC auszubauen und voranzubringen. Eine für mich sehr spannende und dankbare Aufgabe sowie Herausforderung.
Welche Inhalte waren für dich persönlich besonders spannend? Und warum?
Jeder einzelne Tag war spannend, aber rückblickend war die Intensivwoche mit dem Baustellenbesuch des neuen Kantonsspitals Aarau «Dreiklang» ein Highlight und die praxisnahen (echten) BIM-Projekte der Dozenten, welche viel Engagement lieferten, um uns Studierenden aus dem Unterrichtszimmer direkt in die Praxis zu befördern.
Was würdest du Interessierten mit auf den Weg geben und für wen hältst du den CAS GeoBIM besonders geeignet?
Leidenschaft. Jeder aus der Bau- und Geo-Branche, der sich für Building Information Modeling und das digitale Bauen interessiert und sich weiterentwickeln will, ist in diesem CAS genau richtig. Unser Lehrgang war eine sehr sympathische und durchmischte Gruppe mit top Leuten aus der Geomatik, Geographie, Geologie sowie entfernteren Arbeitsgebieten, ich denke daher, es ist für jeden was dabei!
Bereits bei der Anmeldung zum CAS GeoBIM wusste ich, dass ich beruflich neue Wege einschlagen will und ich wollte all meine Berufserfahrung weitgehend vereinen.
Alexandra Siegenthaler hat vor 15 Jahren (Juli 2010) ihre Ausbildung zur Geomatikerin EFZ erfolgreich abgeschlossen, startete direkt den Berufsbildner (2011) sowie beim Bildungszentrum Geomatik Schweiz BIZ-Geo als Projektleiterin Qualipoint (Lernplattform), zuvor AZUBI-CD. Nach umfangreichen internen Weiterbildungen im Amt für Geoinformation des Kantons Bern hat Alexandra das Diplom zum Geomatiktechniker FA absolviert und ist dann in den Bereich Tiefbau (Projektleitung Infrastrukturbau und -sanierung sowie GIS-Spezialistin) und Umwelt (Bachrevitalisierungen, Biber-Beauftragte, Leiterin Abfall) auf eine Gemeindeverwaltung gegangen, wobei sie das Zertifikat Fachperson Strassenbau sowie weitere Weiterbildungen im Bereich Umwelt absolvierte. Alexandra wurde eine absolute Generalistin für über 5.5 Jahre. In ihrem 5. Jahr als Generalistin voller spannender und abwechslungsreicher Tätigkeiten stiess sie wieder auf das Thema BIM, welches im Jahr 2016 (Geomatiktechnikerausbildung; Wahlmodul 3D-Geodaten) lediglich ein Randthema und nur im Bereich Hochbau war – sie aber schon damals faszinierte und nun dafür brennt!






