- Nummer
- 00310
- Leitung
- -
- ECTS
- 3.0
- Methodik und Didaktik
- Wissensvermittlung zu Schuldenberatung und Schuldenprävention Fallarbeit zu Schuldenregulierung. Fallbeispiele aus den Praxisstellen sind willkommen.
Exkursion zum MoneyMuseum in Zürich - Leistungsnachweis
- Schriftliche Fall- oder Lernreflexion
- Literatur
- Wird zu Beginn des Moduls bekannt gegeben.
- Leitidee
- 60 Prozent der Haushalte, die in der Schweiz Sozialhilfe beantragen, sind verschuldet. Nicht bezahlte Krankenversicherungsprämien, Steuerrechnungen oder Mieten prägen den Alltag vieler Zielgruppen der Sozialen Arbeit. Dabei ist erstaunlich, dass die häufig diskutierten Bank- oder Konsumschulden eine untergeordnete Rolle spielen. Der Hauptgläubiger der Privathaushalte in der Schweiz ist der Sozialstaat, der Bedürftigen helfen möchte, diese häufig aber wegen Krankenversicherungs- und Steuerschulden betreibt.
Verschuldung ist ein moralisch beladenes Phänomen: Haben Verschuldete etwas falsch gemacht oder können sie nicht mit Geld umgehen? Zuschreibungen, die bei den Betroffenen Scham und Schuldgefühle auslösen. Gleichzeitig ist die Verschuldung der Privathaushalte gesellschaftlich erwünscht und teilweise sogar öffentlich subventioniert: Schuldzinsen können bei der Steuererklärung angegeben werden. So zeigt sich Verschuldung als facettenreiches Thema, das in vielen sozialarbeiterischen Settings präsent ist.
Im Rahmen des Moduls werden die Studierenden befähigt, wie sie in der sozialarbeiterischen Praxis professionell mit Verschuldungssituationen ihrer Zielgruppen umgehen können. Dazu werden die Wissensgrundlagen zu Budgetfragen, Betreibungen und Sanierungsverfahren vermittelt. Das Modul bietet aber auch die Möglichkeit, die Zusammenhänge von Wirtschaft, Privathaushalten und Überschuldung als soziales Problem kritisch zu diskutieren und darauf aufbauend eine professionelle Haltung zu Verund Überschuldung zu entwickeln. - Modulinhalte
- Der Sozialstaat als Gläubiger
- Grundlagen der Budgetberatung
- Verschuldungsursachen der Privathaushalte
- Grundlagen des Betreibungsrechts
- Grundzüge der Schuldenprävention
- Beratungsansätze bei Verschuldung
- Fach- und Methodenkompetenz
- Fähigkeit zur Prozessgestaltung
- Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion
Fähigkeit zur selbstregulierten Wissenserweiterung - Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Kooperation