- Nummer
- 06040
- Leitung
- Luzia Jurt, +41 62 957 20 79, luzia.jurt@fhnw.ch
- ECTS
- 3.0
- Unterrichtssprache
- Deutsch
- Methodik und Didaktik
Weltweit sind über 70 Millionen Menschen auf der Flucht. In gesellschaftlichen Debatten um Flucht werden vor allem Herausforderungen für europäische Staaten thematisiert. Dabei stehen Aspekte von Sicherheitsrisiken und Bedrohung sowie illegaler Einreise im Vordergrund. Ausser Acht gelassen wird, mit welchen Schwierigkeiten die flüchtenden Menschen konfrontiert werden, was es für sie bedeutet, das Herkunftsland zu verlassen, sich auf eine ungewisse Reise zu begeben und in Europa neu anzufangen. Die Not und das Ausgeliefertsein dieser Menschen wird dabei oft ausgeblendet. Im Modul wird vor allem aus Sicht der Asylsuchenden aufgezeigt, wie diese in der Schweiz ihren Alltag gestalten und wie dieser durch rigide institutionelle Massnahmen geprägt ist.
Folgende Aspekte stehen im Zentrum: Was heisst es, sich auf irreguläre Migrationsrouten zu begeben, im Bundesasylzentrum einen Asylantrag zu stellen, auf den Asylentscheid und den Familiennachzug zu warten, von der gesetzlichen Sozialhilfe abhängig zu sein oder sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sich auf die Rückkehrberatung zu begeben, in Ausschaffungshaft zu sein und sich erneut im Herkunftsland reintegrieren zu müssen. Um dies nachvollziehbar und erlebbar zu machen, werden Forschungsergebnisse der Modulleitung präsentiert.
- Leistungsnachweis
Fachwissen
- Sozialwesen, Sozialstaat und Rechtswesen
- Soziale Probleme und Lebenslagen
Fach- und Methodenkompetenz
- Fähigkeit zur Prozessgestaltung
- Fähigkeit zur Innovation
Selbstkompetenz
- Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion
- Voraussetzung
Wissen über:
- Fluchtgründe und Reiseweg
- Ablauf des Asylverfahrens
- Unterbringungen im Asylbereich
- Flucht und Trauma
- Spezifische Gruppen wie z.B. unbegleitete minderjährige Asylsuchende, ältere Geflüchtete
- Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Familiennachzugs
- Asylentscheid und verfahrensrechtliche Konsequenzen (Asylsozialhilfe, Nothilfe)
- Wegweisung, Ausschaffung, Landesverweis
- Resettlementprogramme
- Rückkehrberatung und Reintegration
- Empfehlung
Referate, Diskussionen, Fallbeispiele, angeleitetes Selbststudium
- Literatur
BA3701 Migration und Lebenslage
- Modulinhalte
- Ausgehend von der Entstehung und Verbreitung des Case Managements in historischer Perspektive, erfolgt die Auseinandersetzung mit der konkreten Praxis des Case Managements im Handlungsfeld der erwerbsorientierten Eingliederung. Dabei werden Organisationen in den Blick genommen, die Case Management in der Fallbearbeitung anwenden und es werden konkrete Fallthematiken im Rahmen einer exemplarischen Fallbearbeitung vorgestellt und diskutiert.
- Fach- und Methodenkompetenz
2er-Skala
- Selbstkompetenz
Wird zu Beginn des Semesters abgegeben.
- Sozialkompetenz
- Fähigkeit zur Kooperation
- Fachwissen
- Historisch-systematisches Wissen und Theorien der Sozialen Arbeit
Soziale Problemlagen und Lebenslagen