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CAS Dialogisch-Systemische Kindesschutzarbeit

Dialogisch-systemische Kindesschutzarbeit will Fachpersonen darin stärken, sich offen und neugierig auf die Sorgen, Ängste, Nöte und Hoffnungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern einzulassen. Sie will diese dabei unterstützen, zu erkennen, wann die Grundversorgung und Sicherheit eines Kindes oder einer/eines Jugendlichen gefährdet ist.

Dialogisch-systemische Kindesschutzarbeit legt grossen Wert auf den Dialog mit Kindern, Jugendlichen und Eltern. Unter Beachtung systemischer Prinzipien und Standards diagnostischen Fallverstehens soll gemeinsam mit der Familie und weiteren Fachpersonen herausgefunden werden, warum und wie es zu Kindeswohlgefährdungen kommen konnte und welche Leistungen und/oder Kindesschutzmassnahmen ergriffen bzw. der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde empfohlen werden sollen.
Dialogisch-systemische Kindesschutzarbeit will Fachpersonen darin stärken, fallspezifische Antworten auf hochgradig komplexe und belastende Lebenssituationen von Kindern und ihren Familien zu fin-den. Sie will diese dazu ermutigen, sich offen und neugierig auf die Sorgen, Ängste, Nöte und Hoff-nungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern einzulassen und sie dabei unterstützen, zu erkennen, wann die Grundversorgung und Sicherheit eines Kindes oder einer/eines Jugendlichen gefährdet ist.
Der CAS-Kurs dient entsprechend der Vermittlung von Wissen über Ursachen, Erscheinungsformen und Indikatoren von Kindeswohlgefährdungen, der Aneignung von Fähigkeiten zu einem reflektierten Umgang mit Verfahren, Methoden und Instrumenten der Abklärung und Hilfeplanung sowie der Ausbildung von Kompetenzen zur Gesprächsführung in belasteten Situationen. Hierzu wird Bezug genommen auf Inhalte des «Prozessmanuals. Dialogisch-systemische Kindeswohlabklärung» sowie auf andere national und international diskutierte Methoden und Instrumente zur Abklärung von Kindeswohlfragen.
Der Kurs wird von ausgewiesenen Kindesschutz-Expertinnen und -Experten durchgeführt. Er ist praxisorientiert angelegt und baut auf dem Wissen und den Erfahrungen der Teilnehmenden auf.

Inhalt

  • Die Teilnehmenden erneuern und erweitern ihr Wissen über rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen des Kindesschutzes.
  • Sie erhalten einen Überblick über Ursachen, Formen und Indikatoren von Gefährdungen des Kindeswohls.
  • Sie setzen sich mit entwicklungspsychologischen Aspekten der frühen Kindheit, mit Erkenntnissen aus der Bindungs- und Resilienzforschung auseinander.
  • Sie können Konflikt- und Krisendynamiken in hochbelasteten Familien erkennen. (wie z.B. in Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil oder in Familien, in denen häusliche Gewalt oder Hochstrittigkeit nach Trennung und Scheidung eine Rolle spielt).
  • Sie kennen Vorgehensweisen im Umgang mit Gefährdungsmeldungen und der Abklärung des Kindeswohls und können die für diese Aufgabe typischen Fehler
    und Risiken einschätzen.
  • Sie lernen Wegleitungen, Methoden und Instrumente kennen, die sie bei der Einschätzung des Kindeswohls unterstützen.
  • Sie reflektieren in Fall-Werkstätten ausgewählte und von ihnen eingebrachte Kindesschutzfälle.
  • Sie erweitern ihre Kompetenzen im Bereich der dialogisch-systemischen Kindeswohlabklärung, insbesondere in der Gesprächsführung zur Einschätzung des Kindeswohls unter Einbezug von Kindern und Jugendlichen sowie in der Gesprächsführung mit unfreiwilligen Klientinnen und Klienten.
  • Sie vertiefen ihr Verständnis von Schwierigkeiten und Paradoxien in der Kommunikation und in der Zusammenarbeit im Kindesschutz.
  • Sie lernen Ziele, Wirkungsannahmen und Wirkungen von Konzepten und Angeboten Früher Förderung und Früher Hilfen kennen.
  • Sie erhalten einen Überblick über Konzepte, Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements im Kindesschutz.
  • Sie setzen sich mit den Anforderungen an fachliche Berichte und Stellungnahmen auseinander und erweitern ihre Kompetenzen zur Dokumentation und Berichtsverfassung.

Zielpublikum

Dieser CAS-Kurs richtet sich an (erfahrene) Fachpersonen der Sozialen Arbeit, die in ihrer Praxis Aufgaben des Kindesschutzes wahrnehmen. Darüber hinaus sind auch Fachpersonen aus den Bereichen Heimerziehung, Schulsozialarbeit, Offene Kinder- und Jugendarbeit angesprochen.

Struktur

12 Module und drei halbtägige Fall-Werkstätten
450h Workload
184h Präsenz/Kontaktstudium
16h Fall-Werkstätten
250h begleitetes Selbststudium und Selbststudium (inklusive Verfassen der
schriftlichen Abschlussarbeit)

Zulassung

Abgeschlossene Berufsausbildung in Sozialer Arbeit (Sozialarbeit, Sozialpädagogik) oder vergleichbarer Disziplin und Berufserfahrung, vorzugsweise im Kindesschutz oder in einem anderen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Weitere Informationen

neue Daten für die Durchführung im März 2020 sind in Planung - Haben Sie Interesse? Senden Sie ein E-Mail an rahel.lohner@fhnw.ch zur Aufnahme auf die Interessiertenliste.

Info-Veranstaltung

Download bisheriger Flyer 2018

Anmeldung

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Standort

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Olten

Riggenbachstrasse 16 4600 Olten
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