- Nummer
- 00403
- Leitung
- -
- ECTS
- 3.0
- Methodik und Didaktik
- Gruppendynamisches T-Gruppen-Training, Selbsterfahrung, Gruppenarbeit, Theorieinput, Plenumsarbeit
- Leistungsnachweis
- Führen eines Lerntagebuches während des Trainings und Abgabe einer kurzen schriftlichen Selbstreflexion, 90 Prozent Anwesenheit
- Literatur
- Geramanis, Olaf (2017). mini-handbuch Gruppendynamik. Weinheim / Basel: Beltz Verlag.
Heintel, Peter (Hg.) (2008). Betrifft: TEAM, Dynamische Prozesse in Gruppen. Wiesbaden: VS Verlag.
König, Oliver / Schattenhofer, Karl (2006). Einführung in die Gruppendynamik. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.
Schindler, Raoul (2016). Das lebendige Gefüge der Gruppe. Ausgewählte Schriften. Giessen: Psychosozial Verlag. - Leitidee
- «Bei uns ist es gerade schwierig im Team, die Dynamik ist anspruchsvoll!» Solche Aussagen oder ähnliche Äusserungen kennen wir alle. Wir alle bewegen uns täglich in unterschiedlichsten Gruppen und Teams und kennen die Kraft, aber auch die Schwierigkeiten, welche Gruppen erzeugen können. Nirgends ist die Wechselwirkung zwischen dem Ganzen und seinen Teilen so offensichtlich wie im Verhältnis von der Gruppe zu ihren Gruppenmitgliedern (die Gruppe, die Anderen und ich). Damit wird deutlich, dass sich Gruppen nicht mit statischen Konzepten verstehen lassen, stattdessen gilt es, die Phänomene der Gruppe als Selbstregelungsprozess in den Blick zu nehmen. Gruppen nur theoretisch zu besprechen, ist eher ananschaulich, weil man damit ihrer jeweiligen Einzigartigkeit nicht gerecht wird und sich ihrer Komplexität verweigert. Die Betrachtung von Selbstregelungsprozessen gibt z.B. Auskunft darüber, wie in Gruppen die Interaktion gestaltet wird, welche Rollencharaktere sich manifestieren, welche Strukturen zur Stabilisierung gewählt werden und wie sich die Machtverhältnisse konstituieren.
In diesem Wahlmodul wollen wir die Selbstregelungsprozesse von Gruppen erfahrbar machen. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, innerhalb eines 5-tägigen Trainings die beschriebenen Phänomene von Gruppen- Situationen- und -Prozessen selbst zu durchleben und gleichzeitig ein reflexives Bewusstsein für die Vorgänge zu erarbeiten – immer im Wechselspiel zwischen dem Ich, den Anderen und der Gruppe. Diese Arbeitsweise fokussiert die Beziehungsebene der Gruppe und macht die Notwendigkeit sozialer Differenzierung deutlich. Damit erhält man einerseits vielfältige Interpretationsweisen, wie sich Muster, Routinen und Rollenzuschreibungen in Gruppen konstituieren, andererseits auch Auskunft darüber, wie es gelingt, uns selbst in Abhängigkeit zu den Sichtweisen und Eigenwilligkeiten unseres Gegenübers zu begeben und gleichzeitig zu einer autonomen und eigenständigen Betrachtung der Situation zu gelangen. - Modulinhalte
- Über Selbstbeobachtung und Feedback zum Erfolg kommen
- Vergrössern der eigenen Spontaneität und Rollenflexibilität
- Erkennen eigener Verhaltensmuster (helle und «blinde Flecken»)
- Erhöhen der Konfliktfähigkeit, Frustrationstoleranz und Selbstsicherheit
- Gruppen und ihre Dynamiken verstehen
- Selbstorganisation von Gruppen und die Fähigkeit zur «Selbstdiagnose in Gruppen» erfahren.
- Fach- und Methodenkomptenz
- Fähigkeit zur Prozessgestaltung
Fähigkeit zu leiten und zu führen - Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion
- Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Kooperation
- Fachwissen
- Theorien und Konzeptionen kommunikativen, ethischen und reflexiven Handelns
- Bemerkungen
- 02.06.2025 - 06.06.2025