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Ergänzungsmodul «Schul- und Unterrichtsentwicklung steuern»

Unterricht in Lernlandschaften, das Churer-Modell, Altersdurchmischter Unterricht, Kompetenzorientierung mit Lehrplan 21, Kooperation in Unterrichtsteams – die Schule sieht sich mit vielfältigen neuen Anforderungen und einer zunehmenden Komplexität im Beruf konfrontiert, die sich nur mit Massnahmen einer systematisch gestalteten Schul- und Unterrichtsentwicklung bewältigen lassen. Als Stichworte lassen sich anführen: Erweiterung des Repertoires an Lehr- und Lernformen; veränderte Rolle der Lehrperson (z. B. Lerncoaching); kompetenzorientierter Unterricht; niveauübergreifende Lernangebote; Weiterentwicklung von Kooperationsstrukturen im Kollegium; produktive Nutzung von Heterogenität im Klassenzimmer. Es geht deshalb darum, an der Schule wirksam transferorientiertes Lernen zu etablieren, im Kollegium neue Kompetenzfelder zu erschliessen und das Selbstwirksamkeitsempfinden und die Berufszufriedenheit der Lehrpersonen zu stärken.

Schulleiterinnen und Schulleiter, aber auch Mitglieder von schulinternen Steuerungsgruppen sind gefordert, wirksame Konzepte, Verfahren und Instrumente für diese Entwicklungsprozesse bereitzustellen und die Prozesse produktiv zu lenken.

Im Ergänzungsmodul Schul- und Unterrichtsentwicklung können sich Schulleiterinnen und Schulleiter vertieft mit Fragen der Schul- und Unterrichtsqualität sowie mit den Gelingensbedingungen einer erfolgreichen Schul- und Unterrichtsentwicklung auseinandersetzen. Renommierte Expertinnen und Experten werden den neuesten Stand der schulbezogenen Qualitätsforschung aufzeigen – eng verbunden mit der Frage, wie Entwicklungsprozesse an der eigenen Schule angestossen und erfolgreich umgesetzt werden können.

Das Ergänzungsmodul baut auf dem Basismodul schulinternes Qualitätsmanagement auf und ist Teil des CAS-Programms «Aufbau eines schulinternen Qualitätsmanagements».

Aufbau

Die Teilnehmenden setzen sich mit folgenden Themenschwerpunkten auseinander:

Gute Schulführung: Die wirksame Steuerung von Schul- und Unterrichtsqualität als Herausforderung

Leitfragen: Wie kann die Schulleitung wirksam und nachhaltig die Schul- und Unterrichtsentwicklung steuern? Was zeichnet wirksame Führungsprozesse aus? Woran ist entwicklungswirksames Führungshandeln erkennbar? Wie lassen sich entsprechende Führungsprozesse evaluieren?
Thematische Schwerpunkte: Wissenschaftliche Erkenntnisse zur guten (Schul-)Führung; Austausch von eigenen Erfahrungen mit Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen (Hypothesen zu Gelingensbedingungen); Qualitätsansprüche an Führende und Geführte und ihr Zusammenspiel (Leadership – Followership); Instrumente und Verfahren zur Evaluation von Schulführung; Vorbereitung von Schulbesuchen.

Gute Schule: Was sind gute Schulen und wie entstehen sie?

Leitfragen: Welche Vision einer guten Schule zeichnet die aktuelle Schulqualitätsforschung? Welche Auswirkungen auf die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie auf die Weiterentwicklung der Kompetenzen der Lehrpersonen ergeben sich daraus? Wie lässt sich auf der Grundlage der Hattie-Studie die Unterrichtspraxis evaluieren?
Thematische Schwerpunkte: Hintergrundinformationen zur Hattie-Studie. Datengestützte Erkenntnisse zur guten Schule und zum guten Unterricht. Praxisnahe Verdichtung der Erkenntnisse für die Unterrichtspraxis. Konsequenzen für die Unterrichtsentwicklung. Erarbeitung von Evaluationsinstrumenten zu ausgewählten Aspekten.

Die Schulkultur als Ansatzpunkt von Veränderungsprozessen

Leitfragen: Welche Bedeutung hat der Kulturaspekt für das Entwicklungspotential einer Schule? Wie kann die Organisationskultur einer Schule erfasst werden? Wie lassen sich entsprechende Erkenntnisse aus der Kulturdiagnose für die Schul- und Unterrichtsentwicklung nutzen?
Thematische Schwerpunkte: Kultur als Grundbegriff der Organisationsentwicklung; Dimensionen und Merkmale der Schulkultur; Instrumente zur Erfassung der Schulkultur; Instrumente und Methoden zur gezielten Kulturentwicklung.

Der gute Unterricht im Spannungsfeld von selbst- und fremdgesteuertem Lernen

Leitfragen: Wie lässt sich im Unterricht eine gute Balance zwischen Fremd- und Selbststeuerung herstellen? Welche Bedeutung für wirksame Lernprozesse haben produktive Fehlerkultur, gute Lernaufgaben und Lerncoaching? Wie lassen sich diese Erkenntnisse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung nutzen?
Thematische Schwerpunkte: Das didaktische Dreieck neu interpretiert: Ziel- und Stoffkultur, Wissens- und Lernkultur; Beziehungs- und Unterstützungskultur. Instrumente zur Unterstützung der Selbststeuerung. Qualitätsansprüche an komplexe Lernarrangements. Lernaufgaben und Lerncoaching als Brennpunkte einer lernwirksamen Unterrichtsgestaltung.

Vom professionellen Einzelkämpfer zur professionellen Lerngemeinschaft; Einbezug des Kollegiums in den Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozess

Leitfragen: Welche Bedeutung haben eine systematische schulweite Teamkooperation und ein Einbezug des Kollegiums in Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse? Wie lassen sich diese Erkenntnisse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung nutzen?
Thematische Schwerpunkte: Erkenntnisse, Erfahrungen, Gelingensbedingungen und Umsetzungsmodelle zu kooperativen Strukturen und Prozessen an Schulen. Möglichkeiten und Grenzen von kollegialer Partizipation an Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen, Instrumente zur Qualitätserfassung von professionellen Lerngemeinschaften, von guter Teamkooperation und von wirksamen Partizipationsprozessen.

Gelingensbedingungen der Schul- und Unterrichtsentwicklung

Leitfragen: Welche Faktoren sind grundlegend für eine nachhaltige schulweite Entwicklungsarbeit, welche die Lernprozesse und die Arbeitszufriedenheit stärkt? Welche Widerstände können in Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen auftauchen und wie können sie produktiv bearbeitet werden?
Thematische Schwerpunkte: Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Schulbesuche in innovativen Schulen. Analyse von Entwicklungskonzepten für Schulen. Diskussion von Modellen für die eigene Schule und die Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Das Ergänzungsmodul ist Teil des CAS-Programms «Aufbau eines schulinternen Qualitätsmanagements». Dieses wird seit 2004 angeboten. Das CAS-Programm beinhaltet drei Elemente:

  • Basismodul zum Thema «Internes Qualitätsmanagement nach Q2E»
  • Ergänzungsmodul «Schul- und Unterrichtsentwicklung steuern»
  • Zertifikatsmodul, um das CAS-Programm mit einem Zertifikat abzuschliessen

Detail-Information

Alle Informationen als PDF

Die vollständigen Informationen zu diesem Ergänzungsmodul sind auch als druckbares PDF verfügbar.

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