Tech-Talk: Embracing Simplicity
Im Tech-Talk «Embracing Simplicity» zeigt Thomas Amberg, Prof. für IoT, anhand konkreter Beispiele, was Einfachheit im Bezug auf Software Engineering bedeutet. Inspiriert von Dierk König’s Kolibri Web UI Toolkit und als Anhänger der «School of Niklaus Wirth», sieht Thomas Einfachheit als Reduktion von Komplexität, eine Möglichkeit um Ressourcen zu sparen und eine menschliche Reaktion auf «KI».
Einfachheit lernen
Um Einfachheit anzustreben, empfiehlt Thomas von Pionier*innen zu lernen, einfache Systeme zu nutzen und eigene Werkzeuge zu bauen. Als historische Meilensteine der Einfachheit nennt er das Konzept der Modularisierung von David Parnas, «Project Oberon» von der ETH, das Smalltalk System von Adele Goldberg, Dan Ingalls und Alan Kay, und die Unix Philosophie. Dazu kommen auf Software anwendbare Erkenntnisse aus dem «Design of Everyday Things» von Don Norman und die «Laws of Simplicity» von John Maeda vom MIT.
Einfachheit nutzen
Die Vorteile von Einfachheit zeigen sich auch heute, sei es bei der uneingeschränkten Skalierung des Webs dank HTTP, oder wenn aus einer einfachen Idee und wenig Code zuverlässige IoT-Infrastruktur entsteht. Auch im Bezug auf System-Architektur bewährt sich Einfachheit, etwa beim Prototyping von verteilten IoT-Anwendungen mittels IoT Bricks.
Freude bewahren 🙂
Das Bauen einfacher Werkzeuge demonstriert Thomas anhand eines statischen Link-Shorteners der URLs verkürzt, dann kommt ein Ideen-Generator in ~70 Zeilen C Code, der Nutzende promtet (statt umgekehrt) und eine selbstgemachte Präsentationssoftware, die das MacOS Terminal als Leinwand nutzt. Als Quelle für die Slides dient eine einfache Text Datei, das Programm ist hier publiziert.
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