{"id":4872,"date":"2018-05-03T10:56:38","date_gmt":"2018-05-03T08:56:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=4872"},"modified":"2019-06-06T17:23:04","modified_gmt":"2019-06-06T15:23:04","slug":"jutta-wilke-stechmuckensommer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/jutta-wilke-stechmuckensommer\/","title":{"rendered":"Jutta Wilke: Stechm\u00fcckensommer"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5595 alignleft\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/stechm\u00fccke-1-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/stechm\u00fccke-1-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/stechm\u00fccke-1.jpg 294w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/>\u00abEine Made ist weiss. Langweilig. Und dick. Und sie nennen mich Made. Mir ist das egal.\u00bb So die ersten S\u00e4tze in Madeleines Aufzeichnungen. Weil ihre Eltern auf einer Ferienreise in Japan sind, muss die fast 15-j\u00e4hrige Madeleine in ein Feriencamp nach Schweden. F\u00fcr Madeleine ein Albtraum. Gleich am zweiten Tag macht die Gruppe mit einem Bus einen Ausflug zu einem stillgelegten Bergwerk. Und schon geht es los in die Stollen. Heimlich entfernt sich Madeleine von der Gruppe und legt sich in den leeren VW-Bus, sie ist m\u00fcde und froh, dieser Meute zu entkommen. Madeleine erwacht, weil der Bus pl\u00f6tzlich ruckelt, obwohl sie immer noch alleine darin sitzt. Am Steuer sitzt ein unbekannter Junge, mit Punkfrisur und einem frechen Grinsen. Der Junge heisst Juli und ist nur wenig \u00e4lter als Madeleine. Und Juli will, wie er seinem k\u00fcrzlich verstorbenen Opa versprochen hat, zum Nordkap. Nach dem ersten Schock findet Madeleine diese Idee zwar vollkommen verr\u00fcckt, aber auch gar nicht so schlecht. Alles ist besser, als den Sommer in diesem Feriencamp zu verbringen. Und Juli ist der erste, der keine bl\u00f6de Bemerkung \u00fcber ihre Figur macht. Diese gemeinsame Fahrt ist abenteuerlich und etwas planlos und weil die Polizei nach ihnen sucht, m\u00fcssen sie viele Umwege durch die Wildnis machen. Eines Morgens beim Losfahren entdecken die beiden, dass sich ein weiterer blinder Passagier zu ihnen gesellt hat. Der etwa gleichaltrige Vincent mit Down-Syndrom. Auch er will weg und zwar m\u00f6glichst weit und m\u00f6glichst schnell. Nein, ans Nordkap schaffen sie es nicht, aber sich selbst, da sind alle drei am Ende dieser turbulenten Reise ein ganzes St\u00fcck n\u00e4her gekommen.<br \/>\nJutta Wilke hat ein wunderbares Buch geschrieben. Spannend, gleich ab der ersten Seite, dies nicht nur, was die \u00e4usserlichen Handlung betrifft, sondern auch was den Einblick in Madeleines Gef\u00fchlswelt angeht. Oft l\u00e4sst sie ihre Gedanken schweifen, in solchen Abschnitten hat man auch ein wirklich kluges Buch in H\u00e4nden. Besonders gelungen sind der Autorin auch die Beschreibung der drei Figuren, ihre oft humorvollen aber auch nachdenklich stimmenden Dialoge. Und es sind die vielen nicht explizit beschriebenen Details und Wahrheiten, die man zwischen den Worten und S\u00e4tzen entdecken kann. Die Lekt\u00fcre sei M\u00e4dchen ab etwa 12 Jahren w\u00e4rmstens empfohlen.<\/p>\n<p>Jutta Wilke: Stechm\u00fcckensommer.\u00a0Knesebeck 2018. ISBN 978-3-95728-105-0<\/p>\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abEine Made ist weiss. Langweilig. Und dick. Und sie nennen mich Made. Mir ist das egal.\u00bb So die ersten S\u00e4tze in Madeleines Aufzeichnungen. Weil ihre Eltern auf einer Ferienreise in Japan sind, muss die fast 15-j\u00e4hrige Madeleine in ein Feriencamp nach Schweden. F\u00fcr Madeleine ein Albtraum. 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