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Elektrodynamische Fragmentierung

Das Zentrum für Ressourceneffizienz forscht an modernen Methoden, Wertstoffe aus komplexen Gemischen abzutrennen. Im Vordergrund steht dabei die elektrodynamische Fragmentierung.

Mittels Hochspannungsimpulsen wird entlang von Phasengrenzen kurzzeitig ein hoher Druck aufgebaut, so dass die Wertstoffe im Idealfall isoliert werden und durch geeignete nachgeschaltete Verfahren zurückgewonnen werden (vgl. Darstellung). Wie häufig bei neuen Entwicklungen müssen die üblichen Anfangsschwellen überwunden werden: Kosten und Energieaufwand minimieren, das Verfahren den verschiedenen Materialien von Asphalt bis Lithiumbatterien anpassen, etc. In verschiedenen Projekten wurden dafür erste Erfolge erzielt, weitere Arbeiten werden aber folgen müssen.

Elektrodynamische Fragmentierung.jpg
Funktionsprinzip elektrodynamische Fragmentierung

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Fragmentierung von Betonabbruch

Die Schweiz wird oft als Weltmeister im Rezyklieren bezeichnet. Streng genommen gilt das aber nur für relativ leicht wiederverwertbare Materialien wie Aluminium, Glas oder Papier. Was komplexe Gemische wie Elektronikschrott oder grosse Massenströme von schwer trennbaren Abfällen wie z.B. Betonabbruch betrifft, lassen die Recycling-Quoten der eingesetzten Stoffe noch sehr zu wünschen übrig. Einer der Gründe dafür ist der Mangel an geeigneten Trennverfahren.

Prof. Dr. Thomas Heim, Zentrumsleiter Zum Kontakt
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