{"id":13732,"date":"2024-07-01T13:46:59","date_gmt":"2024-07-01T11:46:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/?p=13732"},"modified":"2024-07-01T13:49:48","modified_gmt":"2024-07-01T11:49:48","slug":"buch-des-monats-juli-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/buch-des-monats-juli-2024\/","title":{"rendered":"Buch des Monats Juli 2024"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"265\" height=\"381\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-01-um-13.39.24.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-13733\" srcset=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-01-um-13.39.24.png 265w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bildschirmfoto-2024-07-01-um-13.39.24-209x300.png 209w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Iben Akerlie: Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nora ist stinksauer auf ihre Mutter. Die hat ihr n\u00e4mlich gerade er\u00f6ffnet, dass sie den ganzen Sommer bei ihrer Oma verbringen muss. Bei Oma, die Nora gar nicht richtig kennt, die ihren Geburtstag vergisst, nicht zu Weihnachten kommt und die irgendwo im Nirgendwo lebt, wo \u00fcberhaupt nichts los ist. Du musst \u2013 hat Noras Mutter gesagt und somit war da nichts zu machen. Noras Oma ist eine eigenartige Frau. Sie hat fr\u00fcher als Journalistin gearbeitet, ist \u00fcberall auf der Welt herumgekommen und hat \u00fcber Kriege berichtet. Und nun verbringt Nora also den Sommer bei ihr \u2013 Nora schmollt und spricht kein unn\u00f6tiges Wort, zum Gl\u00fcck l\u00e4sst Oma sie so ziemlich in Ruhe. Als Nora in den ersten Tagen alleine in den Wald spaziert, entdeckt sie dort eine wunderbare Lichtung mit einer Wiese voll bl\u00fchender Blumen, in die sich Nora fallen l\u00e4sst. Pl\u00f6tzlich steht ein Junge auf der Wiese und starrt Nora an. Nora springt auf, will etwas sagen, traut sich aber nicht und rennt nach Hause. Beim Einkauf am n\u00e4chsten Tag treffen Oma und Nora auf Sayed und dessen Sohn Abbas \u2013 den Jungen von der Lichtung. Die beiden Erwachsenen f\u00e4deln ein, dass sich die zwei Jugendlichen am n\u00e4chsten Tag treffen. Nora und Abbas verstehen sich so gut, dass sie sich von nun an jeden Tag sehen. Sie verbringen ihre Tage auf der Wiese und im Wald. Dort entdecken sie eine Jagdh\u00fctte und machen diese, mit leichtem Kribbeln im Bauch, da es ja nicht ihre H\u00fctte ist, zu ihrem zweiten Zuhause. Die Tage vergehen und Nora merkt immer deutlicher, dass sie gerne in Abbas N\u00e4he ist, dass sie seine N\u00e4he geradezu elektrisiert. Eines Tages werden die beiden beim Baden im See von einem Gewitter \u00fcberrascht und sie fl\u00fcchten sich in die trockene H\u00fctte. Dort schlafen sie ersch\u00f6pft ein und werden bald unsanft von der Jagdh\u00fcttenbesitzerin geweckt. Es ist Dorrit, die Betreiberin des Caf\u00e9s im nahegelegenen Ort. Dorrit beschimpft Abbas aufs \u00dcbelste mit rassistischen \u00c4usserungen und Nora steht einfach nur dabei und kann den Mund nicht auftun. Verst\u00f6rt fl\u00fcchten Abbas und Nora nach Hause, wo Nora ihrer Oma alles erz\u00e4hlt. Das schlimmste f\u00fcr Nora ist aber, dass sich Abbas nach diesem Vorfall nicht mehr bei ihr meldet. So beschliesst sie, Abbas aufzusuchen und ihm etwas zu erz\u00e4hlen, von dem sie glaubt, dass er es wissen sollte: Es gibt ein schreckliches Geheimnis, das mit Noras Oma, Abbas toter Mutter und Afghanistan zu tun hat. Doch damit macht sie alles nur noch viel schlimmer. Sie glaubt, Abbas nun f\u00fcr immer verloren zu haben. Erst, als sich die Erwachsenen einschalten und sich Noras und Abbas Familien gemeinsam gegen Dorrit zur Wehr setzen, Nora den Mut findet, das Richtige zu tun und endlich \u00fcber die Umst\u00e4nde des Todes von Abbas Mutter geredet wird, st\u00fcrzt die Mauer der Distanz zwischen Abbas und Nora wieder ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nora erz\u00e4hlt die Geschichte dieses speziellen Sommers, in dem so vieles passiert, gleich selbst. Sie beschreibt sich als <em>Zwischenmensch \u2013<\/em> sie ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen, sondern irgendwie dazwischen<em>. <\/em>Und genau dieses Zwischenmensch-Sein verpackt die Autorin, Iben Akerlie, so fantastisch in ihre Geschichte. Nora erlebt ihre erste Liebe, gleichzeitig wird sie aber auch mit Rassismus und Krieg konfrontiert und wird sich ihrer privilegierten Lage als weisse Norwegerin ein erstes Mal bewusst. Sie beschreibt ihre Erlebnisse und die Gef\u00fchle, die diese ausl\u00f6sen, \u00e4usserst treffend in einer bildhaften Sprache. Dies bewirkt, dass man als Lesende unweigerlich von der spannenden Geschichte mitgerissen wird, so dass man das Buch kaum mehr weglegen m\u00f6chte. Empfohlen f\u00fcr alle, die ein wunderbar geschriebenes, spannendes und sensibles Coming of Age Buch lesen m\u00f6chten. Zum Vorlesen ab 9Jahren, zum Selberlesen ab 11 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Iben Akerlie: Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist. Oetinger 2024. ISBN: 978-3-7512-0417-0<\/p>\n\n\n\n<p><em>Rezension Sara Grunauer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Iben Akerlie: Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist Nora ist stinksauer auf ihre Mutter. Die hat ihr n\u00e4mlich gerade er\u00f6ffnet, dass sie den ganzen Sommer bei ihrer Oma verbringen muss. 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