{"id":3097,"date":"2016-02-15T08:57:57","date_gmt":"2016-02-15T07:57:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=3097"},"modified":"2019-03-14T11:42:46","modified_gmt":"2019-03-14T10:42:46","slug":"kenneth-oppel-das-nest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/kenneth-oppel-das-nest\/","title":{"rendered":"Kenneth Oppel: Das Nest"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/nest.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3098\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/nest-228x300.jpg\" alt=\"nest\" width=\"182\" height=\"239\" \/><\/a>Steve hat es schwer zurzeit. Sein neugeborener Bruder ist schwer krank. Alles dreht sich nur darum, ob das Baby \u00fcberleben wird. Seine Eltern sind mit dem Kleinen dauernd im Spital. Eines Nachmittags wird Steve von einer Wespe gestochen, er hat panische Angst vor diesen Viechern &#8211; und in der folgenden Nacht beginnen seine Tr\u00e4ume. Zuerst glaubt Steve einem Engel zu begegnen, er sieht Fl\u00fcgel und riesengrosse Augen. Erst langsam begreift er, dass eine Riesenwespe neben seinem Bett steht und ihm ihre Hilfe anbietet: \u00abWir k\u00f6nnen dir einen neuen Bruder machen, einen gesunden Bruder. Wir haben nach dem Stich deine DNA, ihr werdet nichts davon merken.\u00bb Zuerst ist Steve einverstanden, er w\u00fcnscht sich ja nichts sehnlicher, als dass sein kleines Br\u00fcderchen gesund ist. Jede Nacht wird Steve nun von der Wespenk\u00f6nigin besucht, immer gr\u00f6sser wird die Larve im Wespennest. Allm\u00e4hlich wird Steve klar, dass die Wespen seinen Bruder austauschen werden. Dass zwar ein gesundes, perfektes Kind in der Wiege liegen wird, es aber ein von Wespen gez\u00fcchtetes Baby sein wird.<\/p>\n<p>Das Ganze wird immer mehr zu einem riesengrossen Albtraum. Zumal Steve tags\u00fcber das riesengrosse Wespennest unter dem Dach entdeckt und immer mehr Wespen ums Haus schwirren. Vor lauter Sorge um das Baby k\u00fcmmern sich seine Eltern aber nicht darum. Im allerletzten Moment erst kann Steve die Katastrophe abwenden. Er geht dabei aber auch an die Grenzen seiner selbst und bringt sich in allerh\u00f6chste Gefahr.<\/p>\n<p>Kenneth Oppel hat einen ganz fantastischen Psychothriller geschrieben. Der Roman lebt vor allem davon, dass der Autor die reale Welt und die Welt der Albtr\u00e4ume so geschickt verwebt, dass man die beiden als Leserin oder Leser kaum mehr unterscheiden kann. Gegl\u00fcckt ist dem Autor auch die Beschreibung und Entwicklung des Protagonisten. Steve war und ist im Grunde ein sehr \u00e4ngstlicher Junge, der schon immer mit Phobien und Zw\u00e4ngen k\u00e4mpfen musste. Im Gefecht gegen die Wespen, um den kleinen Bruder zu retten, w\u00e4chst er \u00fcber sich selber hinaus, bezwingt seine Furcht und befreit in gewisser Weise auch sich selber. Keneth Oppel, ber\u00fchmt f\u00fcr seine Fantasy Romane, ist mit diesem Roman ein kleines Meisterwerk gegl\u00fcckt. Die bedrohliche Stimmung wird von den vielen fantastischen schwarzweissen Bildern zus\u00e4tzlich unterst\u00fctzt. F\u00fcr Jugendliche.<\/p>\n<p>Kenneth Oppel: Das Nest. Aus dem Amerikanischen von Jessika Komina und Sandra Knuffinke. Mit Illustrationen von Jon Klassen. Dressler 2016. ISBN: 978-3-7915-0005-8<\/p>\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steve hat es schwer zurzeit. Sein neugeborener Bruder ist schwer krank. Alles dreht sich nur darum, ob das Baby \u00fcberleben wird. 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