Ernährungssicherheit und Ernährungsdemokratie

3 ECTS
| Montag | 31.08.2026 | 13-17 | Dreispitz Basel/ Münchenstein |
| Dienstag | 01.09.2026 | 9-17 | Dreispitz Basel/ Münchenstein |
| Mittwoch | 02.09.2026 | 9-17 | Dreispitz Basel/ Münchenstein |
| Donnerstag | 03.09.2026 | 9-17 | Dreispitz Basel/ Münchenstein |
| Freitag | 04.09.2026 | 9-12 | Dreispitz Basel/ Münchenstein |
Das erwartet dich:
Wie kann Ernährung als gesellschaftliches Gut gerecht, ökologisch tragfähig und demokratisch gestaltet werden? Das Modul verbindet Perspektiven aus Sozialer Arbeit, Umwelt und Gesundheitswissenschaften, Ökonomie, Bildung, Governance und Kulturwissenschaft. Im Fokus stehen Teilhabe und Empowerment entlang der Wertschöpfungskette, die Rolle von Ernährungskultur und Gemeinschaft sowie das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung – u. a. im Lichte der DonutÖkonomieund des Rechts auf angemessene Ernährung. Du arbeitest in interdisziplinären Teams an Fallbeispielen (z. B. kommunale Ernährungspolitiken, Ernährungsräte, solidarische Landwirtschaft, öffentliche Verpflegung) und entwickelst praxisnahe Ideen für eine Ernährungsdemokratie, die ökologische Grenzen respektiert und soziale Gerechtigkeit stärkt.
In diesem Modul setzt du dich mit Ernährungssystemen aus interdisziplinärer Perspektive auseinander und analysierst deren ökologische, soziale, ökonomische und politische Dimensionen. Du lernst zentrale Konzepte wie Ernährungssicherheit, das Recht auf Nahrung, Ernährungsdemokratie sowie die Donut-Ökonomie als Orientierungsrahmen für kommunale Ernährungspolitik kennen und wendest sie exemplarisch an. Gemeinsam reflektierst du Ernährung als soziale Praxis im Kontext von Gemeinschaft, Identität, Genuss und Inklusion sowie Lern- und Handlungsräume in Kindheit und Jugend. Durch Perspektivwechsel untersuchst du das Spannungsfeld zwischen individueller Wahlfreiheit und kollektiver Verantwortung.
Darüber hinaus analysierst du Governance-Strukturen, Machtverhältnisse und politische Steuerungsmechanismen im Ernährungssystem, setzt dich mit Ernährungsräten, städtischen Ernährungsstrategien sowie partizipativen Ansätzen auseinander und lernst alternative Wertschöpfungsmodelle wie solidarische Landwirtschaft und Genossenschaften als Wege zu einer sozial gerechten und nachhaltigen Ernährung kennen.
Unterrichtssprache:
Deutsch
Voraussetzungen:
Keine
Bemerkungen:
Keine
Leistungsnachweis:
Modul mit Anwesenheitspflicht, aktive Teilnahme, vorbereitende Lektüre (Reader)
TeamProjekt: Konzept, Projektidee
Individuelle Reflexion (Freiheit/Verantwortung, Rolle als „Food Citizen“, persönliche Lernziele)
Modulbewertung:
erfüllt/ nicht erfüllt (2-er Skala)
Das kannst du lernen:
Fachwissen und Methodenkompetenz
Die Studierenden verfügen über fundiertes Wissen zu Sozialwesen, Gesellschaftssystemen, sozialen Problemen und Prozessgestaltungsmodellen. Sie können dieses Wissen mit Methodenkompetenz verbinden, um Prozesse zu gestalten, innovative Lösungen zu entwickeln und forschungsbasierte Ansätze anzuwenden.
Sozialkompetenz
Die Studierenden können kooperativ in Teams arbeiten, soziale Interaktionen konstruktiv gestalten und gemeinsam Ziele erreichen.
Selbstkompetenz
Die Studierenden reflektieren ihr eigenes Handeln, ihre Entscheidungen und Lernprozesse kritisch und können ihre persönlichen Stärken gezielt weiterentwickeln.
Dozierende:
Lena Bloemertz, Julia Arnold, Michaela Maurer
