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Projekt Integral: Unterstützter Hochschulzugang für qualifizierte Geflüchtete an der Hochschule für Technik FHNW

Das Ziel des Projektes Integral ist, den Hochschulzugang für qualifizierte Geflüchtete an der Hochschule für Technik FHNW institutionell zu fördern und sie auf ihrem Weg zu einem regulären Studium und in der ersten Studienphase zu begleiten.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an studieninteressierte und entsprechend qualifizierte Geflüchtete. Als Nebenzielgruppe fungieren Bildungs- und Integrationsakteur*innen auf kantonaler Ebene, aus den Bereichen Potentialabklärung, kantonale Integrationsfachstellen, Soziale Dienste, Berufs- und Laufbahnberatungsstellen, NGO’s etc. Mit diesen wird eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit bei der Unterstützung der Studierenden angestrebt.

Das Angebot wurde Juni 2021 als Pilotprojekt an der Hochschule für Technik FHNW eingeführt, mit einer reduzierten Anzahl von Teilnehmenden. Ab dem Studienjahr 2022/23 wird das Angebot vollständig ausgearbeitet sein und einer grösseren Anzahl von potentiellen Studierenden offenstehen.

Nachfolgend eine Übersicht über das Studienangebot an der Hochschule für Technik FHNW:

Wege an die Hochschule für Technik FHNW

Es gibt prinzipiell drei Wege, wie die studieninteressierten Geflüchteten an die Hochschule für Technik gelangen können: direkte Kontaktaufnahme mit der Hochschule für Technik (u.a. mit der Koordinationsstelle Integral), über andere Hochschulen und Universitäten oder über kantonale Ämter und andere offizielle Stellen und Organisationen im Bereich Integration, Migration und Bildung.

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Je nach vorhandenen Qualifikationen kann der direkte Hochschulzugang ermöglicht werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, noch ausstehende Qualifikationen für den Hochschulzugang im Rahmen eines individuell zugeschnittenen Hinführungsstudiums zu erlangen. Dieses Hinführungsstudium ist der eigentliche Kern des Projekts Integral und besteht aus verschiedenen vorbereitenden Kursen, die von den qualifizierten Geflüchteten nach individueller Abklärung in Anspruch genommen werden können. Dazu gehören u.a. Mathematik- und Physikmodule. Ein Erstgespräch zwischen den studieninteressierten Geflüchteten und der Koordinationsstelle Integral sowie eine erste Prüfung der Unterlagen gibt Auskunft darüber, wie es weitergehen soll. Es kann sein, dass keine Aufnahme möglich ist oder im Austausch eine Alternative empfohlen wird.

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Aufnahmekriterien

Für den regulären Zugang und die Aufnahme in das Hinführungsstudium bestehen unterschiedliche Aufnahmekriterien. Grundlage sind bei beiden der Nachweis einer entsprechenden Vorbildung und Sprachkenntnisse in Deutsch. Können die Nachweise zur Vorbildung nicht mit Dokumenten (Diplomen etc.) belegt werden, besteht die Möglichkeit, individuell abzuklären, ob eine Qualifizierung vorliegt.

Unterstützungsleistungen im Hinführungsstudium

Das Projekt Integral beinhaltet verschiedene Unterstützungsleistungen, die von den studieninteressierten bzw. qualifizierten Geflüchteten nach Abklärung und je nach Bedarf in Anspruch genommen werden können (in Kooperation mit externen Stellen und Organisationen). Zu Beginn des Hinführungsstudiums werden gemeinsam konkrete Ziele definiert, deren Erreichen während und am Ende des Hinführungsstudiums überprüft werden. Das Erreichen dieser Ziele ist eine Bedingung für den Eintritt in das reguläre Studium. Das können z. B. Sprachkenntnisse und/oder eine bestimmte Anzahl besuchter und bestandener Vorbereitungs- oder Auffrischungskurse sein. Von den Teilnehmenden wird zudem möglichst von Beginn weg eine grösstmögliche Selbständigkeit und Eigeninitiative gefordert. Beides Eigenschaften, welche spätestens im regulären Studium von grosser Bedeutung sind.

Finanzierung durch Stiftung FHNW

Die Stiftung FHNW hat die Finanzierung des Angebots bis zum Sommer 2024 zugesagt. Dank des Engagements des ehemaligen Stiftungspräsidenten Urs Endress konnten in kurzer Zeit zahlreiche Spenden eingeworben werden, um die Kosten des Projekts von CHF 130'000 zu decken. 

Überregionales Förderprojekt

Das Projekt Integral wird als Pilot im Rahmen eines überregionalen Förderprojekts umgesetzt, in Kooperation mit dem Verband der Schweizer Studierendenschaft VSS und der Fachhochschule Westschweiz HES-SO. Das Projekt INVOST - Integrationsvorstudium an Fachhochschulen verfolgt das Ziel, dass sich hochqualifizierte geflüchtete Menschen mit gezielten Fördermassnahmen auf ein reguläres Studium an einer Fachhochschule vorbereiten können. Mit der Hochschule für Technik FHNW und der HES-SO ergreifen zwei überregionale Fachhochschulen die Initiative und setzen sich als Institutionen proaktiv für mehr Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Hochschulbildung ein.
 
Das Projekt INVOST – Integrationsvorstudium an Fachhochschulen wird durch die Volkart Stiftung und die Stiftung Mercator Schweiz unterstützt.

Kontakt

Stefan Czarnecki
Stefan Czarnecki Fachgruppenleiter Englisch / Leiter Koordinationsstelle Projekt Integral
Telefon : +41 56 202 81 69 (Direkt)
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