Kompass-KI
Zukunftskompetenzen in der Rekrutierung systematisch und KI gestützt definieren, priorisieren, kontextualisieren und konkretisieren
Für jede Rekrutierung ist es erfolgskritisch, die Anforderungen in Form von Kompetenzen für eine Funktion/Rolle zu bestimmen. Dies ist herausfordernd, da sich die Anforderungen aufgrund technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen schnell wandeln.
Ausgehend von externen Trends und unternehmensinternen Entwicklungen führt unser innovativer Ansatz Nutzer:innen z.B. Führungskräfte zu einem differenzierten Bild der aktuellen und zukünftigen Kompetenzen für konkrete Anforderungsprofile. Kern der Lösung ist eine geleitete Abfolge der richtigen Fragen, der Einbezug interner und externer Quellen (wie z.B. Strategie, Trends, Datenbanken) sowie die Nutzung generativer KI.
Unsere Idee basiert auf Beobachtungen und Feedback aus der Praxis, dass es sehr herausfordernd ist, die relevanten Kompetenzen zu definieren, zu kontextualisieren und zu konkretisieren. Der Fokus bleibt auf dem IST und weniger gerichtet auf Zukunftskompetenzen (SOLL). Praktische Realität ist, dass bei einer anstehenden Rekrutierung oftmals einfach die letzte Stellenausschreibung wiederverwendet wird, ohne zukunftsgerichtete Überlegungen anzustellen.
Bestehende Lösungen fokussieren auf die Messung (welche Ausprägung in einer bestimmten Kompetenz hat der/die Kandidat:in) oder Validierung (hat der/die Kandidat:in tatsächlich die Kompetenz, die er/sie angibt?) von Kompetenzen. Zum anderen liegt ein Fokus auf dem Soll-Ist-Vergleich und dem Matching von Kandidat:innen und Stellen.
Unsere Lösungsidee verfolgt einen anderen Ansatz und setzt an einer anderen Stelle im Rekrutierungsprozess an. Ausgehend von einem konkreten Bedürfnis, nämlich der Besetzung einer Vakanz, legt sie den Fokus auf die strategische Anforderungsanalyse und der kompetenten Begleitung der Nutzer:innen z.B. Führungskräfte im Prozess. Die angedachte Lösung unterstützt diese dabei, Schritt für Schritt aktuelle und zukünftige Kompetenzen zu ermitteln.
Bestehende Lösungen setzen die Kenntnisse der Anforderungen voraus, was sich in der Praxis, jedoch als Trugschluss erweist und damit auf falschen Voraussetzungen basiert. Die Vielzahl an Studien sowie Datenbanken zum Thema Kompetenzen bzw. Skills (z.B. Skillontologien) sind für die Praxis eher verwirrend, zu komplex und überfordernd als eine handlungsorientierte Hilfestellung. Bestehende Lösungen bieten hier wenig Hand. In unserer Idee sind diese bestehenden externen Ressourcen berücksichtigt, werden aber vor dem Hintergrund des konkreten Falls Schritt für Schritt eingeordnet und reflektiert, so dass Nutzer:innen am Ende des Prozesses handlungsrelevante Ergebnisse haben.
In diesem Innoscheckprojekt arbeiten wir die Grundlagen der Lösung aus und erstellen ein Konzept für einen Prototyp. Dadurch kann die Machbarkeit (Proof of Concept) aufgezeigt werden. Ist dies erfolgreich, dann ist angedacht in einem Folgeprojekt die Entwicklung eines Prototyps der Lösung zu realisieren.
