Winterthur im Dialog: Soziokultur als Brücke für eine lebendige Stadt
Mit einem Studienauftrag zur Soziokultur möchte die Stadt Winterthur Grundlagen erhalten, um Zusammenhalt, Teilhabe und lebendige Quartiere zukünftig zu stärken. Die Basis hierfür sind partizipativ durchgeführte Analysen, darauf aufbauende Definitionen und Handlungsempfehlungen.
Im Auftrag der Stadt Winterthur untersucht die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, wie Soziokultur als kommunale Aufgabe gestaltet werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer wachsenden, vielfältigen Stadt nachhaltig zu stärken. Ausgangspunkt sind aktuelle Herausforderungen vieler Städte: Verdichtung, Wandel der Freiwilligenarbeit und knapper werdende Ressourcen treffen auf Bevölkerungswachstum und hohe Erwartungen an Teilhabe, Integration und lebendige Quartiere. Gleichzeitig ist Soziokultur in der Deutschschweiz zwar fachlich etabliert, politisch und verwaltungsmässig jedoch sehr unterschiedlich verankert.
Die Grundlagenstudie «Soziokultur Winterthur» klärt, was Soziokultur aus kommunaler Perspektive bedeutet, wie die aktuelle Angebotslandschaft aussieht und welche Zukunftsherausforderungen sich abzeichnen. Die Studie soll aufzeigen, welchen Mehrwert Soziokultur für verschiedene Bevölkerungsgruppen und für die Stadtentwicklung hat und wie die Stadt Winterthur diesen Bereich strukturell, organisatorisch und finanziell weiterentwickeln kann. Die Ergebnisse fliessen in die Politik- und Verwaltungsentwicklung der Stadt ein und bilden eine fachliche Grundlage für die künftige Ausrichtung im Bereich Soziokultur.
Die Studie kombiniert mehrere Bausteine:
- Theoretische und dokumentenbasierte Grundlagenarbeit zur kommunalen Bedeutung von Soziokultur und zur normativen Rahmung (Werte, Teilhabe, Partizipation, Ermöglichung).
- Analyse der Winterthurer Angebotslandschaft entlang verschiedener Organisationstypen (Kernangebote mit soziokulturellem Auftrag, soziale Träger mit SKA-Methoden, weitere Akteure aus Kultur, Sport, Bildung).
- Städtevergleich mit ausgewählten Deutschschweizer Städten (u. a. Zürich, Bern, Baden, Biel, St. Gallen), um Strukturen, Ressourcen und Trägerschaftsmodelle einzuordnen.
- Workshops mit Praxisorganisationen, Freiwilligen und Verwaltungsstellen zu Erfahrungen, Belastungen und Zukunftsbildern in den Bereichen Kinder und Jugendliche, Familien und Vereine sowie Alter.
Die Datenauswertung folgt folgendem Berichtsdesign: Definition von Soziokultur, Beschreibung der Angebotslandschaft, Blick nach aussen (Städtevergleich), Zukunftsperspektiven und darauf aufbauend Haltung und Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung.

