Etwas viel verprasst in letzter Zeit?
Die App Liquid für die Gen Z zeigt Einnahmen und Ausgaben auf einen Blick und hilft spielerisch, auch ehrgeizige finanzielle Ziele anzupeilen. Preisgekrönt!
Es war ein Senkrechtstart. Die App Liquid gewinnt Ende 2025 die FHNW Startup Challenge, welche einmal im Jahr die besten Jungunternehmen auszeichnet. Bereits zuvor sicherte sich Liquid einen Förderzuschuss von CHF 50 000 von der Stiftung Gebert Rüf und überzeugte die Jury des FHNW ImpactLabs. Liquid fülle eine Marktlücke, hiess es in der Jury-Begründung.
Die Finanz-App Liquid zeigt Einnahmen und Ausgaben übersichtlich auf, hilft beim Kategorisieren, liefert Analysen und Prognosen basierend auf dem individuellen Ausgabeverhalten. «Sich mit seinem Geld zu beschäftigen, soll Spass machen», sind Brian Livingstone, Student an der Hochschule für Wirtschaft FHNW und Software-Entwickler Yanic Besson überzeugt. Bei der Entwicklung setzten sie auf Gamification und machen aus mühsamem Sparen eine spielerische Challenge. Seit September 2025 hat die App Zugang zur Bankenschnittstelle bLink* der SIX Payment Services. Damit können User ihre Konten bei Schweizer Banken und PostFinance anbinden und synchronisieren und die Übersicht noch aussagekräftiger und einfach herzustellen.
Die Idee zu Liquid fand Brian Livingstone bei sich selbst. Er suchte eine einfache, aber systematische Finanz-App, fand aber nichts, das auf die Schweiz und seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Als Alternative bot sich an, nach Feierabend Excel-Tabellen zu führen. Das kann’s nicht sein, sagte sich Livingstone und gründete das gleichnamige Start-up. Die Projektarbeit fiel meist auf die Wochenenden, da beide neben dem Studium berufstätig sind.
Die App ist auf die Gen Z ausgerichtet, zu der auch Brian und Yanic gehören. Die «Pain Points» rund ums Geld kennen sie nur zu gut: Streaming-, Handy-Abo, Wohnung, Auto, allerlei Must-Haves, Ferien und der ganze Kleinkram fallen ins Geld. «Meistens gibt man mehr aus, als man denkt. Clever gemachte Werbung auf Social Media und immer unkompliziertere Zahlungsmethoden tun das ihre.»
Den Bedarf der Zielgruppe, die Übersicht zu behalten und nicht in Schulden abzurutschen, sieht Livingstone durch Marktstudien bestätigt. Die Geschäftsidee verfeinert er kontinuierlich in Entrepreneurship-Modulen an der FHNW und erhält an der Hochschule für Wirtschaft FHNW Unterstützung von erfahrenen Mentoren wie Prof. Dr. Rolf Meyer (Dozent für Entrepreneurship) und Dario Meyer Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Unternehmensführung.
«Junge Menschen werden von der App und ihren vielfältigen Funktionen profitieren und dabei erleben, dass die Beschäftigung mit den persönlichen Finanzen packend und alles andere als trocken ist.»
Die Liquid App ist in einer kostenlosen Version verfügbar, die Premium-Version kostet CHF 7.95 pro Monat oder CHF 79.95 pro Jahr.
*Zur Erläuterung: Der Zugang zu den Bankenschnittstellen (der sog. Open-Banking-API-Zugriff, bereitgestellt durch SIX Swiss Exchange Group) war bisher auf lizenzierte Finanzinstitute beschränkt. Seit 2025 wird dieser Zugang auch privaten oder nicht-regulierten Drittanbietern gewährt. Liquid hat die nötigen Sicherheitsüberprüfungen durchlaufen und bestanden.




