{"id":2313,"date":"2014-09-23T13:29:00","date_gmt":"2014-09-23T11:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=2313"},"modified":"2019-03-21T11:19:31","modified_gmt":"2019-03-21T10:19:31","slug":"buch-des-monats-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/buch-des-monats-oktober-2014\/","title":{"rendered":"Buch des Monats Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/parafi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2314\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/parafi-150x150.jpg\" alt=\"parafi\" width=\"143\" height=\"201\" \/><\/a>Anna Kuschnarowa: Djihad Paradise<\/strong><\/p>\n<p><em>Ich, Abdel Jabbar Shahid, bin bereit. Der Sprengstoffg\u00fcrtel, der um meine Brust liegt, ist bereit, ich muss ihn nur noch z\u00fcnden\u2026 <\/em>So beginnt dieses Buch &#8211; und wie es zu diesem Szenario kommen konnte, das erz\u00e4hlt die Autorin auf ausserordentlich eindr\u00fcckliche Art und Weise:<\/p>\n<p>Julien geh\u00f6rt zu jenen Jugendlichen, denen nichts in den Schoss f\u00e4llt. Sein Vater ist Alkoholiker, seine Mutter l\u00e4ngst ausgezogen, und er selbst wurde schon von mehreren Schulen geschmissen. Ganz anders Romea, sie lebt mit ihren Eltern in einer Villa, ist wohlbeh\u00fctet und auch in der Schule bei allen beliebt. Julien und Romea, die beiden verlieben sich ineinander, eine Lovestory, die himmelblau und rosarot beginnt und bald so intensiv ist, dass beide bereit sind, alles f\u00fcreinander zu geben und zu tun. Aber dann kommt es doch anders. Julien, in st\u00e4ndiger Geldnot, wird beim Dealen erwischt und kommt in den Knast. Sein Zellengenosse Murat ist streng gl\u00e4ubiger Moslem und wird bald zur wichtigsten Bezugsperson hinter Gittern. Nach der Entlassung ziehen Murat und Julien zusammen. Romea will Julien aber auf keinen Fall verlieren. Deshalb begleitet sie Julien bald regelm\u00e4ssig in die Moschee. Sie sp\u00fcrt gleichzeitig, dass Julien ihr entgleitet, dass sie seine Handlungs- und Denkweisen nicht l\u00e4nger nachvollziehen kann. Sie trennt sich zwar vorerst von Julien, hofft aber bis zur letzten Seite auf seine Einsicht, seine R\u00fcckkehr in ein einigermassen normales Leben.<\/p>\n<p>In Anna Kuschnarowas neuem Roman geht es prim\u00e4r um Liebe und um religi\u00f6sen Fanatismus. Die wechselnde Erz\u00e4hlperspektive, einmal erz\u00e4hlt Julien, dann wieder Romea, erlaubt es, dass Lesende die inneren Sichtweisen, und so auch die Handlungsweisen, der beiden zumindest teilweise nachvollziehen k\u00f6nnen. Djihad Paradise zeigt sehr beeindruckend auf, wie Jugendliche in den Sog fanatisch religi\u00f6ser Gruppierungen geraten k\u00f6nnen. Zugleich ist der Plot so fesselnd, die Liebesgeschichte so eindringlich erz\u00e4hlt, dass man die Lekt\u00fcre kaum unterbrechen mag. Das Buch und seine Themen wird viele Jugendliche beeindrucken.<\/p>\n<p><strong>Anna Kuschnarowa: Djihad Paradise<\/strong>. Beltz 2013. ISBN: 978-3-407-81155-4<\/p>\n<p>Rezension: Maria Riss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anna Kuschnarowa: Djihad Paradise Ich, Abdel Jabbar Shahid, bin bereit. 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