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Baukulturen der Schweiz 1945–1975. Kontexte – Strategien – Perspektiven

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, baukulturelles Bewusstsein für die gebaute Umwelt der Nachkriegszeit in der Schweiz zu schaffen und differenzierte Grundlagen dieses Bauerbes zu erarbeiten. Dies wird durch das Erschliessen der historischen Kontexte erarbeitet und hinsichtlich der gegenwärtigen Nutzung und des zukünftigen – nachhaltigen – Weiterbestehens befragt.

Kurzbeschrieb

Um die grundlegenden Fragestellungen des Projektes beantworten zu können, werden als Fallbeispiel drei zwischen 1945–1975 tätige, doch in der Historiographie der Schweizer Planungsgeschichte vernachlässigte Büros aus den drei grossen Sprachregionen zur Untersuchung herangezogen: (1) Das national und international höchst produktive Basler Büro und spätere Generalunternehmen Suter + Suter, das zwischen 1945 und 1996 für u.a. Industrie, Spitäler, Banken und Versicherungen baute; (2) das zwischen 1961 und 1975 tätige Lausanner Atelier des architects associés AAA, das zahlreiche Bauprojekte für Wohnen, Bildung, Gesundheitswesen, Verwaltung, Handel und Industrie realisierte; (3) Ingenieur Giovanni Lombardi und dessen Ingenieurbüros, wodurch sich das Forschungsprojekt im Sinne eines ganzheitlichen Verständnisses von ,gebauter Umwelt‘ schliesslich auch technischen Infrastrukturbauten wie Staudämmen und Viadukten widmet. Die Untersuchung der Aktivitäten und Strategien der Büros erfolgt anhand der kritischen Analyse einer exemplarischen Projektauswahl sowie von deren Konzepten, ungebauten Visionen, medialen Praktiken und Organisationsstrukturen. Spezifische Analysemethoden und -instrumente – wie die städtebauliche und historische Kontextualisierung, die Erschliessung und Einbindung von Archivmaterial und die Analyse architektonischer und städtebaulicher Pläne, Konzepte und Bauten bis hin zu den Produkten der Vermarktung und Eigenwerbung sowie die Darstellung in den verschiedenen Medien – gewähren präzise und bis dato fehlende, wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich Akteur*innen, die die ,gebaute Umwelt‘ der Schweiz in der Nachkriegszeit wesentlich beeinflusst haben. Diese Grundlagenforschung liefert bedeutende Einsichten innerhalb höchst aktueller Diskurse wie etwa über hohe Baukultur (vgl. Eidg. interdep. Strategie für Baukultur; Davos Declaration 2018), insofern Analyse und Projektierung der gegenwärtigen und zukünftigen Umweltgestaltung eine angemessene Auseinandersetzung mit der planerischen und überdauernden baulichen Leistung von Architektur, Infrastrukturbauten und Städtebau der Nachkriegszeit erfordern. Dies gilt insbesondere auch in Abstimmung mit Nachhaltigkeitsbestrebungen.

Laufzeit

2021–2024

Beteiligte Hochschulen/Institute

Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik HABG, Institut Architektur

Projektteam

Prof. Dr. Harald R. Stühlinger, HABG, Institut Architektur (Projektleitung)
N.N.
N.N.
N.N.

Externe Projektpartner

Prof. Dr. Bruno Machand, EPFL Lausanne

Förderung/Finanzierung

Schweizerischer Nationalfonds SNF

Kontakt

Prof. Dr. Harald R. Stühlinger
Prof. Dr. Harald R. Stühlinger Dozent für Architektur-, Bau- und Städtebaugeschichte
Telefon : +41 61 228 53 71 (Direkt)

TopImage: Lausanne Chauderon

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