{"id":13763,"date":"2024-07-18T09:17:20","date_gmt":"2024-07-18T07:17:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/?p=13763"},"modified":"2024-07-18T09:17:21","modified_gmt":"2024-07-18T07:17:21","slug":"mette-vedsoe-what-the-luck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/mette-vedsoe-what-the-luck\/","title":{"rendered":"Mette Veds\u00f8: What the Luck"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"143\" height=\"217\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/what.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13764\" style=\"width:210px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Mikkel ist etwa 15 Jahre alt. Sein Vater sortiert in einer Deponie angeliefertes Ger\u00fcmpel und k\u00fcmmert sich sehr liebevoll um seinen Sohn. Vor allem seit Mikkels Mutter das Weite gesucht hat. Eigentlich ist es f\u00fcr Mikkel kein Problem, dass er und sein Vater kaum Geld haben. Aber jetzt hat sein Klassenlehrer f\u00fcnf Zahlen an die Tafel notiert, er will damit die verschiedenen sozialen Schichten der Gesellschaft darstellen und die Diskussion in der Klasse anregen. Klar, dass Mikkel zur untersten Kategorie geh\u00f6rt. Und ebenfalls ausser Zweifel steht, dass Ludwig, der Million\u00e4rssohn, der ersten Gruppe zugeordnet wird. Das sind Momente, denen f\u00fchlt sich Mikkel nicht sonderlich gut und er tr\u00e4umt ganz im Stillen von einem besseren Leben, einer gr\u00f6sseren Wohnung, von Geld, dass man einfach ausgeben kann, ohne lange dar\u00fcber zu debattieren.<br>Durch Zufall, und weil Mikkel ein wirklich netter und sympathischer Kerl ist, bekommt er von einer alten reichen Dame einen Golfbag geschenkt. Ihr Mann Henrik ist k\u00fcrzlich verstorben, sie braucht das Ding nicht mehr. Mikkel hat Talent, das merkt er sp\u00e4testens, als er sich als Henrik ausgibt und auf dem Golfplatz seine ersten B\u00e4lle abschl\u00e4gt. Er findet zudem heraus, wie er sein neues Leben finanzieren kann: Ganz legal, das Handy macht es m\u00f6glich, man muss nur die richtigen Werbefotos posten. Mikkels Leben ver\u00e4ndert sich schlagartig, er geniesst das Gef\u00fchl, endlich zum Kreis der Verm\u00f6genden zu geh\u00f6ren. Nat\u00fcrlich fliegt die Sache auf. Auf die Dauer wird es auch f\u00fcr Mikkel zu anstrengend, zwei so unterschiedliche Leben parallel zu f\u00fchren. Sein Vater rastet aus, Mikkel hat ihn, nach seinem Empfinden, hintergangen. Mikkel gibt ihm mit seinem Doppelleben das Gef\u00fchl, nicht gut genug zu sein, er f\u00fchlt sich mies und nutzlos. Aber Mikkel und sein Vater lieben sich im Grunde ja sehr. Zum Gl\u00fcck haben sie gute Freunde, die vermitteln und zudem Martine, die in solchen Zeiten vorbeikommt, zuh\u00f6rt und erst noch etwas Warmes auf den Tisch zaubert.<br>Die Geschichte von Mikkel, diesem kleinen, charmanten Hochstapler, ist leicht und witzig geschrieben, ber\u00fchrt aber Lesende sehr. Es ist ein Gef\u00fchl, das wohl alle kennen, diese Zuordnung in soziale Schichten, dieses gegenseitige Ausgrenzen und der Wunsch, mal in einer ganz anderen Liga zu spielen. Viele Jugendliche werden dieses Buch m\u00f6gen, weil Mette Veds\u00f8 den richtigen Ton trifft und die Geschichte sehr authentisch und an keiner Stelle moralisierend daherkommt. F\u00fcr Jugendliche. 170 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mette Veds\u00f8: What the Luck. . Aus dem D\u00e4nischen von Maike D\u00f6rries. Thienemann 2024. ISBN: 978-3-522-20305-0<\/p>\n\n\n\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikkel ist etwa 15 Jahre alt. 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