{"id":4397,"date":"2017-06-18T10:39:19","date_gmt":"2017-06-18T08:39:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=4397"},"modified":"2019-06-06T17:06:00","modified_gmt":"2019-06-06T15:06:00","slug":"lea-lina-oppermann-was-wir-dachten-was-wir-taten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/lea-lina-oppermann-was-wir-dachten-was-wir-taten\/","title":{"rendered":"Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6211 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/was_wir_taten-197x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/was_wir_taten-197x300.jpg 197w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/was_wir_taten.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/>Der ganze Albtraum beginnt an einem ganz gew\u00f6hnlichen Dienstagmorgen w\u00e4hrend einer Matheklausur. Ein Attent\u00e4ter, vermummt und mit vorgehaltener Pistole, hat sich Zugang zum Klassenzimmer verschafft. Er knallt dem Lehrer einen Stapel Couverts aufs Pult. Darin sind Aufgaben f\u00fcr einzelne Mitglieder der Klasse notiert. Anscheinend kennt der Attent\u00e4ter die Klasse sehr genau, denn durch diese Befehle werden die Geheimnisse der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler schonungslos offenbart: L\u00fcgen, Diebstahl, heimliche Liebschaften, Arroganz, Neid. Und er meint es ernst, dieser Attent\u00e4ter, er schiesst immer wieder und einige werden auch verletzt. Erst nach 143 Minuten wird der Attent\u00e4ter enttarnt, die Klasse befreit. Niemals wieder wird es sein wie fr\u00fcher, zu tief sitzt der Schock, zu viele Geheimnisse wurden ans Tageslicht gezerrt. Mark, Fiona und der Lehrer erz\u00e4hlen diesen realen Albtraum abwechselnd und aus unterschiedlichen Perspektiven. Mark kann sich am besten in den Attent\u00e4ter einf\u00fchlen, weil er selber ein Aussenseiter ist. Er sp\u00fcrt eine gewisse Genugtuung, als die Tricks und L\u00fcgereien der Leader aus der Klasse aufgedeckt werden. Fiona will helfen, will vermitteln, traut sich aber doch nicht, sich wirklich zu wehren, zu gross ist ihre Angst. Der Lehrer wiederum ist voller Wut, er bleibt passiv und wehrt sich nicht wirklich f\u00fcr seine Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Seine starken Schultern sind nur aufgepolstert, das wussten die meisten der Klasse bereits vorher.<br \/>\nDie erst 19-j\u00e4hrige Autorin hat einen richtigen Psychothriller geschrieben. Zu Recht wurde dieser Deb\u00fctroman mit dem \u00abHans-im-Gl\u00fcck-Preis\u00bb f\u00fcr Jugendliteratur ausgezeichnet. In einer sehr pr\u00e4gnanten, einfachen Sprache beschreibt sie das Geschehen so, dass man das Gef\u00fchl hat, selber im Klassenraum zu sitzen. Die beklemmende, grauenhafte Stimmung wird in jeder Zeile sp\u00fcrbar. Durch die drei verschiedenen Erz\u00e4hlperspektiven erh\u00e4lt der Plot zus\u00e4tzlich einen gewissen Tiefgang und man versteht gar einzelne Motive und Handlungen. Die Spannung bleibt bis zum Ende dermassen gross, dass jugendliche Leserinnen und Leser ihre Lekt\u00fcre kaum vor der letzten Seite abbrechen werden.<\/p>\n<p>Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten. Beltz 2017. ISBN: 978-3-407-82298-7<\/p>\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ganze Albtraum beginnt an einem ganz gew\u00f6hnlichen Dienstagmorgen w\u00e4hrend einer Matheklausur. Ein Attent\u00e4ter, vermummt und mit vorgehaltener Pistole, hat sich Zugang zum Klassenzimmer verschafft. Er knallt dem Lehrer einen Stapel Couverts aufs Pult. Darin sind Aufgaben f\u00fcr einzelne Mitglieder der Klasse notiert. 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