Strategie, Teamgeist und ein Extra-Frühstücksei
Autor: Daniel Brodmann
Jemand der freundlich und hilfsbereit ist, wird auch in Zukunft nett behandelt. Denn eine nette Geste kommt meist zurück. Mit guten Umgangsformen kommt man leichter durchs Leben, und auch weiter im Beruf – und während der Blockwoche in Waltensburg bis in die Geschäftsleitung eines Kopiergeräteherstellers.

So lenkten Wing-Studierende im September als Geschäftsleitungsmitglieder im Rahmen des Moduls Unternehmenssimulation die Geschicke von sieben Kopiergeräteherstellern. Freundlich, aber im Wettbewerb gegeneinander. Es galt unter Zeitdruck, Entscheide zu treffen, um nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften und Marktanteile zu gewinnen. Hierzu wurden die Geschäftsdaten in die Cloud eingegeben und die erreichten Ergebnisse analysiert. Und manch einer wünschte sich hellseherische Fähigkeiten, um die Strategie der Mitbewerber in Erfahrung bringen zu können. Oder aber hoffte beim Feierabendbier, beim Minigolfevent oder beim Fondue-Plausch mehr über die anderen Unternehmen und deren strategische Entscheide zu erfahren.
So blieb nur das gespannte Warten nach jeder Spielperiode auf die Schlagzeilen der hiesigen Presse über den Verlauf des Geschäftsjahres, welche Rückschlüsse auf die Strategien der Mitwerber zuliessen.
Die Anspannung und die zeitweilige Hektik blieb auch dem Hotelpersonal nicht verborgen, doch waren die Neo-Geschäftsmitglieder stets zuvorkommend und freundlich. So gabs am Morgen für die Studierenden gerne auch mal ein Extra-Frühstücksei.
Nach sechs spannenden Geschäftsjahren trafen sich die Geschäftsleitungsteams ein letztes Mal im Plenarsaal, präsentierten ihre Ergebnisse und stellten sich den kritischen Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre. Belohnt mit wertvollen Erfahrungen als potentielle Manager/innen und einem «feinen» Lunchpaket gings für die Teams im Anschluss wieder zurück ins Studentenleben nach Brugg-Windisch, nicht aber ohne beim Hotelpersonal und der Seminarleitung einen nachhaltig guten Eindruck hinterlassen zu haben. Stellvertretend die Aussage einer herzlichen Kellnerin aus dem Süden Europas: «Das waren sehr, sehr nette Kinder».

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