Rüdiger Bertram: Ninas Monster, Falsch geliefert.

Nina hat vor vielen Dingen Angst, vor dem grossen Hund in ihrer Strasse beispielsweise oder vor den anderen Kindern in der Schule. Auf dem Heimweg von der Schule fliegt ihr auf der Strasse ein Katalog entgegen. Es ist der Katalog der Firma «Frank und Stein», die Monster in allen Grössen zum Kauf anbietet. Das ist die Lösung für Ninas Probleme! Vor einem Moster würden sich alle fürchten. Es könnte Nina beschützen, überall, auch in der Schule. Oma muss helfen, denn Oma versteht nicht nur Ninas Sorgen und Nöte, Oma kann als Influencerin auch das nötige Geld mithilfe ihrer Followers auftreiben. Walter, ein blaues, besonders furchterregendes Monster, kann Nina schon bald bestellen. Ein paar Tage später wird eine Kiste geliefert. Zuerst ist Nina enttäuscht, in der Kiste sitzt nämlich nicht der riesengrosse Walter, sondern ein völlig verängstigtes kleines gelbes Monster namens Mimi. Bis Nina die Verwechslung gemeldet hat, darf Mimi bleiben. Keinen Schritt traut sich das kleine Monster alleine zu machen. Nina muss es dauernd mit sich herumtragen und beschützen. Die eigene Angst wird kleiner, wenn jemand da ist, der sich noch mehr fürchtet, stellt Nina erstaunt fest. Als Walter, das übergrosse Monster, dann doch noch geliefert wird, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung und Nina beweist, wie mutig sie unterdessen geworden ist.
Rüdiger Bertram hat eine humorvolle und doch tiefsinnige Geschichte geschrieben, die ganz nah am Kinderalltag ist. Viele Kinder sind nicht nur von Monstern fasziniert, sie kennen auch die Ängste von Nina und werden sich in ihr wiederfinden. Die tollen Bleistiftbilder begleiten das Geschehen und helfen beim Vorstellen. Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt und lässt sich sehr gut vorlesen. Zum Vorlesen ab 6 Jahren, zum Selberlesen ab 8. 144 Seiten.

Rüdiger Bertram: Ninas Monster, Falsch geliefert. Mit Bildern von Mateo Dineen. Tulipan 2026. ISBN: 978-3-86429-676-5

Rezension: Maria Riss

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