Cornelia Funke: Emma glaubt nicht an Feen

Am liebsten ist die 11-jährige Emma draussen im nahen Wald. Sie beobachtet die Tiere und kennt sich auch in der Pflanzenwelt bestens aus. Eines Abends entdeckt Emma eine Lücke in der Brombeerhecke und schlüpft vorsichtig hindurch. Sie steht auf einer Lichtung, die sie nie bemerkt hat, obwohl sie den Wald doch so gut zu kennen glaubte. Im gleichen Moment schiesst ein Wesen auf sie zu und sticht sie in die Stirn. Danach ist nichts mehr wie vorher. Die Blumen sind plötzlich hoch wie Bäume und riesige Libellenflügel umschwirren Emma. Es zirpt, rauscht und wispert überall. Verschiedene Feen umkreisen sie und machen einen ziemlichen Lärm. Diese Feen streiten sich darüber, was mit diesem winzigen Menschenwesen geschehen soll. Einige wollen es so schnell wie möglich loswerden, von den Menschen ist schliesslich noch nie etwas Gutes gekommen. Zum Glück gibt es aber andere, die Erbarmen mit der kleinen Emma haben und sie vor den Füchsen in Sicherheit bringen. Noch nie hatte Emma solche Angst. Gleichzeitig überkommt sie ein ehrfürchtiges Staunen über diese bis anhin unbekannte Feenwelt. Emma hat ein feines Gespür für andere, hinzu kommt ihr Wissen über Pflanzen. Beides hilft, dass die Feen ihr vertrauen. Es ist schwierig und birgt viele Gefahren, Emma den Weg zurück in die ihre Welt zu ermöglichen. Aber Dank Emmas eisernem Willen und ihrem Durchsetzungsvermögen, kommt schliesslich alles gut.
«Emma glaubt nicht an Feen» ist ein sehr spannendes Buch, das viele Kinder faszinieren wird. Man spürt das grosse Engagement der Autorin, Kinder für den Schutz und Erhalt der Natur zu sensibilisieren. Cornelia Funke lässt viel Wissen über Pflanzen und Tiere in die Geschichte einfliessen. Eindrücklich schildert sie die mystische Stimmung im Wald, sie beschreibt Geräusche und Gerüche und lässt so die Lesenden an Emmas grossem Staunen teilhaben. Das Buch eignet sich gut zum Vorlesen. Für Kinder ab 11 Jahren. 192 Seiten.

Cornelia Funke: Emma glaubt nicht an Feen. Insel 2026. ISBN: 978-3-458-64620-4

Rezension: Maria Riss

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