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Doing/Undoing Difference - eine praxeologische Unterrichtsstudie

In der ethnographisch ausgerichteten Studie wird untersucht, wie Kinder und Erwachsene sich adressieren, welche Herkunftsdialoge eine Rolle spielen und wie nation-ethno-kulturelle Differenzlinien eingeführt und thematisiert werden.

Schule ist ein zentraler Ort, an welchem Fragen der natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeit bzw. Nicht-Zugehörigkeit ausgehandelt und solche Zugehörigkeiten (re)produziert werden, (Doing/ Undoing Difference).

Wie diese soziale Praxis in den alltäglichen Interaktionen vollzogen wird, ist auf weiten Strecken unerforscht. Dies gilt in besonderem Masse für die Politische Bildung, wo Fragen zur Zugehörigkeit, zur Identität und zur politischen Partizipation explizit behandelt werden.

Der Unterricht der Politischen Bildung ist deshalb erstens ein besonders geeigneter Ort, um Prozesse des Doing/Undoing Difference zu beobachten und zu analysieren und zweitens ein besonders dringlicher Ort, um vertieftes Wissen über diese Prozesse zur Umsetzung der eigenen fachlichen Ansprüche (Adressatenorientierung/diversitätsreflexive Politische Bildung) zu erlangen. In dieser ethnographisch ausgerichteten Studie wird anhand von Unterrichtsvideos unter anderem untersucht, wie die am Unterricht in Politischer Bildung beteiligten Kinder und Erwachsenen sich adressieren, welche Herkunftsdialoge eine Rolle spielen und wie natio-ethno-kulturelle Differenzlinien eingeführt und thematisiert werden.


Literatur aus dem Projekt

  • Sperisen, Vera/ Affolter, Simon (2020): « «Hier geboren, aber im Urlaub daheim » – vom geteilten Differenzwissen zur natio-ethno-kulturellen Zuschreibung im Unterricht». Didacta Historica 6, Nr. Altérité / Anderssein / Alterità (2020)
  • Sperisen, Vera/ Affolter, Simon: «In meinem Schulzimmer sind oft bis zwölf Nationen versammelt: schulischer Unterricht zu «Migration» als pädagogische Praxis der Differenzmarkierung“. Didactica Historica 6 (2020): S. 85–90.
  • Sperisen, Vera/ Affolter, Simon (2020): «Den Blick auf das Politische schärfen. Vom Umgang mit hegemonialen Zugehörigkeitsordnungen in der Politischen Bildung». In Demokratie, Demokratisierung und das Demokratische: Aufgaben und Zugänge der Politischen Bildung, herausgegeben von Moritz Peter Haarmann, Steve Kenner, und Dirk Lange, Bürgerbewusstsein. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S. 217–32.
  • Sperisen, Vera, und Simon Affolter. «Teilhabe ermöglichen statt integrieren». Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management 4, Nr. 1–2 (2019): S. 106–11.

Projektleitung / weitere Informationen

Prof. Dr. Monika Waldis Weber
Prof. Dr. Monika Waldis Weber Leiterin Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik, Institut Forschung und Entwicklung PH FHNW
Telefon : +41 62 836 94 63 (Direkt)
Vera Sperisen
Vera Sperisen Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik, Institut Forschung und Entwicklung PH FHNW
Telefon : +41 62 836 94 64 (Direkt)

Projektmitarbeitende

Dr. des. Simon Affolter

zu Dr. des. Simon Affolter

Projektlaufzeit

1.2.2017 - 31.10.2020

Finanzierung

Finanziert vom SNF, Abteilung I Geistes- und Sozialwissenschaften

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