Verweise (Kurzbelege) im Text

Verweise im Text geben die Autorin oder den Autor und das Jahr der Veröffentlichung an, z. B.: (Smith, 2020). Sie helfen den Lesenden, die vollständige Referenz im Quellenverzeichnis am Ende der Arbeit zu identifizieren. Unabhängig davon, ob Sie paraphrasieren oder zitieren, ist es äusserst wichtig, dass die Quelle der Informationen ab der ersten Erwähnung im Text klar angegeben wird, z. B. Laut Smith (2005) sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Die blosse Angabe der Quelle am Ende eines Absatzes ist unzureichend, da die Lesenden so nicht erkennen können, welche Informationen in diesem Absatz von Ihnen selbst stammen und welche aus der am Ende des Absatzes genannten Quelle.

Siehe auch: Die deutschen APA-Richtlinien (2.3 Quellen in deinen Text integrieren)

Was tun, wenn…?

Paraphrasieren vs. Zitieren

Bei der Entscheidung, ob Sie etwas paraphrasieren oder zitieren, sollten Sie Folgendes beachten:

  • In den meisten Fällen sollten Sie paraphrasieren. So können Sie Ihre eigene, authentische Ausdrucksweise beibehalten und verschiedene Informationen geschmeidiger miteinander kombinieren, um Ihre Argumente zu entwickeln.
  • Direkte Zitate können in manchen Fällen zwar für mehr Präzision sorgen, unterbrechen allerdings häufig die Struktur und den Stil des eigenen Texts und sollten daher mit Bedacht und sparsam verwendet werden.

Wenn Sie paraphrasieren, müssen Sie die/den Autor:in und das Jahr der Veröffentlichung angeben. Bei Zitaten ist ausserdem die Seitenzahl erforderlich. Wenn Sie etwas sehr Spezifisches paraphrasieren, kann die Angabe der Seitenzahl hilfreich sein. Bei Paraphrasen oder Zusammenfassungen eines Aspekts, der sich über den gesamten Originaltext erstreckt, sind Seitenzahlen jedoch nicht erforderlich.

Ein Beispiel:

  • Gemäss Voss (2019) fördert das wissenschaftliche Arbeiten die Fähigkeit der Studierenden sich gekonnt mit Problemen auseinanderzusetzen.
  • Voss (2019, S. 22) stellte fest, dass Studierende «beim wissenschaftlichen Arbeiten [lernen] Probleme zu strukturieren, zu gliedern und methodisch und systematisch zu lösen».

Oder

  • Das wissenschaftliche Arbeiten fördert die Fähigkeit der Studierenden sich gekonnt mit Problemen auseinanderzusetzen (Voss, 2019).
  • «Studierende lernen beim wissenschaftlichen Arbeiten, Probleme zu strukturieren, zu gliedern und methodisch und systematisch zu lösen» (Voss, 2019, S. 22).

Siehe auch: Die deutschen APA-Richtlinien (2.3.1 Paraphrasieren)

Zitate in die Arbeit einbauen

Wenn Sie Zitate in Ihre Arbeit einbauen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Geben Sie im Verweis (Kurzbeleg) im Text die Seitenzahlen an.
  • Behalten Sie Fehler aus dem Originaltext bei und kennzeichnen Sie diese mit [sic].
    Beispiel: Wolfgang Amadeos [sic!] Mozart war ein berühmter Komponist.
  • Geben Sie Änderungen, die Sie am Originaltext vornehmen, um das Zitat reibungslos in Ihren Text integrieren zu können, mit eckigen Klammern an, z. B., indem Sie den «[e]rsten Buchstaben klein schreiben, um das Zitat in Ihren Satz zu integrieren, oder um genauer anzugeben, wer sie [die Personalleiterin] ist».
  • Formatieren Sie Zitate, die aus mehr als 40 Wörtern bestehen, als Blockzitate. APA bietet gute Beispiele für Blockzitate (siehe auch: Die deutschen APA-Richtlinien (2.3.2.2 Zitat mit mehr als 40 Wörtern)).

Zitieren von Sekundärquellen

Wenn Sie keinen Zugriff auf die Originalquelle haben, die Sie zitieren möchten, verwenden Sie zitiert nach, um sowohl das Original (z. B. Ihre Sekundärquelle, die Sie nicht gelesen haben) als auch die Primärquelle (z. B. die Quelle, die Sie gelesen haben) anzugeben.

  • (Smith, 2015, zitiert nach Johnson, 2020)

Diese Form des Zitierens sollte jedoch die Ausnahme bilden. Eine zu häufige Verwendung würde die Glaubwürdigkeit Ihrer Forschung in Frage stellen.

Siehe auch: Die deutschen APA-Richtlinien (2.5.4 Sekundärzitat)

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