{"id":2539,"date":"2015-04-28T15:05:17","date_gmt":"2015-04-28T13:05:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=2539"},"modified":"2019-03-14T10:28:10","modified_gmt":"2019-03-14T09:28:10","slug":"dave-cousins-15-kopflose-tage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/dave-cousins-15-kopflose-tage\/","title":{"rendered":"Dave Cousins: 15 kopflose Tage"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/tage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2540\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/tage-200x300.jpg\" alt=\"tage\" width=\"143\" height=\"215\" \/><\/a>Laurence ist 15 Jahre alt. Er lebt zusammen mit seiner alkoholkranken Mutter und dem sechsj\u00e4hrigen Bruder Jay in einer Sozialwohnung am Stadtrand. Und dann ist eines Morgens Mum einfach nicht mehr da. Das ist erstmal nicht gar so schlimm, das gab es schon \u00f6fters. Laurence macht Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr seinen Bruder und bringt ihn anschliessend zur Schule. Nat\u00fcrlich kommt er selber daf\u00fcr zu sp\u00e4t. Aber was soll&#8217;s, einen Eintrag mehr im Klassenbuch! Aber am Abend ist Mum immer noch nicht da, auch am kommenden Morgen nicht. Laurence muss das alles alleine schaffen, obwohl kein Cent mehr auffindbar ist. Nur leere Flaschen, \u00fcberall in der Wohnung. Aber Laurence glaubt an seine grosse Chance: Jeden Abend schleicht er sich zur Telefonzelle und ruft punkt acht beim Radio an. Da spielt er in einer Quiz-Sendung mit. Jeden Abend kommt er eine Runde weiter. Er will um alles in der Welt am 15. Tag den Hauptpreis gewinnen: 2 Wochen Urlaub in einem Hotel der Extra-Klasse. Laurence ist \u00fcberzeugt, dass er damit seine Familie retten wird. Und so k\u00e4mpft er weiter, bringt sich und seinen kleinen Bruder irgendwie \u00fcber die Tage, spielt Runde um Runde weiter. Und dann, nach gut zwei Wochen findet er seine Mum endlich wieder. Sie hatte sich versteckt, wollte einfach vergessen, hat aufgegeben. Und so gibt es zum Schluss die Hoffnung, dass Mama den Entzug schaffen wird, dass alles wirklich gut kommen kann. Es war nicht der gewonnene Hauptpreis, der die Wendung brachte. Es war Laurence mit seinem unb\u00e4ndigen Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen, seine F\u00fcrsorge f\u00fcr den kleinen Bruder, seine Glaube daran, dass Mum ihre Kinder nicht einfach im Stich lassen wird.<\/p>\n<p>Laurence hat wahrlich eine Menge Probleme, aber Laurence ist kein Looser. Es ist schlicht beeindruckend, ber\u00fchrend auch, nachzulesen, wie er seinen kleinen Bruder umsorgt und besch\u00fctzt, wie er auf die verr\u00fccktesten Ideen kommt, um irgendwie an Geld zu kommen, wie er neugierige Nachbarn und die Sozialarbeiterin \u00fcberlistet und wie er die Kraft aufbringt, jeden Abend all die Fragen am Telefon richtig zu beantworten. Aber Laurence ist kein Superheld und zwischendurch gibt es beim Lesen auch immer wieder Stellen, an denen man lachen kann. Als Laurence sich beispielsweise als seine Mutter verkleidet, um an sein Sparbuchgeld zu kommen. Dave Cousins hat kein Problembuch im herk\u00f6mmlichen Sinn geschrieben. Er hat es fertiggebracht, einen sehr authentisch wirkenden, spannenden und unterhaltsamen Roman zu schreiben, den viele Jugendliche mit Sicherheit gerne lesen werden.<\/p>\n<p>Dave Cousins: 15 kopflose Tage. Verlag Freies Geistesleben 2015. ISBN: 978-3-7725-2778-4<\/p>\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laurence ist 15 Jahre alt. Er lebt zusammen mit seiner alkoholkranken Mutter und dem sechsj\u00e4hrigen Bruder Jay in einer Sozialwohnung am Stadtrand. Und dann ist eines Morgens Mum einfach nicht mehr da. Das ist erstmal nicht gar so schlimm, das gab es schon \u00f6fters. 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