{"id":4123,"date":"2016-12-13T13:25:46","date_gmt":"2016-12-13T12:25:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=4123"},"modified":"2019-04-01T09:18:48","modified_gmt":"2019-04-01T07:18:48","slug":"jo-cotterill-eine-geschichte-der-zitrone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/jo-cotterill-eine-geschichte-der-zitrone\/","title":{"rendered":"Jo Cotterill: Eine Geschichte der Zitrone"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"..\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/zitrone.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4124 size-medium\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/zitrone-1-219x300.jpg\" alt=\"zitrone\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/zitrone-1-219x300.jpg 219w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/zitrone-1.jpg 307w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a>Calypso ist fast zw\u00f6lf. Sie lebt mit ihrem Vater zusammen. Ihre Mutter ist gestorben, als Calypso f\u00fcnf Jahre alt war. Calypso ist still. Sie hat ihre eigene Welt, lebt mit ihren vielen B\u00fcchern und einem Vater, der dauernd schreibt und alles um sich herum zu vergessen scheint. Wenn Calypso nicht w\u00e4re, er w\u00fcrde sogar nicht mal dran denken, etwas zu essen. Er schreibt ein Buch \u00fcber Zitronen und z\u00fcchtet die Pflanzen im Wintergarten. Und dann kommt Mae in Calypsos Klasse. Zum ersten Mal hat Calypso eine Art Freundin gefunden. Mae nimmt Calypso zu sich nach Haus und ganz allm\u00e4hlich wird Calypso bewusst, wie leer, trist und einsam ihr eigenes Zuhause ist. Wie lange sie nicht mehr gelacht hat, wie gut es tut, von einer Freundin in den Arm genommen zu werden. Ganz langsam brechen ihre Mauern ein, die sie sich seit dem Tod ihrer Mutter aufgebaut hat. Calypso kann endlich weinen, loslassen und um ihre Mutter trauern. Auch ihr Vater bekommt das mit. Calypso ist nicht mehr st\u00e4ndig daheim und sorgt f\u00fcr ihn. Calypso dr\u00e4ngt ihn dazu, endlich etwas zu ver\u00e4ndern. Aber Ver\u00e4nderungen sind schwer, aufgestaute Trauer endlich zuzulassen, das tut weh. Calypsos Vater hat immer gesagt, dass man nur in sich selber die n\u00f6tige St\u00e4rke finden kann, um mit schwierigen Situationen umzugehen. Calypso belehrt ihn auf sehr eindr\u00fcckliche Art eines Besseren.<br \/>\nKonsequent aus der Sicht der zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Calypso beschreibt die Autorin eindringlich und in einer wunderbar einfachen, treffenden Sprache, wie schwer es Kinder haben, deren Eltern psychisch erkrankt sind. Wie viel auf ihren Schultern lastet. Es ist gut, dass Calypso nun eine Freundin hat und eine Lehrerin dazu, die ihr weiterhelfen. Man muss nicht alles alleine schaffen. Es ist auch gut, dass Calypso so viel und gerne schreibt. Ihr helfen die geschriebenen Zeilen, ihren Kummer zu verarbeiten. Die Geschichte dieses Aufbruchs nachzulesen, das ist sehr eindr\u00fccklich. \u00abEine Geschichte der Zitrone\u00bb geh\u00f6rt zu jenen B\u00fcchern, bei denen man sich die letzten Seiten aufspart, weil die Lekt\u00fcre so ber\u00fchrend und wundersch\u00f6n ist. F\u00fcr Jugendliche und Erwachsene.<\/p>\n<p>Jo Cotterill: Eine Geschichte der Zitrone. K\u00f6nigskinder 2016. ISBN: 978-3-551-56036-0<\/p>\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Calypso ist fast zw\u00f6lf. Sie lebt mit ihrem Vater zusammen. Ihre Mutter ist gestorben, als Calypso f\u00fcnf Jahre alt war. Calypso ist still. Sie hat ihre eigene Welt, lebt mit ihren vielen B\u00fcchern und einem Vater, der dauernd schreibt und alles um sich herum zu vergessen scheint. 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