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Entwicklungsorientierte Alltagsbegleitung - kooperativ Lebenswelt gestalten

Den Zugang zu Menschen mit einer (schweren) Behinderung findet sich im Verstehen seiner besonderen Situation. Unser «Sehen – Verstehen – Handeln» ist auszurichten auf kon-krete Kooperation in konkreten Situationen.

Ausgehend von der begründeten Annahme, dass wir den Zugang zu Menschen mit einer Behinderung vor allem über das Verstehen seiner besonderen Situation finden, werden wir uns vor allem damit befassen: Wie kann umfassendes Verstehen gelingen bei Menschen, mit denen nur eingeschränkt über die gewohnten Kanäle kommuniziert werden kann?
Dabei sind von Bedeutung:
- Aus biografischer Sicht: Die biographische Rekonstruktion sowie der Einbezug und das kritische Hinterfragen von Akten und Fremdberichten.
- Aus systemischer Sicht: Das Hinschauen und Wahrnehmen was ist sowie der Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen bezogen auf ein und dasselbe Thema, menschliches Tun und/oder institutionelle Rahmenbedingungen.
- Aus psychologischer Sicht: Fragen von Beziehungsgestaltung, Bindung und Übertragung.
- Aus pädagogischer Sicht: das Entwickeln einer kooperativen Haltung und kooperativer Methoden und Strukturen, gemeinsam mit Menschen, die sich (noch) nicht verbal mitteilen können.

Inhalt

«Sehen – Verstehen – Handeln» sind gerichtet auf konkrete Kooperationen in konkreten Lebenswelten. Sie werden entwicklungs- und prozessorientiert verstanden und mehrperspektivisch aufgefasst: Wahrnehmungen und Zielsetzungen der Begleitperson werden in Beziehung gebracht zu den in kommunikativen (auch vorsprachlichen) Prozessen zu erhebenden Interessen und Bedürfnissen der Klienten und Klientinnen.
Sehen: Zunächst gilt es, Fähigkeiten und Ressourcen aller Akteure – der Klientel und der Fachpersonen, inklusive institutioneller Rahmenbedingungen – zu erkennen und Veränderungs- und Unterstützungspotential zu sehen.
Verstehen: In der Analyse, dem Finden von Erklärungen und in der Kenntnis von fachlichen Begründungen können Fähigkeiten eingeordnet und Handlungsbedarf abgeleitet werden.
Handeln: Der Handlungsbedarf (von Seiten der Klientinnen und Klienten oder Begleitpersonen) wird gewichtet, Ziele werden formuliert und in Handlungsplanung umgesetzt.
Die Struktur einer «Kooperativen und Reflexiven Handlungsplanung» wird eingeführt und deren Einbettung in betriebsinterne Prozess- und Dokumentationssysteme wird besprochen.
Die theoretischen Ansätze werden an Übungen und konkreten Beispielen kooperativ erarbeitet. Dem Austausch von Fragen aus der eigenen pädagogischen Praxis, dem Nachdenken, der Suche nach kreativen Lösungen und der Umsetzung des Erarbeiteten in die konkrete Arbeit wird besonderes Gewicht beigemessen.

Zielpublikum

Personen, die mit Menschen mit schweren Behinderungen arbeiten und sich immer wieder mit der Frage auseinandersetzen, wie gemeinsam mit der Klientel und anderen Fachpersonen der Institution sinnvolle Ziele formuliert werden können – Ziele die realisierbar sind, niemanden überfordern, möglichst nahe an den Bedürfnissen und Interessen der beteiligten Person liegen und auch der eigenen Arbeit so längerfristig Sinn und Befriedigung vermitteln.

Weitere Informationen

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Download Flyer CAS Schwere Behinderung - Lebenswelten kooperativ gestalten

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Standort

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Olten

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Hochschule für Soziale Arbeit Riggenbachstrasse 16 4600 Olten
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