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Partizipation im Unterricht der Primarstufe (PaU)

Partizipationschancen ermöglichen – Partizipationsräume erschaffen – Partizipationsformate anwenden

Ein Projekt der Professur Unterrichts- und Schulkulturen

Erleben Schülerinnen und Schüler in ihrem Unterricht, wie ihre Meinung nachgefragt und berücksichtigt wird, wirkt sich dies positiv auf ihre Entwicklung aus. Vielfältige Partizipationserfahrungen fördern das kindliche Selbstwertgefühl, die Lernmotivation und verbessern nachhaltig das Klassenklima. Jedoch reichen dafür weder Klassenrat noch Kreisgespräch allein aus.

Partizipationsförderung im Unterricht bedeutet vielmehr, täglich mit den individuellen und gemeinsamen Anliegen der Kinder zu arbeiten. Es gilt, den eigenen pädagogischen Blick zu weiten und sich verschiedener Methoden zu bedienen. Um die Meinungsbildung der Kinder anzuregen, sind konkrete partizipationsförderliche Angebote ebenso zu reflektieren wie verschiedene Aspekte pädagogischer Beziehungsgestaltung.

Eine im schulischen Alltag verankerte Partizipationsförderung zielt deshalb auf drei Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit: Partizipationschancen ermöglichen, Partizipationsräume erschaffen und Partizipationsformate anwenden.

Partizipationschancen ermöglichen

Kinderbeteiligung beginnt auch in den Köpfen der Erwachsenen. Wie können die Interessen von Kindern erfasst und angemessen berücksichtigt werden? Bei welchen Entscheidungen sollen Kinder beteiligt werden und bei welchen nicht? 

Partizipationsräume erschaffen

Partizipationsräume sind Erprobungsräume. Diese erfordern vertrauensvolle Kommunikation und Beziehungen. Wie lassen sich darin Meinungsbildung und -vielfalt unterstützen? Wie können dabei Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme – für sich und die Gemeinschaft – geübt werden? 

Partizipationsformate anwenden

Partizipativer Unterricht lebt von diversen Methoden und Beteiligungsverfahren. Welche passen zu meinem Unterrichtsverständnis? Welche zu meiner Klasse? Welche fördern Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme für eigene Lernprozesse sowie gemeinsame Entscheidungen? Wie setze ich sie um?

Reflexionsraster für Lehrpersonen

Das «Reflexionsraster Partizipationsförderung» knüpft an diese drei Schwerpunkte an und dient als Wegweiser für Lehrpersonen und Schulen, Kinderbeteiligung auf vielfältige Weise zu fördern. Sie können das Reflexionsraster hier herunterladen.

Verschiedene Ideen und Fragestellungen unterstützen Sie dabei, Ihren Weg mit Ihren Schülerinnen und Schülern zu finden. Die Kinder lernen so in alltäglichen Situationen und mit Ihrer Unterstützung, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, sich eine eigene Meinung zu bilden und den Unterricht mitgestalten zu können. Dadurch erleben sie immer wieder aufs Neue, wie ihre Stimme berücksichtigt wird und eine Wirkung entfaltet.


Dieses Projekt wird gefördert von:

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Online Publikationen:

  • Maischatz, Katja; Hildebrandt, Elke; Wälti, Serena; Ruess, Annemarie; Campana, Sabine (2019). Partizipationsförderung in Mikroprozessen des Unterrichts. In: Hauser, Stefan; Nell- Tuor, Nadine (Hg.). Sprache und Partizipation im Schulfeld. Bd. 6, Reihe Mündlichkeit, hep: Bern, 162-180. - Link
  • Hildebrandt, Elke; Campana, Sabine (2016). Partizipation im alltäglichen Unterricht durch Kooperation und Individualisierung in heterogenen Klassen – ein Beitrag zur Demokratiebildung? - Link
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