{"id":3087,"date":"2016-02-01T10:02:02","date_gmt":"2016-02-01T09:02:02","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=3087"},"modified":"2019-08-05T15:21:21","modified_gmt":"2019-08-05T13:21:21","slug":"buch-des-monats-februar-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/buch-des-monats-februar-2016\/","title":{"rendered":"Buch des Monats Februar 2016"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/februar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3088\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/februar-215x300.jpg\" alt=\"februar\" width=\"163\" height=\"227\" \/><\/a>Ingeborg Kringeland Hald: Vielleicht d\u00fcrfen wir bleiben<\/strong><\/p>\n<p>Albin ist elf Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und seinen beiden j\u00fcngeren Zwillingsschwestern in einem sicheren Land. Doch das war nicht immer so. Bruchst\u00fccke aus seiner Erinnerung holen ihn immer wieder ein. Dann denkt Albin daran, wie es vor f\u00fcnf Jahren war, als seine Familie aus Bosnien fliehen musste. An Soldaten, die an die T\u00fcr pochen und das Haus st\u00fcrmen, an Sch\u00fcsse, an den tagelangen Marsch durch den Wald, an Hunger und Durst. Nun sollen sie in die alte Heimat zur\u00fcckgeschickt werden. Das m\u00f6chte Albin mit aller Kraft verhindern und flieht erneut. Allein. Er steigt in einen Bus, in dem der Fahrer so verd\u00e4chtig l\u00e4chelt, dass Albin sicher ist, dass er gleich die T\u00fcren verriegeln und die Polizei rufen wird. Doch nichts geschieht und ganz unbefangen dreht sich das j\u00fcngerer der zwei vor ihm sitzenden M\u00e4dchen um. Fr\u00f6hlich plappert es los und erz\u00e4hlt, dass sie und ihre Schwester auf dem Weg zu den Grosseltern sind. Als die beiden schliesslich aussteigen, z\u00f6gert Albin nur einen kurzen Augenblick &#8211; dann springt auch er aus dem Bus und versteckt sich im Auto der Grosseltern. Ganz still, unter einer Decke im Kofferraum, liegt er da. Beim Ferienhaus angekommen schleicht Albin um das entlegene Ferienhaus der Grosseltern. Eine verlassene Ferienh\u00fctte im Wald gleich nebenan bietet ihm ein recht sicheres Versteck. Trotzdem zittert er jede Nacht unter der Decke. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter ahnen die M\u00e4dchen, dass Albin sich in ihrer N\u00e4he versteckt, dass er Hunger und Durst hat. Ob der rettende warme Kakao und die Br\u00f6tchen extra f\u00fcr Albin hingestellt wurden oder Teil eines Spiels f\u00fcr die M\u00e4dchen waren, ist nicht sicher. Doch sicher ist, dass Albin irgendwann entdeckt wird, in den Grosseltern und den M\u00e4dchen guten Menschen begegnet und am Ende noch eine Chance bekommt. Denn vielleicht, vielleicht d\u00fcrfen er und seine Familie doch bleiben.<br \/>\nDie norwegische Autorin erz\u00e4hlt in ihrem Deb\u00fct zwei eng miteinander verwobene Fluchtgeschichten &#8211; direkt aus Albins Perspektive. Auf diese Weise sind die Lesenden ganz nah dran an Albins Weltsicht, an seinem Misstrauen, seiner Furcht und seiner Einsamkeit. So schwer zu verkraften die Szenen aus Albins Erinnerung an die erste Flucht teilweise sind, so sehr helfen sie, Albin zu verstehen. Auch Kindern, denen dieses Schicksal fremd ist. Die Geschichte ist gerade durch ihre schlichte Sprache unglaublich ber\u00fchrend und bietet mit diesem aktuellen Thema viel Stoff f\u00fcr Diskussionen. Das schmale Buch mit seinen kurzen Kapiteln eignet sich f\u00fcr jugendliche Leserinnen und Leser ab elf Jahren genauso wie f\u00fcr Erwachsene.<\/p>\n<p>Ingeborg Kringeland Hald: Vielleicht d\u00fcrfen wir bleiben. Aus dem Norwegischen von Heike D\u00f6rries. Carlsen 2015. ISBN: 978-3-551-55597-7<\/p>\n<p><em>Rezension: Franziska Weber<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ingeborg Kringeland Hald: Vielleicht d\u00fcrfen wir bleiben Albin ist elf Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und seinen beiden j\u00fcngeren Zwillingsschwestern in einem sicheren Land. Doch das war nicht immer so. Bruchst\u00fccke aus seiner Erinnerung holen ihn immer wieder ein. 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