- Nummer
- H012
- Leitung
- Sina Saxer, sina.saxer@fhnw.ch
- ECTS
- 3.0
- Unterrichtssprache
- Englisch
- Lernziele/Kompetenzen
- Studierende
- können Reaktionsordnungen und -geschwindigkeiten (z.B. differenzielles und integriertes Geschwindigkeitsgesetz, Arrhenius Gleichung) und die Unterschiede zwischen Kinetik und Thermodynamik an Beispielen erklären (2 verstehen).
- können zwischen Elementarreaktionen und komplexen zusammengesetzten Reaktionen /Reaktionsmechanismen unterscheiden und Reaktionsmechanismen ableiten (3 anwenden).
- können die Katalyse und die Funktionsweise von homogenen, heterogenen und biologischen Katalysatoren erklären (2 verstehen).
- können die Voraussetzungen für Reaktionstechnik (kinetische Modelle für homogene Reaktionen, Ermittlung und Analyse exponentieller Geschwindigkeitsdaten, Reaktortyp, Reaktordesign, Temperatur und Druckeffekte, Auslegung und Verweilzeiten, etc.) erklären (2 verstehen).
- können die Methodologie für die Analyse und Auslegung homogener Reaktoren darlegen (3 anwenden).
- Inhalt
- Definition chemische Kinetik / Reaktionsgeschwindigkeit
- Reaktionsverläufe
- Faktoren
- Stosstheorie
- differenzielles Geschwindigkeitsgesetz
- Integriertes Geschwindigkeitsgesetz
- Halbwertszeiten
- Aktivierungsenergie /Arrhenius Gleichung
- Elementarreaktionen
- Energieprofile
- Geschwindigkeitsgesetz
- Homogene, Heterogene, Biokatalyse
- Reaktionsverlauf Energieprofile mit Katalysator
- Enzymkinetik, Aktivität, Michaelis-Menten
- Kinetische Modelle für homogene Reaktionen
- Ermittlung und Analyse exp. Geschwindigkeitsdaten
- Typen von Reaktoren
- Isotherme ideale Reaktoren
- Reaktordesign und Scale-Down ins Labor
- Temperatur und Druckeffekte
- Auslegung und Verweilzeiten
- Erforderliche Vorkenntnisse
- Weiterführende chemische Grundlagen(oder alternativ Allgemeine und anorganische Chemie) Studierende
- können die wesentlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften von Atomen und Molekülen mithilfe von Elektronenstruktur-, Quantenzahlen-, Valenzschalen- und Orbitalmodellen erklären und Konsequenzen daraus auf Reaktivitäten und sterische Effekte übertragen (3 anwenden)
- können die Nah- und Fernordnungen von allgemeinen und spezifischen Flüssigkeiten und Festkörpern beschreiben und Auswirkungen davon auf physikalische und chemische Eigenschaften erklären (2 verstehen)
- können nach erfolgreichem Modulabschluss physikalische und chemische Effekte der gegenseitigen Beeinflussung von Stoffen in Mischungen quantitativ beschreiben und deren Auswirkungen auf chemische, Säure-Base-, und Fällungs-Gleichgewichte berechnen (2 verstehen)
- wissen nach erfolgreichem Modulabschluss um die wichtigsten physikalischen und chemischen Eigenschaften, Hauptgewinnungsmethoden und wesentliche Verwendungszwecke der behandelten Auswahl wichtiger anorganischer Stoffe (3 anwenden)
- können die Bildung von Ionen durch die Aufnahme oder Abgabe von Elektronen aus Atomen und Molekülen formulieren; beherrschen Umrechnungen zwischen Massen und Stoffmengen, das korrekte Formulieren von Reaktionsgleichungen, Reduktions- und Oxidationshalbreaktionen und die Bestimmung von Oxidationszahlen (2 verstehen)
- können die Bindungspolarität via Elektronegativitäten von kovalenten Bindungen bis Ionenbindungen abschätzen; können vollständige Lewis-Strichformeln und Resonanzstrukturformeln zeichnen (2 verstehen)
- können den Zustand von Gasen mithilfe der idealen Gasgleichung quantitativ ausdrücken; können intermolekulare Kräfte in Flüssigkeiten qualitativ charakterisieren und unterscheiden; können die unterschiedlichen Aggregatzustände der Materie beschreiben (2 verstehen)
- können die Gleichgewichtsbedingungen von chemischen Gleichgewichten formulieren, die Gleichgewichtskontanten berechnen und die Auswirkungen des Prinzips von Le Chatelier erklären (3 anwenden)
- sind in der Lage, pH-Werte und Titrationskurven von starken und schwachen Säuren und Basen sowie pH-Werte von Puffersystemen anhand der Säuren- und Basenkonstanten zu berechnen (3 anwenden)
- kennen die funktionellen Gruppen von organischen Molekülen, deren prinzipielle Bildung und einfache Reaktionen (1 kennen)
- kennen die Bindungverhältnisse (Bindungslänge, Bindungsstärke, Hybridisierung, Mesomerie) von organischen Molekülen und die resultierende dreidimensionale Struktur (2 verstehen)
- können die grundlegenden Prinzipien der Stereochemie (Konfiguration, Konformation, Nomenklatur, Stereoselektivität) auf einfache Moleküle und Reaktionen anwenden (3 anwenden)
- können die Säure- resp. Basenstärken aufgrund der Molekülstrukturen abschätzen (3 anwenden)
- können Reaktionen klassifizieren und elektronische und sterische Einflüsse (Mesomerie, Induktion, Hyperkonjugation) erklären (2 verstehen)
- können Lewisstrukturen organischer Verbindungen unter Berücksichtigung der Oktettregel aufstellen. (1 verstehen)
- können die Raumstruktur von organischen Verbindungen ausgehend von der Strukturformel ableiten. (3 anwenden)
- erkennen funktionellen Gruppen in organischen Verbindungen und kennen deren Reaktionsmöglichkeiten und physikochemischen Eigenschaften (Polarität, Löslichkeit, Azidität, Basizität) und können den pH-Wert von wässrigen Lösungen berechnen (3 anwenden)
- kennen die schwachen Wechselwirkungen zwischen Molekülen und können diese qualitativ auf organische Verbindungen anwenden. (3 anwenden)
- verstehen die grundlegenden Gesetze der Mechanik und der Wärmelehre und grundlegenden Begriffe, wie z.B. inertiales Bezugs¬system, geschlossenes System, Erhaltungssatz (Energie, Impuls, …), konservative Kraft, Arbeit, Leistung, Potential etc. (2 verstehen)
- können die Dynamik von Massenpunkten und -systemen mit Hilfe der Newton’schen Gesetze und der
- können die Gesetze der Fluidik (Schweredruck, Auftrieb, Oberflächenspannung, Bernoulli, Viskosität) auf konkrete Fragestellungen umsetzen (3 anwenden)
- können die Gesetze der Wärmelehre (Wärmetransport, Zustand idealer Gase, kinetische Gastheorie, 1. HS, 2. HS, Wärmekraft-Maschine) auf konkrete Fragestellungen umsetzen (3 anwenden)
- verstehen das Phänomen Schwingung, Resonanz und Wellenausbreitung (am Beispiel mechanischer Systeme: Feder-Massen-Schwinger, Wasserwellen, Druckwellen ...) (2 verstehen)
- Bibliographie/Literatur
- Modulvorbereitung
- Brown, LeMay, Bursten Chemie - Studieren kompakt, Pearson
- O. Levenspiel, Chemical Reaction Engineering, John Wiley, 3rd edition, 1999
- Vorlesungsskript
- Modultyp
- Assessment für Studienrichtung Chemie (Spezialisierung Chemische Synthese und Querschnittsqualifikation Materialien)
- Lehr- und Lernmethoden
- Vorlesung
- Experiment. Unterricht
- Gruppenarbeit /Präsentationen
- Leistungsbewertung
- Modulschlussprüfung schriftlich (100%)
- Anschlussmodule/-kurse
- Praktikum Chemische Prozesstechnik I
- Praktikum Chemische Prozesstechnik II
- Risikomanagement und Qualitätssicherung
- Bemerkungen
- 2 x 2 Lektionen / Woche KW 8 bis 18 (10 Wochen im Frühjahr-Semester)