Von der Architektur ins digitale Bauen: Fabienne hat ihren Bachelor of Arts in Architektur an der Hochschule Luzern/FHZ und ihren Master of Science in Virtual Design and Construction (VDC) an der FHNW absolviert. Heute arbeitet sie als BIM Consultant bei der Evolut Bau GmbH.
Worin besteht deine Tätigkeit als BIM Consultant?

Ich begleite Unternehmen in der Baubranche bei der schrittweisen Einführung digitaler Arbeitsmethoden. Dabei unterstütze ich die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen, entwickle praxisnahe Schulungsunterlagen und berate Kunden beim Einstieg in die modellbasierte Arbeitsweise. Meine Arbeit bewegt sich bewusst an der Schnittstelle von Technologie, Prozess und Mensch, denn nachhaltigge Veränderung entsteht nur dort, wo alle drei zusammenkommen.
Was gefällt dir besonders gut bei deiner Arbeit?
Was mich wirklich antreibt, ist der Moment, in dem ich merke, dass ein Umdenken stattgefunden hat. Ein Team erlebt neue Methoden plötzlich nicht mehr als Zusatzaufwand, sondern als selbstverständlichen Teil seiner Arbeit. Auf dem Weg dorthin schätze ich die Vielseitigkeit: Mal begleite ich die Einführung modellbasierter Prozesse direkt im Projekt, mal gestalte ich die Kommunikation zwischen Fachplanenden, mal führe ich Erstgespräche mit neuen Kunden. Kein Tag ist wie der andere und genau das hält mich neugierig.
Welche Inhalte aus dem Studium kannst du in deinem Job einsetzen oder umsetzen?
Das VDC-Studium hat mich gezielt auf das vorbereitet, was ich heute täglich tue. Die Kombination aus technischem Verständnis, methodischem Denken und dem Bewusstsein für Zusammenarbeit und Prozessgestaltung ist in meiner täglichen Arbeit spürbar. Ich habe gelernt, Vorhaben strukturiert aufzusetzen, unterschiedliche Anspruchsgruppen von Beginn an einzubeziehen und komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln. Diese Fähigkeiten tragen mich bis heute, egal ob ich ein Einführungsprojekt begleite, Schulungen entwickle oder Kunden berate.
Wo hast du deine persönlichen Schwerpunkte gesetzt?
Mein Schwerpunkt liegt an der Schnittstelle von Architektur und digitaler Transformation, nicht im Sinne von blossen Tool-Einführungen, sondern im tieferen Verständnis davon, wie Menschen arbeiten und wie man gemeinsam mit ihnen Prozesse gestaltet, die wirklich zu ihnen passen. Mich interessiert besonders die menschliche Seite des digitalen Wandels, also die Frage, wie Organisationen und Teams befähigt werden können, neue Methoden nicht nur anzuwenden, sondern wirklich zu verinnerlichen.
Wem würdest du dieses Studium empfehlen?
Den MSc VDC empfehle ich allen, die in der Bau- und Planungsbranche tätig sind und verstehen möchten, wie digitale Methoden die Qualität und Zusammenarbeit in Projekten grundlegend verändern. Besonders wertvoll ist das Studium für Menschen, die nicht nur technisch denken, sondern auch Freude daran haben, Prozesse aktiv mitzugestalten und andere auf diesem Weg mitzunehmen. Entscheidend ist weniger der fachliche Hintergrund als die Neugier und die Offenheit, gewohnte Perspektiven zu hinterfragen.
Was würdest du neuen Studierenden raten?
Traut euch, auch in Bereiche einzutauchen, die euch zunächst fremd erscheinen, denn genau dort liegt das grösste Wachstumspotenzial. Nutzt die Integrationsprojekte, um eigene Ideen wirklich zu entwickeln und zu erproben. Und investiert in den Austausch mit euren Kommilitoninnen und Kommilitonen, denn die unterschiedlichen Hintergründe und Perspektiven sind eine der grössten Stärken dieses Studiengangs. Was ich mitgenommen habe, geht weit über Fachwissen hinaus, es ist die Fähigkeit, klarer zu kommunizieren, Verantwortung zu übernehmen und Veränderung aktiv zu gestalten.
Fabienne's Weg durch den Master

Master in Virtual Design and Construction (VDC)
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