{"id":2186,"date":"2014-07-01T16:12:46","date_gmt":"2014-07-01T14:12:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=2186"},"modified":"2019-03-14T11:08:16","modified_gmt":"2019-03-14T10:08:16","slug":"herbert-gunther-die-zeit-der-grossen-worte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/herbert-gunther-die-zeit-der-grossen-worte\/","title":{"rendered":"Herbert G\u00fcnther: Die Zeit der grossen Worte"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/herbert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2187\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/herbert-195x300.jpg\" alt=\"herbert\" width=\"141\" height=\"217\" \/><\/a>Paul lebt mit seiner Familie seit einiger Zeit in der Stadt. Mutter war es, die weg wollte vom Land, fort aus dieser Enge. Die Familie betreibt nun in der Stadt einen kleinen Lebensmittelladen. Und dann kommt der August 1914, der Krieg bricht aus. Pauls Vater und sein geliebter Bruder Max fahren an die Front. Der Vater, weil dies nun mal seine Pflicht ist und Max mit grosser Begeisterung: Er will etwas tun f\u00fcr sein Vaterland, will k\u00e4mpfen und siegen. Kurz nach der Abreise wird Paul von einer jungen Frau angesprochen. Es ist Louise, sie ist die heimliche Geliebte seines Bruders Max. Louise kommt aus einer noblen, wohlhabenden Familie und sie denkt ganz anders \u00fcber den Krieg. Louise arbeitet in einer Buchhandlung und nimmt Paul gleich mit. So viele B\u00fccher! Paul kommt aus dem Staunen gar nicht heraus. Als er gar ein Buch geschenkt bekommt, verbringt er fast seine ganze Freizeit mit lesen, er hilft auch in der Buchhandlung aus und wird auf diese Weise mit v\u00f6llig andern Ideen konfrontiert. Die meist kurzen Briefe von Max lassen aufhorchen. Da steht nichts mehr drin von Sieg, da ist von Angst, von Verlust und sinnlosen Strapazen die Rede. Bald \u00e4ndert sich auch das Leben in der Stadt. Die Menschen hungern, sie haben Angst und sehnen ein Ende herbei. Paul wird klar: Er ist kein Held, er will auch nie einer sein und gerade dazu zu stehen, das braucht den gr\u00f6ssten Mut. Zum Gl\u00fcck gibt es Ida, dieses M\u00e4dchen vom Land, in das sich Paul \u00fcber beide Ohren verliebt. Ida kennt keine klugen B\u00fccher, aber Ida hat das Herz auf dem rechten Fleck und sie steht im Leben und dies ganz stark, mit beiden F\u00fcssen.<\/p>\n<p>Es ist nicht der erste historische Roman, den man von Herbert G\u00fcnter zu lesen bekommt, da war ein K\u00f6nner am Werk. Nicht nur, dass er seinen Leserinnen und Lesern einen tiefen und spannenden Einblick in diese Zeit gew\u00e4hrt, es sind auch die Figuren, an deren Gedanken und Handlungen er einen so intensiv teilhaben l\u00e4sst. Paul setzt sich nicht nur mit dem politischen Gedankengut dieser Zeit auseinander, er lernt auch sehr unterschiedliche Lebensentw\u00fcrfe kennen und er lernt zu sich, zu seiner ganz pers\u00f6nlichen Meinung zu stehen. Ein spannendes und ber\u00fchrendes Jugendbuch, dem man zahlreiche Leserinnen und Leser w\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Herbert G\u00fcnther: Die Zeit der grossen Worte. Gerstenberg 2014. ISBN: 978-3-8369-5757-1<\/p>\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paul lebt mit seiner Familie seit einiger Zeit in der Stadt. Mutter war es, die weg wollte vom Land, fort aus dieser Enge. Die Familie betreibt nun in der Stadt einen kleinen Lebensmittelladen. Und dann kommt der August 1914, der Krieg bricht aus. Pauls Vater und sein geliebter Bruder Max fahren an die Front. 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