Manuela Käppeli ist neue Leiterin Studienzentrum Soziale Arbeit
Manuela Käppeli, Prof. Dr., arbeitet seit 1. August 2025 als Leiterin Studienzentrum Soziale Arbeit an der HSA. Herzlich willkommen! Wir haben sie zu einem kurzen Gespräch getroffen.
Manuela, was fasziniert dich an der Sozialen Arbeit?
Ich finde es besonders spannend zu sehen, wie zukunftsorientiert das Berufsfeld der Sozialen Arbeit ist und welche zentrale Rolle es für den Zusammenhalt und die Gestaltung der Gesellschaft spielt. Es ist ein vielfältiges Arbeitsfeld, in welchen man mit Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen und -realitäten in diversen Settings arbeitet. In den letzten 50 Jahren hat die Soziale Arbeit eine rasante Entwicklung durchlaufen – und heute befinden wir uns in einer Phase, in der es darum geht, herauszufinden, wohin wir uns als Profession weiterentwickeln wollen. Mit einer zukunftsfähigen Ausbildung einen Beitrag dazu zu leisten, finde ich zentral.
Welches Projekt aus deiner bisherigen Laufbahn hat dir am meisten Spass gemacht – und warum?
Ich habe in ganz unterschiedlichen, spannenden Projekten gearbeitet – da fällt es mir schwer, nur eines hervorzuheben. Im Bereich F&E habe ich mich mit Themen der sexuellen Gesundheit und Sexualaufklärung sowie der beruflichen Identitäts- und Professionsentwicklung Sozialer Arbeit beschäftigt. Eine weitere Frage, die mich langjährig in unterschiedlichen Kontexten begleitet ist: Wie muss eine zukunftsfähige Ausbildung gestaltet sein? Was benötigen Studierende, um in der Praxis bestehen zu können und Freude am Job zu finden? Vor diesem Hintergrund habe ich mich den letzten Jahren intensiver mit Themen der Digitalisierung und Qualitätsentwicklung in der Hochschulbildung auseinandergesetzt.
Wie möchtest du diese Themen – gerade die Digitalisierung und die Qualitätsentwicklung, mit denen du dich zuletzt vertieft auseinandergesetzt hast – im Studienzentrum einbringen?
Meine bisherigen Projekte und Arbeitstätigkeiten verbinden die Passion für Ausbildungsthemen. Genau diese Passion möchte ich einbringen und gemeinsam mit dem Team Studienzentrum sowie den Lehrenden in Bachelor und Master überlegen, was unsere Ausbildung zu einer wirklich guten Ausbildung macht und diese Aspekte in den Curricula stärken. Mit dem neuen Curriculum im Bachelor besteht hier natürlich eine ideale Grundlage. Dabei spielt natürlich auch die Digitalität eine bestimmte Rolle. Es geht nicht nur darum, mit bestimmten Tools zu arbeiten, sondern auch um die Fragen dahinter: Wenn ich mit KI arbeite – welchen Impact hat dies auf meine Überlegungen und mein Denken? Genau solche Reflexionen und Überlegungen finde ich spannend, wenn es um die Gestaltung einer zukunftsfähigen Ausbildung geht.
Was war dein erster Job – und welche eine Erkenntnis hilft dir heute noch im Studienzentrum?
Ursprünglich habe ich eine Lehre als Praxisassistentin absolviert – also etwas ganz anderes als das, was ich heute tue. Es war zwar ein gesundheitsbezogener Beruf, hatte aber natürlich auch soziale Aspekte: nämlich mit und für Menschen in sehr unterschiedlichen, meist krisenhaften Situationen zu arbeiten. Diese Herausforderungen haben mich schon früh geprägt – ich habe die Lehre mit 15 begonnen – und ich habe sehr schnell gemerkt, was es bedeutet, Menschen in einer Eins-zu-eins-Situation durch eine Krise zu begleiten.
Gibt es etwas, das dich sofort in gute Laune versetzt – egal, wie voll der Tag ist?
Ja, hoffentlich! (lacht) Es sind vor allem die Gespräche im Umfeld und mit meinen Mitmenschen. Alltägliche Begegnungen oder auch interessante Artikel, die mir neue Ideen und Eindrücke geben, die mich weiterdenken lassen. Unerwartete Dinge, die mich überraschen und in mir die Neugierde wecken – das versetzt mich in gute Laune, egal wie voll der Tag ist.
Was begleitet dich auf dem Weg zur Arbeit – Musik, Podcast oder lieber Stille?
Mich sieht man im Zug meist mit Kopfhörer, wobei ich vor allem Musik und Podcasts höre. Ich nutze das Pendeln jedoch meist bereits als Arbeitszeit und liebe es daher, mit der Noise-Cancelling-Funktion und entsprechender Musik bereits konzentriert in den Arbeitsalltag einzutauchen.

