Heiko Wolz: Bin pumpen

Aaron ist etwa 16 Jahre alt, er ist ein guter Schüler und will unbedingt den Abschluss schaffen. Anfangs hat er sie belächelt, all die Jungen aus der 10. Klasse, die sich ständig um Lennox scharen und ihn bewundern. Lennox ist nach einem Auslandjahr in den USA mit einem sehr muskulösen, athletischen Körper wieder an ihre Schule zurückgekehrt. Schon in der ersten Woche nach dem Schulstart haben mehrere Jungs, vor allem jene, die dazugehören wollen, ein Fitness Abo gelöst. Aaron ist sich fast sicher, mit einem solchen Body wie Lennox einen hat, hätte er viel bessere Chancen bei Elif, dem Mädchen, das er so sehr bewundert. Er lässt sich von den andern überreden und verbringt bald jede freie Minute im Fitnessstudio, isst Unmengen von Protein und schaut sich auf allen Kanälen, teils haarsträubende Posts darüber an, was er alles für ein besseres Aussehen tun könnte. Aaron geht an seine Grenzen, genauso wie ein paar andere aus seiner Klasse auch. Erst als sein langjähriger Freund Tan zusammenbricht und im Spital nur mit viel Glück überlebt, kommt Aaron zur Besinnung. Und: Aaron hat sich gewaltig getäuscht. Elif steht nicht auf Muskeln, sondern viel mehr auf gute Gespräche und Zärtlichkeiten.
Heiko Wolz hat ein wichtiges, sehr aktuelles Buch geschrieben. Ehrlich und ohne grosse Umschweife erzählt Aaron davon, wie schwer es ist, einem immens grossen Gruppendruck zu widerstehen. Schlüssig und absolut nachvollziehbar sind seine inneren Monologe, Gedanken, Ängste und Träume. Ein spannendes Buch, zu einem Thema, das viele Jugendliche sehr beschäftigt. Für Lesende ab 12 Jahren. 240 Seiten.
Heiko Wolz: Bin pumpen. Thienemann 2025. ISBN: 978-3-522-20304-3
Rezension: Maria Riss