{"id":4889,"date":"2018-06-22T11:01:03","date_gmt":"2018-06-22T09:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=4889"},"modified":"2019-03-14T15:08:45","modified_gmt":"2019-03-14T14:08:45","slug":"nic-stone-dear-martin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/nic-stone-dear-martin\/","title":{"rendered":"Nic Stone: Dear Martin"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5729 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dearmartin-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dearmartin-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dearmartin-768x1159.jpg 768w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dearmartin-679x1024.jpg 679w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dearmartin.jpg 1666w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/>Yustyce ist einer der besten Sch\u00fcler seines Jahrgangs. Yustice sieht gut aus und kann auch im Sport mithalten. F\u00fcrs n\u00e4chste Jahr hat er sich gar einen Studienplatz in Yale gesichert. Aber Yustice wird v\u00f6llig willk\u00fcrlich verhaftet und in Handschellen gelegt, obwohl er nur einem betrunkenen M\u00e4dchen helfen wollte. Denn Yustice ist schwarz. Er kommt zwar frei, weiss aber nicht, wie er mit seiner Wut umgehen soll. So beginnt er zu schreiben. Er schreibt Briefe an Martin Luther King, bittet um Rat, weil er einfach nicht weiss, wie er mit den vielen, oft kleinen rassistischen Beleidigungen im Alltag umgehen soll, und er weiss auch nicht, wem er sich anschliessen soll. Da gibt es die Gruppe der radikalen schwarzen K\u00e4mpfer, die mit roher Gewalt ihr Recht einfordern, manche von ihnen kennt Yustice seit dem Kindergarten. Da ist seine weisse Mitsch\u00fclerin Sarah-Jane, die er so gut mag und die ihm nicht nur beim Debattieren zur Seite steht. Und da ist seine Mum, die f\u00fcr ihren Sohn alles tut, es aber niemals verstehen w\u00fcrde, wenn Yustice sich in ein weisses M\u00e4dchen verlieben w\u00fcrde. Egal wem sich Yustice anschliesst, er wird sich Feinde machen. Und von Martin Luther King bekommt er auch keine Antwort. Aber all die Briefe, die vielen \u00dcberlegungen, das Ordnen der Gef\u00fchle beim Schreiben, das ist trotz allem hilfreich. Und ganz zum Schluss weiss Yustice, welchen Weg er gehen will.<br \/>\nGleich mit ihrem ersten Roman ist der jungen Autorin Nic Stone ein Wurf gegl\u00fcckt. Nicht nur, weil das Thema nach wie vor so aktuell ist, sondern auch, weil sie Yustice mit seinem Durcheinander an Gef\u00fchlen, seiner Suche nach dem f\u00fcr ihn richtigen Weg so glaubhaft und eindringlich beschrieben hat. Yustice ger\u00e4t immer wieder zwischen die Fronten und wird bedroht. Dies ist nicht nur in Amerika so. Jugendliche werden Yustice Konflikte sehr gut nachvollziehen k\u00f6nnen. Es geht im Buch darum, seine Rechte einzufordern, sich \u00fcber die eigene Haltung klar zu werden und daf\u00fcr auch gerade zu stehen, ganz egal, ob man sich damit Feinde macht. Das spannende Buch sei Jugendlichen ab etwa 14 Jahren w\u00e4rmstens empfohlen.<\/p>\n<p>Nic Stone: Dear Martin. Aus dem Englischen von Karsten Singelmann. Rowohlt 2018. ISBN: 978-3-499-21833-0<\/p>\n<p><em>Rezension: Maria Riss<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Yustyce ist einer der besten Sch\u00fcler seines Jahrgangs. Yustice sieht gut aus und kann auch im Sport mithalten. F\u00fcrs n\u00e4chste Jahr hat er sich gar einen Studienplatz in Yale gesichert. Aber Yustice wird v\u00f6llig willk\u00fcrlich verhaftet und in Handschellen gelegt, obwohl er nur einem betrunkenen M\u00e4dchen helfen wollte. Denn Yustice ist schwarz. 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