{"id":866,"date":"2012-09-24T13:57:54","date_gmt":"2012-09-24T13:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.fhnw.ch\/zl\/?p=866"},"modified":"2019-04-22T10:58:44","modified_gmt":"2019-04-22T08:58:44","slug":"gregor-markl-die-erde-eine-reise-durch-ihre-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/gregor-markl-die-erde-eine-reise-durch-ihre-geschichte\/","title":{"rendered":"Gregor Markl: Die Erde \u2013 Eine Reise durch ihre Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6824 size-medium alignleft\" title=\"54\" src=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/erde-214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/erde-214x300.jpg 214w, https:\/\/www.fhnw.ch\/plattformen\/zl\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/erde.jpg 356w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/>Sachbuch. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bereits vor der Entstehung der Erde irgendwo im All Planeten gegeben hat oder gar noch gibt, auf denen Menschen wie wir die Geburt unseres Planeten vor rund 4.55 Milliarden Jahren miterlebt haben k\u00f6nnten? Ber\u00fccksichtigt man s\u00e4mtliche Faktoren, so wird ein derartiges Ereignis ziemlich wahrscheinlich, fast zum sicheren Ereignis, zumindest statistisch gesehen. Das bedeutet, es k\u00f6nnte sein, muss aber nicht unbedingt. Diese Erkenntnis bildet in Gregor Markls Buch den Ausgangspunkt einer Reise zweier Jugendlicher durch die Geschichte der Erde. Beide haben f\u00fcr die Schule eine Arbeit zu schreiben: Pauls Thema ist die Entstehung eines Planeten, w\u00e4hrend Melanie eine Arbeit \u00fcber Vulkanismus schreiben will. M\u00f6glich wird die Forschungsreise der beiden Protagonisten durch Pauls FORD (Fast Orbital Racing Device = sch\u00f6ner, schneller und stabiler Raum-Raser&#8230;). So beginnt ihre Expedition also am Freitag, dem 27. Juli vor 4\u2018556 Millionen Jahren. Lesende werden in der Folge Zeugen von fast ausnahmslos allen geologischen und kosmischen Ereignissen, die schlussendlich vor rund 3.6 Milliarden Jahren zum Planeten Erde gef\u00fchrt haben, auf dem Leben entstehen konnte. Auf 172 dichten Seiten erfahren Leserinnen und Leser alles \u00fcber Vulkanismus, Gesteine, Mineralien, Diamanten, Gold, Gebirge und vieles mehr. Auch die verbleibenden 3.6 Milliarden Jahre der Erdentstehungsgeschichte werden beschrieben, allerdings in einer etwas geraffteren Form. Aber auch in diesem Teil l\u00e4sst der Autor bei der Entstehung von Atmosph\u00e4re, Flora und Fauna keinen einzigen wichtigen Bereich aus: Saurier, S\u00e4uger, die Eiszeiten und schliesslich die Menschwerdung.<\/p>\n<p>Das Buch endet in der Gegenwart und mit einem Ausblick auf die Zukunft. Wird der Mensch schliesslich irgendwann einmal alles Leben wieder vernichten? Markls Antwort ist zumindest im wissenschaftlichen Sinne tr\u00f6stlich: Nein, denn es wird ihm nicht gelingen. Zumindest ganz einfaches Leben wird es immer geben, solange die Erde existiert, denn bestimmte Mikroben \u00fcberleben Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt beinahe beliebig lange, anderen wiederum vermag auch kochendes Schwefel- oder Natronwasser nichts anzuhaben.<\/p>\n<p>Gregor Markl \u2013 1999 in T\u00fcbingen zum j\u00fcngsten Professor Deutschland berufen \u2013 versucht sich mit dem Buch \u00abDie Erde\u00bb in der Quadratur des Kreises. Und er schafft es, beinahe zumindest! Denn h\u00e4lt man sich den Umfang und die Komplexit\u00e4t des Themas vor Augen, nichts weniger als die Entstehung, Geologie und Mineralogie der Erde, so hat er tats\u00e4chlich etwas Sensationelles geschaffen: Ohne Abstriche an wissenschaftlicher Korrektheit und Genauigkeit ein popul\u00e4rwissenschaftliches Werk zu verfassen, das tats\u00e4chlich auch f\u00fcr Laien les- und nachvollziehbar ist! Ob das Buch aber tats\u00e4chlich, wie vom Verlag angeregt, bereits ab 8 Jahren Verwendung finden soll, wage ich zu bezweifeln, ausser bei angehenden Genies vielleicht. \u00dcberhaupt stellt Markels Sachbuch grosse Anspr\u00fcche an Lesekompetenz, Interesse und Ausdauer, selbst wenn Paul und Melanies Erlebnisse einen \u00f6fters vergessen lassen, dass man gerade am Studium eines hochkomplexen Sachbuches ist. Schade auch, dass die Qualit\u00e4t der verwendeten Fotografien \u2013 wie in den meisten Geologieb\u00fcchern \u00fcbrigens \u2013 nicht mit jener des Textes mithalten kann. Trotzdem: \u00abDie Erde\u00bb ist ein anspruchsvolles Meisterwerk mit nur wenigen kleinen Schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Dieses Buch werden alle lieben, die an Geologie Interesse haben und sich von Umfang und Schwierigkeitsgrad des Themas nicht abschrecken lassen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Laien aber auch geologisch Vorgebildete werden dieses tolle Werk in der Freizeit lesen oder und f\u00fcr den Unterricht verwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Rezension: Peter Steffen<\/em><\/p>\n<p><em>Gregor Markl: Die Erde \u2013 Eine Reise durch ihre Geschichte. cbj Verlag, 2008.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachbuch. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bereits vor der Entstehung der Erde irgendwo im All Planeten gegeben hat oder gar noch gibt, auf denen Menschen wie wir die Geburt unseres Planeten vor rund 4.55 Milliarden Jahren miterlebt haben k\u00f6nnten? 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