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Beratung von Migrantinnen und Migranten im Eingliederungsmanagement

Eingliederungsfachpersonen erwerben Kompetenzen und Fähigkeiten zur Unterstützung von Migrantinnen und Migranten in der Arbeitsintegration.

Die berufliche Re-Integration von Migrantinnen und Migranten stellt vielfach eine grosse Herausforderung für die beteiligten Akteure dar, etwa für Personen in der Funktion von Beratenden/Coaches/Job-Coaches, RAV-Mitarbeitenden, IV-Beratende, Sozialarbeitende etc., aber auch für die Migrantinnen und Migranten selbst. Für ein erfolgreiches Gelingen der beruflichen Eingliederung von Migrantinnen und Migranten sind theoretische Grundlagen, umfassendes Methodenwissen und Möglichkeiten ihrer Umsetzung von grösster Wichtigkeit. Theoretisches Wissen basiert auf einem fundierten Wissen über die Migration in intergenerationaler Perspektive, über die Erwerbsarbeit und deren Bedeutung für Migrantinnen und Migranten, über die Situation am Arbeitsmarkt und über den Einfluss des Migrationsprozesses und die damit verbundenen Herausforderungen.
In der Methodik geht es vor allem darum potentielle Wirkfaktoren in der Beratung kennenzulernen und anzuwenden. Dabei geht es zunächst um die Selbstreflexion, also um den Erwerb von Kenntnissen über die Grundeinstellungen der beratenden Fachpersonen gegenüber Migrantinnen und Migranten im Kontext von Arbeitsintegration. Darüber hinaus werden Kenntnisse und Techniken der Ressourcenaktivierung vermittelt, der Umgang mit Hindernissen in der Arbeitsintegration wird erlernt, bis hin zum Wissen über Aufbau und Aufrechterhaltung, inklusive Abschluss einer erfolgreichen Arbeitsbeziehung in der Beratung.
Der theoretische und auf empirischen Studien basierte Grundlagenteil wird durch praktische Übungseinheiten ergänzt, bei welchen einzelne Modulteilnehmende auch die Möglichkeit haben eigene Fälle aus ihrem Berufsalltag als Fallvignetten zu bringen. Dabei wird das erworbene Fach- und Methodenwissen auf die Praxis übertragen und in seiner Anwendung erprobt.

Inhalt

  • Grundlagenwissen über den Migrationsprozess und damit verbundene Anpassungsleistungen erwerben
  • demographische Daten der Zielgruppe für die Schweiz kennen
  • erleichternde und erschwerende Faktoren bei der beruflichen Re-Integration von Migrantinnen und Migranten kennen
  • sich über die Wirkfaktoren in der Beratung von Migrantinnen und Migranten bewusst sein
  • lösungsorientierte Strategien kennen
  • wichtige Ressourcen aktivieren können
  • eine tragende und vertrauensvolle Arbeitsbeziehung aufbauen und aufrechterhalten können
  • Situationen wertefreier einzuschätzen und die erworbene Methodik situationsgerecht anwenden
  • wichtige «Fallen» aber auch beziehungsstärkende Faktoren für die Beratungsarbeit mit Migrantinnen und Migranten kennen
  • aus Beratungssituationen heraus einerseits sich selbst konstruktiv-kritisch zu hinterfragen, aber auch sich selbst positiv zu verstärken.


Zielpublikum

  • Personen, die in Unternehmen im Eingliederungsmanagement tätig sind,
    beispielsweise in der betrieblichen Sozialarbeit, dem betrieblichen Eingliederungsmanagement oder dem betrieblichen Gesundheitsmanagement.
  • Personen, die in Sozial- und Privatversicherungen Eingliederungsmanagement/Case Management zwecks Eingliederung von Personen in den Arbeitsmarkt durchführen.
  • Personen, die bei den IV-Stellen in den Bereichen Früherkennung und
    Frühintervention tätig sind.
  • Personen, die bei Anbieterinnen und Anbietern von Eingliederungsmanagement oder Case Management tätig sind.
  • Personen, die in Organisationen und Institutionen tätig sind, die eine
    Erst- oder Re-Integration von Klientinnen und Klienten in den Arbeitsmarkt
    anstreben.
  • Personen, die im Bereich der Sozialhilfe im Kontext von Arbeitsintegration tätig sind.

Weitere Informationen

Durchführung 27./28./29. September 2018
Download Flyer

Bemerkung

Änderungen und Preisanpassungen vorbehalten

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Standort

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Olten

Riggenbachstrasse 16 4600 Olten
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