Nachhaltige Zukunfts- und Bildungsräume entwerfen und gestalten

3 ECTS
| Montag | 31.08.2026 | 13-16:30 | Muttenz |
| Dienstag | 01.09.2026 | 9-16:30 | Olten |
| Mittwoch | 02.09.2026 | 9-16:30 | Olten |
| Donnerstag | 03.09.2026 | 9-16:30 | Olten |
| Freitag | 04.09.2026 | 9-12 | Brugg-Windisch |
Das erwartet dich:
In diesem Modul lernst du, wie partizipative Arealgestaltung als praktischer und theoretischer Zugang zur Nachhaltigen Entwicklung genutzt werden kann. Du erlebst, wie Räume (u.a. Schulareale) gemeinschaftlich gestaltet werden und diese Erfahrungen in zentrale Konzepte nachhaltiger Entwicklung eingeordnet werden. Zu Beginn wirst du die Grundlagen der nachhaltigen Entwicklung behandeln, darunter die ökologische, soziale und ökonomische Dimension sowie relevante Nachhaltigkeitsziele. Diese Inhalte werden mit raumtheoretischen Ansätzen verknüpft, die Raum als Ergebnis sozialer Aushandlungsprozesse verstehen. Darauf aufbauend lernst du zentrale Modelle und Prinzipien partizipativer Planung kennen und setzt dich mit Fragen von Mitbestimmung, Machtverhältnissen und Inklusion auseinander.
In einer praxisorientierten Phase analysierst du die Brache auf der Westseite des Von Roll-Gebäudes am Campus Olten (und/oder das naheliegende Areal der Schule Bifang Olten) im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien. Du identifizierst beteiligte Akteurinnen und Akteure, entwickelst gemeinsam mit der Gruppe Nutzungsideen und erprobst partizipative Methoden wie Workshops oder Co-Design-Formate. Die praktische Gestaltung wird als Lernprozess verstanden, in dem Zielkonflikte zwischen verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen sichtbar werden. Abschliessend reflektierst du die gemachten Erfahrungen und verortest diese theoretisch, indem du die Rolle von Partizipation für nachhaltige Transformationen und im Rahmen einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung herausarbeitest. Damit entwickelst du deine Gestaltungskompetenz und ein vertieftes Verständnis nachhaltiger Raumentwicklung.
Unterrichtssprache:
Deutsch
Voraussetzungen:
Keine
Bemerkungen:
Die Studienleistung wird aufgeteilt auf 2 ETCS für «Zukunftsräume entwerfen» im Rahmen der Exploration Week und 1 ETCS für «Zukunftsraum planen und gestalten» (3 Planungssitzungen am Abend à 3h und 1 Umsetzungstag an einem Samstag im November 26 – genaue Daten werden bekannt gegeben)
Montagnachmittag: Besuch unterschiedlicher Orte, an welchen unterschiedliche fachliche Sichtweisen auf die Gestaltung von Aussenräumen erlebt werden können, gemeinsam mit den Studierenden der Module «Kühle Konzepte für zukünftige Strassenräume» und «Nachhaltige Zukunftsräume entwerfen und gestalten», um den interdisziplinären Austausch zu fördern und Einblicke in weitere Themen zu ermöglichen.
Freitagmorgen: Besuch des Praxisbeispiels der Gemeinde und Schule Zeihen AG.
Leistungsnachweis:
Modul mit Anwesenheitspflicht
In einer (wenn möglich) interdisziplinären Gruppe werden die Überlegungen und Erfahrungen aus dem Modul auf ein anderes, selbst ausgewähltes Fallbeispiel transferiert. Anhand des Fallbeispiels loten die Studierenden z.B. die Möglichkeiten für einen partizipativen Prozess aus und eruieren die Akteure, welche am Prozess teilnehmen sollten. Anschliessenden werden der Arbeitsprozess und die Ergebnisse kritisch hinterfragt und reflektiert.
Modulbewertung:
erfüllt / nicht erfüllt (2-er Skala)
Das kannst du lernen:
Fachliche Kompetenzen
Studierende können räumliche Projekte im Hinblick auf ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen sowie unter Berücksichtigung inter- und intragenerationeller Gerechtigkeit analysieren und bewerten.
Methodische Kompetenzen
Studierende können partizipative Verfahren anwenden (u.a. im Schulkontext) und Verfahren kennen, um Akteurskonstellationen und Bedürfnisse erfassen.
Soziale Kompetenzen
Studierende können kooperativ arbeiten, unterschiedliche Perspektiven einbeziehen und Aushandlungsprozesse konstruktiv gestalten.
Dozierende:
Pascal Pauli, Ursula Lemmenmeier, Stefanie Gysin
