- Nummer
- 0021
- Leitung
- Luzia Jurt, +41 62 957 20 79, luzia.jurt@fhnw.ch
- ECTS
- 3.0
- Unterrichtssprache
- Deutsch-und-englisch
- Lehr- und Lernmethoden
«Familienbande»: Wandlungen von Familie und Verwandtschaft als Herausforderungen für die Soziale Arbeit
Mit dem Rückgang traditioneller Familien- und Verwandtschaftsformen, dem demografischen Wandel, einer Vielfalt an neuen Formen des Zusammenlebens und des Austausches zwischen den Geschlechtern und Generationen, der modernen Reproduktionsmedizin, der gleichgeschlechtlichen Elternschaft oder der Auflösung binärer Geschlechterkategorien eröffnen sich neue individuelle Freiheiten. Es kommt aber auch zu moralisch aufgeladenen gesellschaftlichen Debatten und neuen Herausforderungen, auf die nicht zuletzt die Soziale Arbeit innovative Antworten finden muss.
Es geht weiter bei Leading principle / Short description (englisch)
- Sprachen
Fachwissen
- Wissen zu international unterschiedlichen Konfigurationen des Sozial- und Sozialversicherungswesens und der Sozialen Arbeit (mit Modul MA02)
- Wissen zu den Mustern ihrer Einbettung in national geprägte Wohlfahrts-, Bildungs-, Rechts- und Politiksysteme (mit Modul MA02)
- Wissen zu Exklusionsmechanismen und Widersprüche in Rechts-, Sozial- und Sozialversicherungswesen und zur Entwicklung eines eigenen Standpunkts dazu (mit Modul MA02 und Modul MA06)
- Wissen zu den Mustern ihrer Einbettung national und historisch geprägte Wohlfahrts-, Bildungs-, Rechts- und Politiksysteme auch zu potentiellen intersektionalen Ungleichheiten (mit Modul MA02)
- Wissen zur Entwicklung von nachhaltigkeitsbezogenen Strategien von lokal bis international (mit Modul MA02)
- Wissen zu den Kontroversen zwischen den Gesellschaftstheorien und diese kritisch zu reflektieren (mit Modul MA01)
- Wissen zur Analyse von Prozessen der Gesellschaft und ihrer Teilsysteme in ihren lokalen, nationalen und internationalen Dimensionen (mit Modul MA01, Modul MA02, Modul MA06 und Modul MA22)
- Vertieftes und spezialisiertes Wissen im Bereich Soziale Probleme und deren Bearbeitung im internationalen Vergleich (mit Modul MA01 und Modul MA02)
Fach- und Methodenkompetenz
- Fähigkeit Zukunftsmodellen und Entwicklungsmöglichkeiten zu antizipieren (mit Modul MA07)
- Fähig sein, alternative Zukunftsszenarien und Innovationen mit Blick auf Nachhaltigkeit zu entwickeln
- Fähig sein, Innovationen in der Verschränkung der drei Dimensionen von Nachhaltigkeit zu verstehen
Sozialkompetenz
- Fähig sein, die soziale Dimension nachhaltiger Entwicklung in Kooperationsprozesse einzubringen und den Standpunkt der Sozialen Arbeit fundiert zu begründen (mit Modul MA07)
- Leistungsnachweis
Modulinhalte
Im Zusammenhang mit den Wandlungen familialen Zusammenlebens sollen u.a. folgende Fragen diskutiert werden, wobei verschiedene nationale wie auch transnationale Perspektiven berücksichtigt werden:
- Welche Familienformen bedürfen der Unterstützung durch die Soziale Arbeit, wie geht diese mit «anderen» Familienformen um?
- Welche sozialpolitischen Massnahmen sind zu ergreifen, um möglichst allen Familienformen gerecht zu werden?
- Wie unterstützt die Soziale Arbeit Familien bei Prozessen des «doing family» oder des «doing kinship»?
- Wie können familiäre Beziehungen und Bindungen über transnationale Grenzen hinweg aufrechterhalten und gepflegt werden? Welche Herausforderungen stellen sich dabei nicht nur den Familienmitgliedern, sondern auch der Sozialen Arbeit?
Übergeordnete Frage der ganzen Blockwoche ist, wie die Soziale Arbeit in verschiedenen Ländern Familien bei Prozessen von «doing family» unterstützt und Familie ermöglicht – und wie sie sozialpolitische Interventionen ins Familienleben legitimiert.
Die Lehrveranstaltung ist als Blockwoche organisiert und verbindet Fachvorträge ausgewiesener internationaler Expert*innen Vertreter*innen der Praxis mit Workshops, Diskussionen, Filmen und kollektiven wie individuellen Lernsequenzen, studentischen Recherchen und Präsentationen. Sie ist international ausgerichtet und wird in Präsenz durchgeführt.
Es geht weiter bei Module content (englisch)
- Empfohlene Voraussetzungen
Key Notes, Workshops, Präsentationen, Diskussionen
- Bibliografie
Keine
- Leitidee
Keine
- Modulinhalte
- Das Prinzip der Solidarität wird aus unterschiedlichen Perspektiven und bezüglich unterschiedlicher Zugänge und Felder im Rahmen der Sozialpolitik kritisch beleuchtet. Thematisiert wird die Verankerung von Solidarität in sozialen Sicherungssystemen und ihre Bedeutung für die Organisation und das Selbstverständnis unterschiedlicher Akteure wie Gewerkschaften, NGOs, aber auch Genossenschaften und weitere zivilgesellschaftliche Gruppierungen, die über gemeinsame Zugehörigkeiten oder Ziele ihre Interessen vertreten und sich organi-sieren. Solidarität ist aber kein Harmoniekonzept, sie steht in Konkurrenz zu anderen gesellschaftlichen Prinzipien, stösst auch an Grenzen und kann vor allem auch zu Ausschluss führen, wie anhand des Kontexts von Flucht und Migration aufgezeigt wird. Übergeordnete Frage der ganzen Blockwoche ist, ob und inwiefern sich die Soziale Arbeit in den verschiedenen Feldern solidarisch verortet, mit wem sie sich solidarisch zeigt und welche Folgen für wen damit verbunden sind. Die Lehrveranstaltung ist als Blockwoche organisiert und verbindet Fachvorträge ausgewiesener Expertinnen und Experten mit Workshops, Diskussionen, Filmen und kollektiven wie individuellen Lernse-quenzen, studentischen Recherchen und Präsentationen. Sie ist international ausgerichtet und wird in Präsenz durchgeführt.
- Professionskompetenz
erfüllt/nicht erfüllt
- Fachwissen
Arránz Becker, Oliver; Hank, Karsten; Steinbach, Anja (Hg.). Handbuch Familiensoziologie. Wiesbaden: Springer Fachmedien 2023.
Jurczyk, Karin (Hg.). Doing und Undoing Family. Konzeptionelle und empirische Entwicklungen. Weinheim und Basel: Beltz Juventa 2020.
- Bemerkungen
Kontaktstudium: 40 Stunden
Selbststudium: 50 Stunden
Termine: 11.01. – 15.01.2027
Sprache: Deutsch/Englisch