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Prof. Kathleen Dineen

Prof. Kathleen Dineen

Prof. Kathleen Dineen

Curriculum Vitae

Kathleen Dineen ist Sopranistin und Harfenistin und Expertin in spätmittelalterlichem Gesangsrepertoire. Ihre gesangliche Vielseitigkeit reicht von früher Monodie, Lautenlieder der Renaissance und Breitsaitenballaden bis zu traditionellen irischen Liedern, zeitgenössischen Folk Songs und Broadway-Literatur.

Kathleen begann im frühen Kindesalter mit dem Singen von traditionellen Liedern ihrer Heimat Irland. In einer gälisch-sprechenden Familie aufgewachsen, war ihr das Singen sozusagen in die Wiege gelegt worden. Das frühkindliche Erfahren und Erleben von Musik spielte eine tragende Rolle bei der Entfaltung ihrer Begabung, insbesondere des Gesangs ohne Begleitung.

Sie besitzt einen Bachelor in Musik mit Auszeichnung sowie einen Hochschulabschluss, ebenfalls mit Auszeichnung, von University College Cork (UCC), wo sie auch barocke Harmonie, Kontrapunkt, Gehörbildung und Vokalensemble unterrichtete. Ihre allerersten Konzertauftritte waren in Begleitung der Harfenisten Malcolm Proud, Christopher Stembridge und dem Vokalensemble Madrigal 75, Cork. Viele Jahre lang war sie Mitglied des Londoner Ensembles The Clerkes of Oxenford, unter der Leitung von David Wulstan, und auf zahlreichen Tourneereisen. In vielen Uraufführungen des Komponisten Gerald Barry sang sie den Solistenpart.

1987 wurde Kathleen das Stipendium und der Förderpreis Arts Council of Ireland verliehen, welche ihr das Gesangsstudium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Richard Levitt und Dominique Vellard ermöglichten. Unter der Leitung von Crawford Young war sie langjähriges Mitglied des Ferrara Ensemble, mit welchem zahlreiche Aufnahmen und Alben entstanden sind. In den späten 80er Jahren sang sie unter der Leitung von Benjamin Bagby und Barbara Thornton regelmässig im Ensemble Sequentia Köln und arbeitete mit Formationen wie Ensemble Lucidarium, Les Musiciens de Saint-Julien, Les Haults et les Bas zusammen. Gemeinsam mit Andreas Scholl und dem Ensemble Shield of Harmony war sie im Projekt “Songs of Myself” beteiligt. Im Fokus dieses Projekts, das 2009 unter dem Harmonia Mundi Label aufgenommen wurde, standen die Lieder von Oswald Von Wolkenstein. Das Projekt wurde in Deutschland und in den UK an Orten wie Barbican London, Wigmore Hall und Liverpool Philharmonic aufgeführt und stiess auf begeistertes Echo.

2001 gründete Kathleen das A Cappella Vokaltrio White Raven gegründet, welches vom Musikkritiker Michael Dervan als “Stimmen aus reinstem Gold” beschrieben wurde. Mit der Gründung von White Raven vereinte sie ihre Liebe zu traditionellen irischen Liedern und mittelalterlichen dreistimmigen Chansons (medieval three-part chanson). White Raven tritt an vielen prestigeträchtigen Musikfestivals in Europa auf, u.a. Rheingau, Klangvokal, Rheinvokal, Mosel, Stimmen, Montalbane, Schleswig-Holstein, Hannover A Cappella Festival, Festival für Alte Musik von Birmingham, Galway und East Cork, Kilkenny Arts sowie Skálholt, Island. Als Arrangeurin von Vokalmusik und Komponistin hat Kathleen ein umfangreiches Repertoire bearbeitet, das von Triogesang über Sologesang mit Harfe bis hin zu neu arrangierter Poesie reicht. Unter ihrem eigenen Label Blasket Music sind bisher drei CDs erschienen, eine vierte soll 2017 herausgegeben werden. White Raven wird regelmässig auf Radiosendern wie SRF, Lyric FM, WDR und RTE gespielt.

Unterrichten

Unterrichten nimmt seit jeher eine wichtige Stellung in Kathleens Berufsleben ein. Seit über 25 Jahren ist sie als Dozentin für Gesang in der Abteilung Alte Musik Mittelalter der Schola Cantorum Basiliensis tätig. Sie unterrichtet Mittelalter Volkalensemble mit Schwerpunkt Repertoire des 13.-16. Jahrhunderts sowie Gesang im Nebenfach für Instrumentalstudierende an der SCB (Pflichtfach Gesang).

Im Rahmen von Workshops erteilt Kathleen ausserdem Unterricht in traditioneller irischer Vokalharmonie an der Musikschule Basel und in der Stimmen Werkstatt in Lörrach.

Zudem gibt Kathleen Privatunterricht und Workshops im Rahmen von grossen Festivals und Musikzentren wie CEMPR an der Universität Birmingham und Klangwelt Toggenburg.

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