{"id":11545,"date":"2022-06-01T16:03:48","date_gmt":"2022-06-01T14:03:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/?p=11545"},"modified":"2022-06-01T16:03:49","modified_gmt":"2022-06-01T14:03:49","slug":"kirsten-boie-heul-doch-nicht-du-lebst-ja-noch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/kirsten-boie-heul-doch-nicht-du-lebst-ja-noch\/","title":{"rendered":"Kirsten Boie: Heul doch nicht, du lebst ja noch"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"266\" height=\"398\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/heul.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11546\" srcset=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/heul.jpg 266w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/heul-201x300.jpg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Geschichte spielt im Juni 1945 in Hamburg. Im Zentrum des Buches stehen drei Jugendliche, die abwechselnd von ihrem Leben kurz nach Kriegsende berichten. Da ist Hermann, der sich nach der spannenden Zeit als HJ-F\u00fchrer zur\u00fccksehnt, der nicht nur st\u00e4ndig hungrig ist, sondern sich auch um seinen invaliden Vater k\u00fcmmern muss. Beide Beine haben ihm die Tommys weggeschossen. Da ist Traute, die eigentlich Gl\u00fcck hat, weil ihr Vater eine der ganz wenigen B\u00e4ckereien betreibt. Aber in die enge Wohnung \u00fcber dem Laden sind nun Gefl\u00fcchtete aus dem Osten einquartiert. Deshalb verbringt Traute die meiste Zeit draussen auf der Strasse. Und da ist Jacob, der Judenjunge, der sich in einer alten Ruine versteckt h\u00e4lt. Jacob wartet auf den alten Mann, der ihm immer Essen brachte und nun seit schon so langer Zeit nicht mehr gekommen ist. Sein schrecklicher Hunger treibt ihn schliesslich in der Nacht auf die Strasse. Erst als Jacob von Traute und Hermann angesprochen wird, erf\u00e4hrt er, dass er sich wieder draussen bewegen darf, keine Angst mehr haben muss, dass dieser grausame Krieg endlich vorbei ist. Alle drei berichten von ihren Erlebnissen, alle drei versuchen, mit der neuen Situation auf irgendeine Weise zurechtzukommen.<br>Kirsten Boie hat ein sehr ber\u00fchrendes Buch geschrieben, die Schicksale der drei Hauptfiguren gehen unter die Haut. Immer wieder wechselt Kirsten Boie die Perspektive, ganz allm\u00e4hlich verkn\u00fcpfen sich die drei Geschichten miteinander. Im Buch wird deutlich, dass nach dem Ende eines Krieges nicht einfach alles wieder <s>wird<\/s> wie vorher wird. Zu viele traumatische Erlebnisse pr\u00e4gen den Alltag der Menschen. Wieder zueinanderfinden ist schwierig und anspruchsvoll. Und Hunger kann Menschen dazu verf\u00fchren, weiteres Unrecht zu begehen. Die versierte Autorin erz\u00e4hlt diese Geschichten in einer ruhigen, eindringlichen Sprache, voller Empathie. Ohne zu besch\u00f6nigen aber auch so, dass man Verhaltensweisen nachvollziehen kann und sich Lichtblicke auftun. Gerade jetzt, wo Jugendliche wieder dauernd mit Krieg und Flucht konfrontiert werden, braucht es B\u00fccher wie dieses. Solche Erfahrungen nachzulesen kann mithelfen, die Sichtweisen und Handlungen anderer besser zu verstehen. Ein wichtiges Buch f\u00fcr Kinder ab etwa 12 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Kirsten Boie: Heul doch nicht, du lebst ja noch. Oetinger 2022. ISBN: 978-3-7512-0163-6<\/p>\n\n\n\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte spielt im Juni 1945 in Hamburg. Im Zentrum des Buches stehen drei Jugendliche, die abwechselnd von ihrem Leben kurz nach Kriegsende berichten. Da ist Hermann, der sich nach der spannenden Zeit als HJ-F\u00fchrer zur\u00fccksehnt, der nicht nur st\u00e4ndig hungrig ist, sondern sich auch um seinen invaliden Vater k\u00fcmmern muss. 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