«Das ist mehr als eine Weiterbildung – das ist ein echter Entwicklungsprozess»
Co-Programmleiter Prof. Dr. Wolfgang Ansari im Gespräch mit dem ehemaligen Teilnehmer des «CAS Selbstorganisiertes und agiles Arbeiten» Michael Hofmann (Sales Manager eines internationalen IT-Unternehmens).
Michael, du hast den CAS Selbstorganisiertes & Agiles Arbeiten abgeschlossen. Wenn du zurückblickst: Was hat dir am Kurs besonders gefallen?
Die besondere Stärke dieser Weiterbildung lag für mich eindeutig in ihrer Praxisnähe. Ich habe bereits mehrere Weiterbildungen besucht, aber selten eine erlebt, die so konsequent an realen Herausforderungen ansetzt und mich so intensiv fordert, mich mit mir selbst, meiner Rolle und meinem Arbeitsalltag auseinanderzusetzen. Theorie und abstrakte Modelle waren selbstverständlich Bestandteil des Programms, doch im Zentrum stand stets die Frage: Was bedeutet das konkret für meine Organisation, für mein Team, für meine Rolle? Diese konsequente Verbindung von fundiertem Theoriehintergrund und unmittelbarer Anwendung in der Praxis war für mich ausserordentlich wertvoll.
Was hat den Kurs aus deiner Sicht lohnenswert gemacht?
Hier gab es für mich mehrere Aspekte. Zum einen die Lernarchitektur: Die Mischung aus fachlichen Inputs, Selbstreflexion, Gruppenarbeit und der Arbeit an eigenen Praxisfällen war sehr stimmig und wirkungsvoll. Zum anderen die Offenheit des Lernraums. Es gab keine «richtigen» oder «falschen» Antworten, sondern eine echte Auseinandersetzung mit Ambivalenzen, Widersprüchen und den Grenzen von Selbstorganisation – das habe ich als sehr professionell und gleichzeitig sehr menschlich erlebt.
Und nicht zuletzt die Haltung der Kursleitung: Sie hat nicht vorgegeben, wie es «sein muss», sondern bewusst Räume geschaffen, in denen wir eigene Erfahrungen machen und eigene Erkenntnisse entwickeln konnten. Genau das hat den Lernprozess für mich besonders wertvoll gemacht.
Du hast einmal angemerkt, dass die Ausschreibung des Kurses deine persönliche Erfahrung nicht vollständig widerspiegelt. Kannst du das etwas erläutern?
Ja, das ist mir wichtig zu sagen. Die Ausschreibung war sachlich korrekt, aber im Vergleich zur tatsächlichen Qualität und Wirkung der Seminartage aus meiner Sicht sehr zurückhaltend formuliert. Die Seminartage selbst haben meine Erwartungen klar übertroffen und mir grosse Freude bereitet. Gerade die Arbeit mit realen Fällen, die Diskussionen mit anderen erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern und die Tiefe der Reflexion waren so überzeugend, dass mir schnell klar wurde: Das ist mehr als eine Weiterbildung – das ist ein echter Entwicklungsprozess.
Inwiefern konntest du konkret davon profitieren?
Während des CAS ist bei mir eine starke intrinsische Motivation entstanden, mein Wissen gezielt zu vertiefen und die notwendigen Erfahrungen zu sammeln, um die vermittelten Konzepte und Entwicklungsansätze in meinem Business-Alltag wirksam in die Praxis zu überführen. Ziel ist es, höhere Eigenverantwortung, bessere Zusammenarbeit und mehr Klarheit darüber zu erreichen, in welchen Bereichen Selbstorganisation sinnvoll ist – und in welchen nicht. Diese Differenzierungsfähigkeit habe ich im Kurs in besonderem Masse weiterentwickeln können.
Du gehst sogar noch einen Schritt weiter und schreibst eine Masterarbeit zu diesem Thema.
Ja genau. Der CAS hat bei mir so viele Denkprozesse ausgelöst, dass ich mich entschieden habe, das Thema wissenschaftlich weiterzuverfolgen. Meine Masterarbeit baut direkt auf den Erfahrungen aus dem Kurs auf und untersucht vertieft, wie Selbstorganisation und agile Arbeitsformen nachhaltig in bestehenden Vertriebsorganisationen wirksam umgesetzt werden können. Ich sehe bereits heute, wie sich diese Arbeit in meiner beruflichen Praxis auswirkt, und erhoffe mir, bald auch über konkrete Ergebnisse sprechen zu können. Ohne den CAS hätte ich diesen Schritt in diesem Ausmass nicht gewagt.
Abschliessend gefragt: Wem würdest du den Kurs empfehlen?
Allen, die Selbstorganisation und Agilität nicht als Modebegriffe verstehen, sondern als reale Gestaltungsaufgabe. Besonders Führungskräften, Projektleitenden und Organisationsentwickler:innen, die bereit sind, ihr eigenes Führungsverständnis zu hinterfragen und Verantwortung neu zu denken. Wer nach einfachen Rezepten sucht, ist hier falsch – wer echte Entwicklung will, ist hier genau richtig.


