{"id":14247,"date":"2025-03-24T11:10:20","date_gmt":"2025-03-24T10:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/?p=14247"},"modified":"2025-03-28T17:03:22","modified_gmt":"2025-03-28T16:03:22","slug":"davide-morosinotto-sohn-des-meeres","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/davide-morosinotto-sohn-des-meeres\/","title":{"rendered":"Davide Morosinotto: Sohn des Meeres"},"content":{"rendered":"\n<p>Aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/sohn-des-meeres-1-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14262\" style=\"width:210px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Pietro, ein vierzehnj\u00e4hriger, grossgewachsener, kr\u00e4ftiger Junge, f\u00fchrt in der N\u00e4he des altr\u00f6mischen St\u00e4dtchens Ateste mit seinen Eltern ein einfaches Leben. Nie h\u00e4tte er gedacht, dass er je seine Heimat verlassen und etwas anderes tun w\u00fcrde, als die Schweine seiner Familie zu h\u00fcten. Doch genau so kommt es, als ein Bote schlechte Neuigkeiten bringt: Die Hunnen belagern die benachbarte Stadt \u2013 sie ben\u00f6tigt dringend Hilfe! Der Senator von Ateste handelt schnell. Er zieht alle wehrt\u00fcchtigen M\u00e4nner ein \u2013 auch starke Jungen wie Pietro \u2013 und bildet sie in einer Schnellbleiche zu Soldaten aus. Dort lernt Pietro Titus kennen, eine tiefe Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden. Ohne R\u00fcstung und sp\u00e4rlich bewaffnet zieht das neu gebildete Heer nun gegen die Hunnen. Kurz vor dem Abmarsch gesteht Pietros Mutter ihrem Sohn, dass Pietro von einem Barbaren abstamme, der vom Meer \u2013 da mar \u2013 kam. Pietro hat es im Herzen schon immer geahnt \u2013 er ist Pietro da mar und er will, nein, er muss das Meer sehen! Ein zweite, beinahe gr\u00f6ssere \u00dcberraschung f\u00fcr Pietro folgt bald. Der Sohn des Senators von Ateste zieht ebenfalls in den Krieg \u2013 allerdings bequem in einer Kutsche verschanzt. Nur versteckt sich in der Kutsche nicht der Sohn, sondern die Tochter des Senators, Justina, die ihrer Rolle entfliehen und endlich etwas erleben will. Es dauert nicht lange und ihr Wunsch geht in Erf\u00fcllung \u2013 das neu gebildete Heer trifft unerwartet ein erstes Mal auf die Hunnen. Viele werden grausam get\u00f6tet, Justina und Pietro gefangengenommen. Mit viel List gelingt den beiden die Flucht. Es dauert aber nicht lange und die Hunnen erscheinen erneut in gewaltiger \u00dcberzahl, die Schlacht tobt und Pietro wird lebensgef\u00e4hrlich verletzt. Es gelingt Justina und Titus, den lebensbedrohlich verletzten Pietro zu bergen und ihn soweit gesund zu pflegen, dass sie fliehen k\u00f6nnen. Ihre Flucht geht Richtung Meer durch ein sumpfiges, aber relativ sicheres Gebiet. Am Meer hausen bereits Tausende andere Gefl\u00fcchtete, es gibt viel zu wenig Lebensmittel und Neulinge sind unerw\u00fcnscht. Zum Gl\u00fcck hat Pietro eine risikoreiche, aber geniale Idee, wie sie zu Essen und zu Geld kommen, so dass sie am Ende nicht nur \u00fcberleben, sondern sich in Zukunft ein Haus am Meer werden bauen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erneut entf\u00fchrt Davide Morosinotto seine Leser:innen in eine andere Zeitepoche. Die Geschichte spielt um 452 n. Chr. im damaligen Westr\u00f6mischen Reich. Die Figuren sind zwar erfunden, aber wie der Autor in einem abschliessenden Kapitel erkl\u00e4rt, h\u00e4tte es sich so zutragen k\u00f6nnen. Kindgerecht erl\u00e4utert er darin die Lebensumst\u00e4nde dieser Zeit. Der Roman ist nicht nur \u00e4usserst spannend, es entspinnt sich auch eine erste zarte Liebe zwischen den beiden ungleichen jungen Menschen Pietro und Justina, die der Autor feinf\u00fchlig schildert. Seine Figuren handeln nicht immer richtig, manchmal \u00e4rgert man sich als Leser:in geradezu \u00fcber verschiedene Taten, dies macht die Lekt\u00fcre aber umso nahbarer und authentischer. Hilfreich f\u00fcr die Lekt\u00fcre w\u00e4re eine Landkarte des damaligen Italien gewesen, um die Reise der Protagonisten auch darauf verfolgen zu k\u00f6nnen. Empfohlen f\u00fcr Lesende ab ca. 12 Jahren, auch als Klassenlekt\u00fcre oder zum Vorlesen. 362 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Davide Morosinotto: Sohn des Meeres. Thienemann 2024. ISBN: 978-3-522-20302-9<\/p>\n\n\n\n<p><em>Rezension: Sara Grunauer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi Pietro, ein vierzehnj\u00e4hriger, grossgewachsener, kr\u00e4ftiger Junge, f\u00fchrt in der N\u00e4he des altr\u00f6mischen St\u00e4dtchens Ateste mit seinen Eltern ein einfaches Leben. 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