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Open Access

Unter Open Access wird der freie, unbeschränkte und kostenlose Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet verstanden. Dies betrifft sowohl Artikel aus kostenpflichtigen Journals, als auch Buchpublikationen.

Das Ziel ist, dass im Sinne von Open Science, wissenschaftliche Literatur für alle Nutzerinnen und Nutzer kostenlos und möglichst frei von technischen und rechtlichen Barrieren zugänglich ist. Dies aus dem Gedanken, dass Wissen als gemeinnütziges Gut verstanden wird und durch eine transparente und kollaborative wissenschaftliche Praxis eine möglichst egalitäre Teilhabe an den Erkenntnissen ermöglicht wird.

News

JSTOR hat den freien Zugang zu all ihren Zeitschriftenarchiven bis am 30. Juni 2021 verlängert.

Warum Open Access?

Durch das Publizieren in Open Access werden wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar und barrierefrei zugänglich. Das erhöht ihre Sichtbarkeit und die bessere Auffindbarkeit, die Publikationen werden häufiger gelesen und zitiert. Im Sinne einer offenen und transparenten wissenschaftlichen Praxis (Open Science) wird die Weiterverbreitung von Forschungsergebnissen gefördert und die Kollaboration gestärkt. Ausserdem verbleiben die Verbreitungsrechte bei den Autoren und gehen nicht an die Verlage über.

Nationale Open Access Strategie

Die 2017 verabschiedete Nationale Open Access Strategie von Swissuniversities sieht vor, dass in der Schweiz bis 2024 alle mit öffentlichen Geldern geförderten Publikationen kostenlos zugänglich sein müssen. Dies aus dem Gedanken heraus, dass mit öffentlichen Geldern finanzierte Forschungsresultate grundsätzlich ein öffentliches Gut darstellen und allen Interessierten offenstehen sollten.

Strategie des Schweizerischen Nationalfonds (SNF)

Alle Publikationen, die aus geförderten Projekten des SNF hervorgehen, müssen bereits ab 2020 Open Access zugänglich sein. Der SNF unterstützt hybride Publikationen nicht.

Gängige Publikationswege kurz erklärt

Klassischer Weg

Auf dem klassischen Weg veröffentlichen Forschende ihren Artikel in einer subskriptionspflichtigen Zeitschrift oder ihr Buch in einem Verlag. Der Artikel ist für Abonnementen verfügbar, das Buch über den Handel. 

Open Access

Grüner Weg

Beim grünen Weg wird der Artikel in einem kostenpflichtigen Journal erstveröffentlicht und nach Ablauf eines Embargos findet eine Zweitveröffentlichung in Open Access statt. Häufig handelt es sich bei der zweitveröffentlichten Version um eine zwar inhaltlich identische Version, die sich aber im Layout von der Verlagsversion unterscheidet.

Goldener Weg

Beim goldenen Weg wird bereits die Erstveröffentlichung Open Access publiziert. Meist fallen für die Autoren dabei so genannte APC (Article Processing Charges) an. Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) sowie das Directory of Open Access Books (DOAB) unterstützen die Forschenden bei der Suche nach einem geeigneten und qualitativ hochstehenden Open Access Journal oder einem Buchverlag über den sie veröffentlichen können.

Hybrider Weg

Ein Artikel wird in einem kostenpflichtigen Journal closed access publiziert. Zusätzlich dazu kann eine Gebühr bezahlt werden, um den Artikel auf Open Access freizukaufen. Auf diese Weise fallen doppelte Kosten an, weshalb der SNF diesen Weg nicht unterstützt.

Finanzierung von Open Access Publikationskosten

Bei der Veröffentlichung von Publikationen über den goldenen oder den hybriden Weg entstehen für die Publizierenden in der Regel Kosten. Aufgrund von Verträgen mit Elsevier und Springer Nature werden diese seit Anfang 2020 für FHNW-Angehörige jedoch unter bestimmten Voraussetzungen übernommen.

Hintergrund sind die read&publish Verträge, die ein Verhandlungsteam des Konsortiums der Schweizer Hochschulbibliotheken sowie eine Delegation von swissuniversities ausgehandelt haben. Diese Vertragsmodelle ermöglichen sowohl den freien Lesezugang zu bestimmten Zeitschriften eines Verlags als auch die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kosten dort Open Access zu publizieren. Die Publikationsgebühren werden vollumfänglich übernommen, soweit das hierfür bereitgestellte zentrale Kontingent noch nicht ausgeschöpft ist.

Elsevier

FHNW-Angehörige bezahlen bei den meisten Zeitschriften von Elsevier keine OA-Gebühren. Diese Regelung gilt für alle ab Januar 2020 eingereichten Publikationen bei denen FHNW-Angehörige Corresponding Authors sind und die bestimmten Artikeltypen entsprechen. Es besteht ausserdem die Möglichkeit, Artikel, die 2020 publiziert wurden, nachträglich Open Access zu publizieren.

Sobald Ihr Artikel von einem Elsevier-Journal angenommen wird, erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link. Über diesen schliessen Sie den Prozess mit der Wahl verschiedener Optionen zur Publikation ab. Um von einer kostenfreien OA-Publikation zu profitieren, wählen Sie dabei folgende Optionen:

  • Corresponding Author’s Organization: Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)
  • Gold Open Access: Publish Open Access
  • Select your user license: Die FHNW Bibliotheken empfehlen CC BY 4.0.

Springer Nature

FHNW-Angehörige bezahlen bei den meisten Zeitschriften von Springer Nature keine OA-Gebühren. Diese Regelung gilt für alle ab Juli 2020 akzeptierten Publikationen bei denen FHNW-Angehörige Corresponding Authors sind und für bestimmte Artikeltypen. Sobald Ihr Artikel von einem Springer-Journal angenommen wird, erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link. Über diesen schliessen Sie den Prozess mit der Wahl verschiedener Optionen ab. Um von einer kostenfreien OA-Publikation zu profitieren, wählen Sie dabei folgende Optionen:

  • Corresponding Author’s Organization: Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)
  • Gold Open Access: Publish Open Access
  • Select your user license: Die FHNW Bibliotheken empfehlen CC BY 4.0

MDPI

Für das Jahr 2020 hat die FHNW eine Premium Mitgliedschaft bei dem Open Access Verlag MDPI. Das erlaubt FHNW Angehörigen Autoren mit einem Rabatt von 25% in einem der Journals dieses Verlages zu publizieren.

Kontakt

Wenn Sie neugierig geworden sind und gerne mehr über Open Access an der FHNW erfahren möchten oder wenn Sie als Publizierende eine konkrete Frage haben, können Sie sich gerne bei uns melden:

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Bei Fragen zu den read&publish agreements wenden Sie sich bitte an:

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