In der klimaangepassten Raumentwicklung haben Frei- und Grünräume eine zentrale Bedeutung. Insbesondere in wachsenden und sich verdichtenden Agglomerationsräumen geraten sie zunehmend unter Druck. Auch die Freiraumversorgung für eine wachsende Bevölkerung muss gewährleistet sein. Daher ist der Bedarf von Gemeinden hoch, ihre Frei- und Grünräume nach Quantität und Qualitäten zu kennen.
Mit PlacesToGo wird ein Tool entwickelt, um bestehende Freiraumqualitäten und standortbezogene Erreichbarkeiten zu erfassen, visuell bereitzustellen und im Rahmen von Planungen abbilden und einbeziehen zu können.
Projektdetails
- Forschungsfeld
- Nachhaltige Raumentwicklung
- Hochschule/Institut
- Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW / Institut Nachhaltigkeit u.Energie am Bau
Bei der Transformation hin zu klimaangepassten Städten und Gemeinden leisten Grün- und Freiräume einen wesentlichen Beitrag. Im Zusammenhang mit Bevölkerungswachstum, baulicher Nachverdichtung und Innenentwicklung werden auch Aspekte der Versorgung mit sicherer und barrierefreier Erreichbarkeit öffentlicher Freiräume immer bedeutsamer. Dies betrifft nicht nur die Kernstädte, sondern in zunehmendem Masse auch die dynamisch wachsenden Agglomerationsgemeinden.
Grün- und Freiräume erfüllen dabei immer – und über die klassische ökologische Infrastruktur und ihre Ökosystemdienstleistungen hinausgehende – multifunktionale Aufgaben: sozialräumliche für Gesundheit, Erholung und Bewegung, stadtklimatische durch Anpassungsfunktionen an den Klimawandel und Reaktionsfähigkeit auf Extremwetterereignisse, das Freihalten von Kaltluftschneisen und Ermöglichen von Verdunstungskühle. Grün- und Freiräume sind in ausreichender Grösse und multifunktionaler Nutzbarkeit mitzuplanen, wobei die quantitative und qualitative Freiraumausstattung der Umgebung zu berücksichtigen ist.

Obwohl Agglomerationsräume einen Grossteil der besiedelten Schweiz ausmachen, wurde die Freiraumqualität insbesondere in periurbanen Agglomerationsräumen bislang wenig untersucht. Dabei gibt es gerade dort eine hohe Entwicklungsdynamik und grosse Entwicklungsgebiete für deren Transformation.
Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Methode und ein Tool zu entwickeln, mit der die Freiraumqualität in der Agglomeration bestimmt und graphisch dargestellt werden kann, auch in Bezug auf ihre Erreichbarkeit von jeweiligen Standorten.
Mit einem Prototyp für eine automatisierte, reproduzierbare und parametrisierbare Analyse und Simulation der qualitativen und quantitativen Freiraumversorgung werden zwei Case Study Gemeinden (Birsfelden und Pratteln) im Kanton Basel-Landschaft zunächst im Ist-Zustand dargestellt und analysiert. Anschliessend wird über verschiedene Entwicklungsszenarien untersucht, wie sich die Freiraumquantität und -qualität dadurch verändern kann. Insbesondere soll der räumliche Versorgungsgrad mit den zugehörigen Flächen und ihrer fussläufigen Erreichbarkeit dargestellt werden.
«PlacesToGo» will Agglomerationsgemeinden in Entwicklungs- und Transformationsprozessen von Arealen unterstützen, indem eine schnelle Übersicht über den Ist-Zustand sowie Entwicklungsszenarien erstellt werden können. Dies bildet die Grundlagen für eine qualitativ wie quantitativ gute Entwicklung von Freiräumen, welche schon von Projektbeginn an mit geplant werden können.
Eckdaten des Projekts
Zukunftsfeld | Future Health |
Förderung / Finanzierung | HABG |
Projektleitung | Monika Hall, HABG, Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau |
Projektteam | Pia Bereuter, HABG, Institut Geomatik Sabrina Boss, HABG, Institut Architektur Fabian Gross, HABG, Institut Geomatik Andreas Nütten, HABG, Institut Architektur Axel Schubert, HABG, Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau |
Laufzeit | 01.01. - 31.12.2026 |
Kontakt
Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau
Hofackerstrasse 30
4132 Muttenz
